KAUSA: Koordinierungsstelle - Ausbildung in Ausländischen Unternehmen

Der Programmbereich KAUSA (Koordinierungsstelle Ausbildung in Ausländischen Unternehmen) verfolgt das Ziel, die Ausbildungsbereitschaft in Unternehmen mit Inhabern und Inhaberinnen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.

Seit 1999 ist die Koordinierungsstelle KAUSA im Auftrag des Bundesbildungsministeriums aktiv - sie berät und vernetzt Initiativen für Ausbildung in ganz Deutschland. Träger des Projektes waren zunächst die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer in Köln. In 2002 hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Trägerschaft übernommen. Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrantenhintergrund sind mit 584.400 Betrieben mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Die Ausbildungsbeteiligung bewegt sich jedoch je nach Nationalitätengruppe lediglich zwischen 6 und 15 Prozent. Zentraler Grund für die relative Zurückhaltung besteht in dem Informationsmangel von Unternehmern, die nicht im deutschen Ausbildungssystem groß geworden sind. Daher ist das zentrale Ziel von KAUSA und den regionalen Partnern, Unternehmer zu informieren und zu motivieren, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.

Projekte und Institutionen erhalten von KAUSA Beratung und Unterstützung für die Akquise von Ausbildungsstellen vor Ort. KAUSA organisiert Fachtagungen und Schulungen für Sonderberater und Mitarbeiter der Institutionen. Mit Erfolg: Eine Umfrage von KAUSA im Juli 2005 ergab, dass knapp 6.000 neue Ausbildungsstellen durch das Engagement der regionalen Partner eingerichtet werden konnten.

Beispiele für spezifische Aktionen von KAUSA:

  • Aktiv für Ausbildungsplätze
    Die Initiative "Aktiv für Ausbildungsplätze" trifft sich unter der Federführung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesbildungsministerium, Andreas Storm, und DIHK - Präsident Ludwig Georg Braun. Mitglieder der Initiative sind die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge, Prof. Dr. Maria Böhmer, der Generalsekretär des Deutschen Handwerks, Hanns-Eberhard Schleyer sowie zwölf Verbände. Gemeinsam mit Vertretern der deutsch-ausländischen Unternehmerverbände werden Möglichkeiten des verstärkten Engagements der Unternehmer für Ausbildung verabredet. So sind auf Anregung dieses Arbeitskreises in 50 Industrie- und Handelskammern Beauftragte für Unternehmer ausländischer Herkunft benannt worden. Zudem werden im Herbst 2006 und im Frühjahr 2007 Regionalkonferenzen in acht Regionen stattfinden.
  • Moscheen aktiv für Berufsbildung
    Die Veranstaltungsreihe "Moscheen aktiv für Berufsbildung" steht stellvertretend als Beispiel für Aktivitäten, die KAUSA in Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen durchführt. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, mit Unternehmern ausländischer Herkunft als Botschafter für das Thema Ausbildung, in Vereinen mit hohem Mitgliederaufkommen und hoher Bindung in der jeweiligen Nationalitätengruppe, Werbung für Berufsbildung zu machen. So wurden im Jahre 2005 in elf Veranstaltungen rund 2.000 Vorbeter und Vorsitzende türkischer Moscheevereine mit dem Thema Berufsausbildung bekannt gemacht - mit dem Ziel, dass sie in ihrer Gemeindearbeit Jugendliche und Eltern für die aktive Teilnahme an der Berufsbildung motivieren. Eröffnet wurde die Veranstaltungsreihe im April 2005 von DIHK - Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben sowie dem ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär im BMBF, Ulrich Kasparick. Stationen der Kampagne waren Köln, Dortmund, Berlin, Stuttgart, München, Frankfurt, Karlsruhe, Hannover, Hamburg, Nürnberg und Mainz. Die Aktion erfuhr nicht nur von Kommunalpolitikern, sondern auch von Bundes- und Landespolitikern Aufmerksamkeit und aktive Mitwirkung. Für 2006 sind weitere Veranstaltungen mit Vereinen der Griechen, Kroaten, Portugiesen und Italiener in Planung.
  • Unternehmer ausländischer Herkunft in Schulen
    In den regionalen Kooperationsnetzwerken Schule-Wirtschaft sind Unternehmer ausländischer Herkunft kaum vertreten. Daher hat KAUSA eine Veranstaltungsreihe in Schulen in neun Großstädten initiiert und diese wurden mit den regionalen Partnern unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau organisiert. Hier stellten Unternehmer ausländischer Herkunft ihre Ausbildungsmöglichkeiten direkt in Schulen vor und Schüler der jeweiligen achten, neunten und zehnten Klassen konnten sich direkt bei den Betrieben und deren Auszubildenden informieren. Die Veranstaltungen haben in den Regionen Nachhall gefunden und mittlerweile finden auch, in Kooperation mit den deutsch-ausländischen Unternehmensverbänden, Folgeveranstaltungen statt.
    Ein weiteres Arbeitsfeld von KAUSA ist die aktive Information mit deutsch- und fremdsprachigen Broschüren und Materialien. Sie sind kostenlos abrufbar, wie z.B. das Fachglossar mit Begriffen aus der Berufsbildung in Deutsch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch und Türkisch.

Ansprechpartner

  • Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung

    • Robert-Schuman-Platz 3
    • 53175 Bonn
    • Programmbereich KAUSA
    • Seda Rass-Turgut
    • Telefonnummer: 02 28 1 07 - 15 38
    • E-Mail-Adresse:
    • Programmbereich KAUSA
    • Gerburg Benneker
    • Telefonnummer: 0228 107 - 1715
    • E-Mail-Adresse:
 

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