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23. und 24. September 2008 in Mainz
Immer mehr Unternehmen beklagen, dass sie keine passenden Bewerber für die Besetzung ihrer Ausbildungsplätze finden. Jugendliche dagegen haben oftmals Schwierigkeiten, an Informationen zu attraktiven Berufen und Ausbildungswegen heranzukommen und wissen nicht, was Unternehmen von ihnen erwarten. Was liegt also näher, als einen Schritt aufeinander zu zugehen und sich besser kennen zu lernen?
Welchen Beitrag eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen dafür leisten kann und wie der Prozess des Kennenlernens gestaltet und unterstützt werden kann, war Thema der Fachtagung "Kooperation Schule und Wirtschaft - ein Gewinn für beide Seiten".
Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Agenturen, Schulen, Arbeitskreisen SCHULEWIRTSCHAFT und JOBSTARTER-Projekten tauschten sich über praxisnahe Konzepte zur Berufsorietierung und zum Berufemarketing aus. Sie diskutierten darüber, wie man Lehrer als kompetente Kooperationspartner gewinnt und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schule ausbauen und festigen kann.

In seiner Begrüßungsrede wies Dr. Sebastian Pütz auf die zunehmende Bedeutung erfolgreicher Kooperationen zwischen Schule und Unternehmen hin. Deutlich würde dies zum einen durch die zahlreichen Initiativen und Arbeitskreise, die sich auf regionaler Ebene um eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und der Wirtschaft bemühen sowie die Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene, die solche Bemühungen unterstützen. "Allein im Programm JOBSTARTER widmen sich 58 Projekte dem Themenfeld Kooperation Schule - Wirtschaft", betonte Pütz. Zum anderen hätten mittlerweile viele Unternehmen erkannt, wie wichtig es ist, sich aktiv um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu kümmern: "Insbesondere mittlere und große Unternehmen engagieren sich an Schulen, um motivierte Auszubildende zu finden, die zu ihrem Unternehmen passen", so Pütz. Ebenso gebe es viele Schulen, die Kontakt zu Unternehmen suchen, um Jugendlichen durch eine praxisnahe Berufsorientierung den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern. Ziel der Tagung sei es, erfolgreiche Stategien und Instrumente zu identifizieren und in die Fläche zu tragen. Download [PDF - 369,5 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Puetz_Ablauf_komplett.ppt.pdf)

"50 Prozent der JOBSTARTER-Projekte haben Schwierigkeiten bei der Besetzung akquirierter Ausbildungsplätze", berichtete Gerburg Benneker. Dies habe eine Befragung von JOBSTARTER-Projekten im Jahr 2007 ergeben. In ihrem Vortrag erläuterte Benneker Gründe für die Besetzungsproblematik und zeigte auf, wie diesen durch gezieltes Berufemarketing im Rahmen von JOBSTARTER begegnet werden kann. Download [PDF - 329,2 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Benneker.ppt.pdf)

"Gegenüber 2007 hat sich im Jahr 2008 die Ralation zwischen Ausbildungsstellen und Bewerbern zwar deutlich verbessert", machte Helga Janitz deutlich. Dennoch gebe es nach wie vor viel zu tun. In ihrem Vortrag stellte sie die aktuelle Ausbildungsmarktsituation dar und erläuterte, warum ausbildungsberechtigte Betriebe nicht ausbilden oder freie Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben: "Aus Sicht der Unternehmen ist es vor allem die mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen, warum viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben", so Janitz. Vor diesem Hintergrund habe die Bundesagentur für Arbeit verschiedene Instrumente entwickelt, um den Übergang von der Schule in den Beruf zu verbessern, zum Beispiel "planet-beruf.de" - ein berufskundlich basiertes Selbsterkundungsprogramm für Jugendliche - sowie den im Rahmen des "Nationalen Paktes für Ausbildung" entstandenen "Kriterienkatalog für Ausbildungsreife". Download [PDF - 1,50 MB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Janitz.pdf)

"Im Bereich Berufsorientierung bewegt sich viel im Kreis Mettmann", berichtete Petra Tielboer. Das "BerufsOrientierungsNetzwerk (BON)" habe es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, vorhandene Berufsorientierungsmaßnahmen an Schulen zu sichten und deren Effizienz gemeinsam mit Schulen und Unternehmen zu bewerten. In ihrem Vortrag erläuterte sie die Aktivitäten von "BON" und stellte unter anderem einen Jahresplaner vor, der alle Berufsorientierungsmaßnahmen der Region abbildet. "Schulen und Unternehmen können sich einen Überblick darüber verschaffen, wer was macht, wie es umgesetzt wird und können entscheiden, an welchen Aktivitäten sie mitwirken wollen", so Tielboer. Download [PDF - 203,3 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Tielboer.ppt.pdf)

"Die frühzeitige Erkennung und Entwicklung beruflicher Interessen und Stärken von Schülern sind wesentliche Erfolgsfaktoren, um einen erfolgreichen Start in Ausbildung zu ermöglichen. Berufsstart plus setzt deshalb mit der Berufsorientierung bereits in der 7. Klasse an", machte Peggy Greiser deutlich. In ihrem Vortrag über das Gemeinschaftsprojekt "Berufstart plus" in Thüringen berichtete sie über Konzept und Kernelemente einer wirtschaftsnahen und arbeitsmarktorientierten Berufswahlorientierung, über entwickelte Qualitätsstandards und die bereits erzielten Erfolge der Aktivitäten. Download [PDF - 2,14 MB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Greiser.ppt.pdf)

Moderation: Harald Finke, Vogelberg Consult GmbH



Moderation: Michael Nanz, Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH


Moderation: Wolfgang Stange, gfw im Kreis Warendorf mbH


Moderation: Dr. Justus Wilhelm, Handwerkskammer des Saarlandes


Moderation: Christa Oberth, JOBSTARTER Regionalbüro Süd
Ruth Leichner, dm-drogerie markt GmbH & Co. KG
Michael Feldmann, Ingram Micro Distribution GmbH
Welche Aktivitäten initiieren Betriebe, um bei Jugendlichen das Interesse an einer Ausbildung in ihrem Unternehmen zu wecken? Was erwartet sie von ausbildungsinteressierten Jugendlichen? Wie entscheiden sie, ob ein Jugendlicher geeignet ist oder nicht? Was bieten sie Jugendlichen, um den "war of talents"für sich zu entscheiden? Ruth Leichner, Beraterin für Aus- und Weiterbildung bei der dm-drogerie markt-Kette, und Michael Feldmeier, Ausbildungsleiter bei der Ingram Micro Distribution GmbH, Vertreter zweier Unternehmen, die sich aktiv um die Gewinnung geeigneter Auszubildender bemühen, gaben einen Einblick in praxisnahe Berufsorientierung und eine attraktive Berufsausbildung. Download [PDF - 179,9 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/080923_Gespraechsrunde__Schule_Wirtschaft.doc.pdf)

Moderation: Wolfgang Fehl, Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) e.V.
Elisabeth Schmid, Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e.V.
Christiane Schönauer-Gragg, Schulleitung Realschule Rockenhausen
Dr. Klaus-Peter Otto, Verbundausbildung Untere Saar e.V.
Helger Janitz, Bundesagentur für Arbeit
Michael Feldmeier, Ingram Micro Distribution GmbH
Den Übergang von der Schule in den Beruf für Jugendliche möglichst optimal zu gestalten, ist ein wichtiges Anliegen, das die Zusammenarbeit aller an diesem Prozess beteiligten Akteuren erfordert. Zu berücksichtigen sind dabei die oft unterschiedlichen Sichtweisen und Interessenlagen von Unternehmen, Schülern, Lehrern und Eltern. Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurden die unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und Strategien und Erfolgsfaktoren benannt, die dazu beitragen können, den Übergang von Jugendlichen in Ausbildung zu verbessern. Download [PDF - 169,6 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/080923_Podiumsdiskussion__Schule_Wirtschaft.doc.pdf)

[PDF - 131,3 kB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/1_Programm_Schule_Wirtschaft_Mainz.pdf)