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Gesprächsrunde 2 (Ausgewählter Menüpunkt)
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Ausbildung in Wachstumsbranchen - Was tun, wenn Fachkräfte fehlen?
Moderation: Christa Oberth, Matthias Kohl, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd
Roland Nagl, Peters Bildungs GmbH,
JOBSTARTER-Projekt "IWAN - Innovation und Wachstum für Ausbildungsplätze und Nach-haltigkeit"
Timo Schneider, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V.,
JOBSTARTER-Projekt "START UP Mittelhessen!"
Im Rahmen der Gesprächsrunde wurden Beispielen für die Arbeit von JOBSTARTER-Projekten in Wachstumsbranchen vorgestellt und diskutiert. "Boomregionen mit starker Wirtschaftskraft und Regionen, die in deren Einzugsgebiet liegen, haben eine starke Sogwirkung: Es siedeln sich Unternehmen mit Wachstumspotenzialen an, ebenso Fachkräfte und Ausbildungsbewerber. Es zeigt sich aber auch in diesen Regionen das Phänomen, dass trotz großem Bewerberüberhang bestimmte Branchen keine passenden Auszubildenden finden", so Oberth. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, auch den hier betroffenen Unternehmen Unterstützungsleistungen anzubieten.
Roland Nagl und Timo Schneider - die im Rahmen der jeweiligen JOBSTARTER-Projekte genau in diesem Bereich aktiv sind, machten deutlich, mit welchen Schwierigkeiten insbesondere innovative kleine und mittlere Unternehmen und Existenzgründer kämpfen: "Hier kommen häufig zwei Aspekte zusammen: Auf der einen Seite haben wir Unternehmen, deren Gründer häufig selbst aus dem Hochschulbereich kommen, selbst keine Ausbildungserfahrung haben und hauptsächlich auf Hochschulabsolventen und Praktikanten etc. setzen. Auf der anderen Seite arbeiten diese Firmen vielfach in hochinnovativen Geschäftsfeldern, für die es entweder keine Ausbildungsberufe gibt oder diese außerhalb des Blickfelds der Bewerber liegen", so Schneider. "Unterstützungsleistungen müssen deshalb an mehreren Punkten anzusetzen", betonte Nagl. So müsse man einerseits Betriebe durch Informationen und Beratung bei der Aufnahme und Organisation von Ausbildung unterstützen, andererseits sei es notwendig, "mittels Berufsmarketing den Blick der Jugendlichen auch auf weniger bekannte Berufe und Berufsfelder zu lenken."
Auf weitere Ausbildungshemmnisse wies Matthias Kohl hin: "Vielfach treffen wir hier auf kleine und mittlere Unternehmen die stark spezialisiert sind. Das hat zur Folge, dass häufig keine vollständigen Ausbildungsprofile abgedeckt werden können." Timo Schneider griff dies auf und stellte dar, wie zur Lösung dieses Problems im Rahmen des Projekts "START UP Mittelhessen!" die Bildung von Ausbildungsverbünden zwischen mehreren Unternehmen initiiert und unterstützt wird. Roland Nagl machte deutlich, dass es dabei jedoch nicht bleiben muss: "Im Rahmen des Projekts IWAN ist es uns gelungen, über Ausbildungsverbünde hinaus auch eine erweiterte Kooperation der beteiligten Unternehmen anzustoßen. Dabei entstanden zum Beispiel neue Handelsbeziehungen und es wurden gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte realisiert", so Nagl.