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KAUSA - Migrantenbetriebe (Ausgewählter Menüpunkt)
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Informieren Sie sich hier über die Ausbildungsbeteiligung von Unternehmern und Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund. (URL: #)
Selbständige mit Migrationshintergrund in Deutschland stellen heute einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Das Statistische Bundesamt beziffert deren Zahl in seinem Mikrozensus für das Jahr 2005 auf 582.400 Personen. Mit rund 65.000 stehen die türkischstämmigen Unternehmern in Deutschland an der Spitze dieser Statistik. Die italienischen Mitbürger stellen mit über 50.000 Unternehmen die größte Gruppe unter den Zuwanderern aus den EU-Ländern dar, gefolgt von den rund 40.000 polnischen Selbständigen und griechischen Mitbürgern mit ca. 28.000 Betrieben.
Unternehmer und Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund etablieren sich nicht nur in den allgemein bekannten Branchen wie Einzelhandel und Gastronomie, sondern sind insgesamt in über 90 Branchen tätig. Nichtsdestotrotz können dabei einige Branchenschwerpunkte festgestellt werden. So sind Unternehmer aus den ehemaligen Anwerbestaaten überproportional im Gastgewerbe aktiv. Osteuropäische Selbständige sind dagegen stark im Handel, Baugewerbe und im Dienstleistungssektor, einschließlich Freie Berufe, vertreten. Weitere Informationen zu den charakteristischen Merkmalen der Betriebe mit Inhabern mit Migrationshintergrund finden Sie in der Studie "Die Bedeutung der ethnischen Ökonomie in Deutschland. Push- und Pull-Faktoren für Unternehmensgründungen ausländischer und ausländischstämmiger Mitbürger" des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm), 2005.
Die Unternehmen sind zumeist kleinbetrieblich strukturiert. Etwa die Hälfte davon sind Ein-Mann-Betriebe, die andere Hälfte beschäftigt durchschnittlich vier bis fünf Personen. Insgesamt über eine Million Menschen sind in Unternehmen dieser Gruppe tätig. Dabei beschäftigen die Betriebe von türkischen und italienischen Unternehmer Unternehmerinnen rund 500.000 Personen. Eine weitere Charakteristik ist eine starke räumliche Konzentration in den Ballungsgebieten in Deutschland, die nur von den italienischen Unternehmern durchbrochen wird.
Während die Zahl der Unternehmer mit Migrationshintergrund dynamische Wachstumsraten aufweist, liegt deren Beteiligung an der dualen Ausbildung deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (derzeit etwa 25%). Lediglich 15% Unternehmer türkischer Herkunft bilden aus, von denen italienischer Herkunft 9% und von den Unternehmern mit griechischem Migrationshintergrund 6%.
Experten zufolge gibt es in diesen Unternehmen ein hohes, noch nicht ausgeschöpftes Ausbildungspotenzial. Gerade Unternehmer ausländischer Herkunft haben einen Fachkräftebedarf, der zusätzliche sprachliche und kulturelle Kenntnisse voraussetzt. Ausbildung wäre dabei der effizienteste Weg für die Gewinnung der eigenen Nachwuchskräfte. Darüber hinaus haben diese Unternehmer eine ausgesprochene Vorbildfunktion in die jeweiligen Nationalitätengruppen hinein. Sie sind Vorbilder für die Jugendlichen und ihre Eltern.
Einer der Hauptgründe für Zurückhaltung der Unternehmer und Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund bei der Ausbildung ist ein Mangel an Informationen über Vorteile und Funktionsweise der dualen Ausbildung in Deutschland. Viele Betriebsinhaber glauben, nicht ausbilden zu dürfen. Die Ausbildungskosten, Angst vor hohem bürokratischen Aufwand sowie fehlende formale Ausbildungseignung spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle.
Hier geht's zum Good Practice-Beispiel.
Koordinierungsstelle - Ausbildung in Ausländischen Unternehmen (URL: http://www.jobstarter.de/de/114.php)
(URL: http://www.jobstarter.de/de/1919.php)