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Werkstattgespräch: Regionalentwicklung nachhaltig fördern - Oktober 2009 (Ausgewählter Menüpunkt)
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Dokumentation des Werkstattgesprächs vom 14. und 15. Oktober 2009
Wie das möglich ist, war Thema des Werkstattgesprächs. Rund 30 Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien diskutierten innovative Konzepte zur Nutzung regionaler Ressourcen und identifizierten Erfolgsfaktoren für die Fachkräftesicherung in Betrieben dieser Zukunftsbranche. Hierbei ging es vor allem darum, Vorschläge zu erarbeiten, wie neue branchenspezifische Anforderungen in die Aus- und Weiterbildung integriert werden können.
Auch bot sich ein Blick in die Praxis eines Bioenergiedorfs. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten bei einer Führung durch das Bionenergiedorf Rai-Breitenbach die Gelegenheit, sich mit der Funktionsweise eines Biomassenheizkraftwerks und eines Nahwärmenetzes auseinander zu setzen, lernten die Vorteile des Strohballenbaus kennen und konnten sich darüber informieren, welches Know-how beim Verbauen von Stroh erforderlich ist.
Mit der Energiegewinnung aus Holzhackschitzeln, Pflanzenöl und Sonne spart der Ort jährlich ungefähr 650.000 Liter Heizöl und reduziert den Co2-Ausstoß um ca. 2.000 Tonnen pro Jahr. "Die gesamte Region profitiert von diesem Projekt", erklärte Horst Stapp den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Führung. "Die Rohstoffe - Holzhackschnitzel und Rapsöl - stammen aus der Region. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Dieser regionale Ansatz ist wichtig, da auf diese Weise Regionen gestärkt werden können", so Stapp.
Dass es darauf ankomme, Wege zu finden, wie die neuen Anforderungen im Bereich der Erneuerbaren Energien in die berufliche Aus- und Weiterbildung integriert werden können, betonte auch Dr. Heike Pieplow. "Erneuerbare Energien werden in der Wertschöpfung eine immer größere Rolle spielen." Rai-Breitenbach sei ein gutes Beispiel dafür, wie durch intelligente Technik, entsprechendes Know-how und Management ein Ort mit Bioenergie versorgt werden kann. "In Zukunft werden jedoch Systemlösungen wie zum Beispiel in der Stadt Dongtan bei Shanghai, die Energieversorgung mit dem Recycling von Müll und Abwasser kombinieren, an Bedeutung gewinnen. Auch in Deutschland gibt es bereits Versuche, Systemlösungen umzusetzen, zum Beispiel das "Zero-Emissions-Village Weilerbach in der Westpfalz." Ohne gut qualifizierte Schlüsselakteure könnten solche innovativen Projekte jedoch nicht umgesetzt werden.

Rai-Breitenbach-Entstehungsgeschichte und Umsetzungswege
Vortrag von Horst Stapp, Vorsitzender der Betreibergesellschaft des Bioenergiedorfes Breuberg/Rai-Breitenbach
Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Werkstattgesprächs, die an der Dorfführung nicht teilnehmen konnten, hatten die Gelegenheit, das Bioenergiedorf Rai-Breitenbach kennenzulernen. Horst Stapp berichtete über seine Entstehungsgeschichte und erklärte die Funktionsweise des Biomasseheizkraftwerks. Download [PDF - 992,0 kB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Praesentation_Rai-Breitenbach_Stapp.pdf)

Vortrag von Susanne Körner, Fachverband für Strohballenbau
Susanne Körner gab einen Einblick in die Strohballenbauweise. Sie erläuterte die Vorteile des Strohballenbaus und die verschiedenen Möglichkeiten, Stroh zu verbauen, und zeigte auf, über welches Know-how Fachkräfte bei dieser Bauweise verfügen müssen. Download [PDF - 4,61 MB] (URL: http://www.jobstarter.de/_media/Praesentation_Strohbau_Koerner.pdf)

Moderation: Christa Oberth, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Expertenrunde:
Michael Braner, Quint sdi GmbH Systeme für die Druckindustrie, Hesseneck
Martin Fuhr, Berufliches Schulzentrum Odenwald
Werner Germann, Germann GmbH, Brensbach
Elisabeth Kohlhauf, Bürgerstiftung Energiewende Oberland
Hardy Merz, INBAS GmbH
Peter Momper, Bioenergieregion Mittelhessen
Roland Nagl, JOBSTARTER-Projekt " Dual ++"
Jörg Dürr-Pucher, Clean Energy, Radolfzell
Michael Schäfer, Schäfer - Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien GmbH, Dotternhausen
Reinhard Selka, Branchenkampagne des BMBF
Florian Voigt, BrEnergO GmbH, CLEO - Cluster Erneuerbare Energien Odenwald
Durch die Entwicklung innovativer Technologien, die einen nachhaltigen Umgang mit regionalen Ressourcen ermöglichen, sind neue Tätigkeitsfelder entstanden und neue branchenspezifische Anforderungen an die Fachkräfte erwachseb, die durch die berufliche Aus- und Weiterbildung nicht immer abgedeckt werden können.
Diese und andere Themen waren Schwerpunkt der Diskussionsrunde mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien.
Ausschnitte aus der Diskussionsrunde
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(URL: http://www.bioenergiedorf-odenwald.de/deutsch/aktuell/)
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(URL: http://www.wege-zum-bioenergiedorf.de/bioenergiedoerfer.html)