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Migrantengeführte Unternehmen bilden unterdurchschnittlich aus. Nur etwa jeder siebte Selbstständige mit ausländischen Wurzeln leitet einen Ausbildungsbetrieb. KAUSA will die Ausbildungsbeteiligung von Migrantenunternehmen in Deutschland erhöhen.
Unternehmen von Migrantinnen und Migranten und ihren Nachfahren spielen für den Wirtschaftsstandort Deutschland eine immer wichtigere Rolle. Die Auswertung des Mikrozensus 2008, die zum ersten Mal den Migrationshintergrund berücksichtigte, ergab, dass rund 623.000 Personen aus dieser Bevölkerungsgruppe ihren eigenen Betrieb gegründet haben. An der Spitze stehen die rund 82.000 türkischstämmigen Selbstständigen, gefolgt von rund 55.000 mit polnischem, 43.000 mit italienischem und 35.000 mit süd- und südostasiatischem Hintergrund. Schon heute arbeiten über eine Millionen Menschen in einem solchen Betrieb.
Doch während die Zahl der Unternehmen nicht-deutscher Herkunft und ihrer Mitarbeiter stetig wächst, ist ihre Beteiligung an der dualen Ausbildung relativ niedrig. Durchschnittlich bildet jeder vierte Betrieb in Deutschland aus, von den Selbstständigen mit Migrationshintergrund hingegen schätzungsweise nur jeder siebte. Der Hauptgrund ist ein Mangel an Information. Gerade diejenigen, die durch den eigenen Werdegang nicht oder nur wenig mit dem deutschen Bildungssystem vertraut sind, wissen häufig nicht, dass sie ausbilden können. Hinzu kommen bürokratische Hemmnisse und finanzielle Bedenken.
Hier will KAUSA Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit Partnern aus Politik, Industrie, Handel, Handwerk und Verwaltung entwickelt KAUSA Strategien und Maßnahme, um mehr Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund für die duale Ausbildung zu gewinnen und so die Zahl der Ausbildungsplätze für alle Jugendlichen, gleich welcher Herkunft zu erhöhen.