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Zu Beginn des Jahres 2010 wurden durch offizielle Erklärungen etwa zeitgleich zwei JOBSTARTER-Ausbildungsnetzwerke besiegelt: Die "JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe" (JIPA) und das Bündnis "Partner für Ausbildung Rhein-Ruhr" (PARR) sind besonders schlagkräftige Kooperationsformen für mehr Ausbildung in ihren jeweiligen Regionen. Beide haben typische Entstehungsgeschichten und beeindruckende Erfolgsbilanzen, die weiteren Regionen den Weg weisen könnten.
Im Dezember 2003 gab es in Ostwestfalen-Lippe (OWL) lediglich ein einziges Projekt von STARegio, dem Vorgängerprogramm von JOBSTARTER: die "Verbundausbildung OWL" der GILDE-Wirtschaftsförderung in Detmold. Doch der Blick ins Umland des Teutoburger Waldes zeigte: Es gab weitere "Einzelkämpfer" in Warendorf und Korbach. Im Sommer 2004 wurden zudem Projekte in Soest und Bielefeld gegründet. Jedes von ihnen hatte das Ziel, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Naheliegende Fragen tauchten auf: "Wie machen wir das und wie die anderen? Können wir uns ergänzen und voneinander lernen?" Diese Fragen brachten das Projektträger-Team von GILDE auf die Idee, sich mit den anderen Projekten zusammenzusetzen und auszutauschen.
So trafen sich auf Initiative des Projekts "Verbundausbildung OWL" gegen Ende des Jahres 2004 die Mitarbeiter der fünf Projekte zu einem ersten Kennenlernen. Es stellte sich heraus: Jeder konnte von den Erfahrungen des anderen profitieren. Noch während der STARegio-Laufzeit entwickelte sich die Runde zu einem festen Kern von fünf Projektträgern. Das gegenseitige Vertrauen wuchs, der Erfahrungsaustausch wurde intensiver und jeder konnte einen praktischen Nutzen aus den regelmäßigen Gesprächen ziehen. Mit der Zeit kamen zwei weitere Träger aus Minden und Detmold hinzu, die sich jedoch nach Projektende aus dieser Runde wieder verabschiedeten. STARegio ging zu Ende, aber die Runde der "fünf Standhaften" blieb bestehen. Sie entwickelte Strategien für die Zukunft und stellte neue Projektanträge.
Alle fünf Mitglieder der Kernmannschaft stellten für ihre Region JOBSTARTER-Anträge und waren erfolgreich. Die gemeinsame Runde traf sich regelmäßig und wurde erweitert. Kooperation und Austausch zwischen den Teilnehmern des Netzwerkes wurden intensiver und vielfältiger, etwa in Form von gemeinsamen Messeauftritten in Westfalen-Lippe. Mittlerweile beteiligten sich sechs Projekte mit acht Trägern an dem Netzwerk. Der Ertrag der Zusammenarbeit: Gemeinsam haben die Projekte seit 2004 in Westfalen-Lippe rund 1400 Ausbildungsplätze geschaffen.
Im Sommer 2009 entstand die Idee, dieses Netzwerk mit einer Erklärung zu festigen, um "gemeinsam für Westfalen Lippe mehr zu erreichen." Im Dezember schloss sich die Universität Bielefeld als erster Partner aus der Hochschullandschaft dem Netzwerk an. Bei einer Feierstunde in der Handwerkskammer Ostwestfalen zu Bielefeld fand am 26. Januar 2010 die "Hochzeit" statt. Dabei unterzeichneten nicht weniger als neun Institutionen die gemeinsame Kooperationserklärung. JIPA war geboren - die JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe.
Auch in der Region Rhein-Ruhr kooperieren Projektträger schon länger erfolgreich: Bereits seit 2004 arbeiten dort ehemalige STARegio- und heutige JOBSTARTER-Träger in einem Ausbildungsnetzwerk zusammen. Es dient allen Beteiligten dazu, Synergien bei der Akquisition und Besetzung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen zu schaffen und so bessere Ausbildungsstrukturen zu fördern. "Daher war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung für uns zwar ein kleiner, aber bedeutender Schritt zur Bündelung unserer gemeinsamen Anstrengungen", so Sylvia Becker vom Berufsfortbildungswerk des DGB (bfw), einem der zehn Netzwerkpartner.
Dieser bedeutsame Schritt wurde in entsprechender Atmosphäre gefeiert: Im Gelsenkirchener Nordsternpark unterzeichneten die zehn Projektträger am 5. Februar 2010 feierlich die Kooperationserklärung der "Partner für Ausbildung Rhein-Ruhr" (PARR). Zuvor hatte der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski die Schirmherrschaft für das Netzwerk und die geplante Veranstaltung übernommen.
Die Gäste waren schon bei der Ankunft beeindruckt vom Veranstaltungsort, dem ehemaligen Zechengelände Nordstern. Es wird heute als Landschafts- und Gewerbepark genutzt und steht symbolhaft für den Aufbruchsgedanken im Ruhrgebiet. Der Schauplatz war für die Feierstunde nicht zufällig gewählt, denn diesen Geist des Aufbruchs verkörpert auch das Netzwerk in seiner Arbeit: Bisher wurden im PARR-Netzwerk bereits 680 Ausbildungsplätze geschaffen, von denen über 400 besetzt werden konnten. Allein schon diese Zahlen führten den Gästen der Veranstaltung und der Presse vor Augen, welchen Wert derartige Ausbildungsnetzwerke besitzen. So diente die Netzwerk-Vereinbarung auch der Öffentlichkeitsarbeit.
PARR und JIPA: Beide Netzwerke setzen Maßstäbe für eine erfolgreiche Kooperation, die auch in Zukunft die Kompetenzen der einzelnen JOBSTARTER-Projekte bündeln und durch Synergieeffekte mehr gemeinsamen Nutzen bringen wird. Weitere Netzwerke sind eingeladen, diesem guten Beispiel zu folgen.
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(URL: http://www.jobstarter.de/_media/JOBSTARTER-Erklaerung_JIPA.pdf)
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(URL: http://www.jobstarter.de/_media/JIPA_gemeinsamer_Flyer.pdf)
[PDF - 780,8 kB]

(URL: http://www.jobstarter.de/_media/PARR_Kooperationserklaerung.pdf)
Sechs Projekte haben 2008 dieses Netzwerk gegründet. (URL: http://www.jobstarter.de/de/945.php)
[PDF - 1,69 MB]

(URL: http://www.jobstarter.de/_media/Verbundausbildung_in_Lippe.pdf)