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2011 (Ausgewählter Menüpunkt)
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"Bildung gemeinsam gestalten - Transfer und Nachhaltigkeit sichern": In diesem Tagungsmotto waren bereits einige der wichtigsten Schlüsselbegriffe der JOBSTARTER Fachtagung Stiftung & Fundraising enthalten. Denn bei knappen Ressourcen sind vor allem die kleinen und mittleren Stiftungen in der Berufsbildungsarbeit dazu gezwungen, ihr Wirken mit innovativen Mitteln auf langfristige Grundlagen zu stellen und so ihre Arbeitsergebnisse zu sichern. In Berlin ging es am 10. Februar 2011 um die besten Wege zu diesem Ziel.

Das gut gefüllte Logenhaus in Berlin
Das Tagungsthema "Bildung gemeinsam gestalten - Transfer und Nachhaltigkeit sichern" bewegte offensichtlich viele, die sich in Stiftungen und Projekten für eine verstetigte Berufsbildung engagieren. Zur JOBSTARTER Fachtagung Stiftung & Fundraising waren rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den großen Saal des AVZ im Berliner "Logenhaus" gekommen - deutlich mehr als ursprünglich angenommen.
Als Einstimmung sahen sie den JOBSTARTER-Film, der eindrucksvolle Erfolgsbeispiele von Projekten zur Ausbildung in Betrieben zeigt. Für Anke Plättner, Korrespondentin des WDR aus dem ARD Hauptstadtstudio und Moderatorin der Veranstaltung, wies die Tagung eine Parallele zu einer Szene aus dem Film auf: Ein Maurermeister rät seinem Auszubildenden, einmal einen Schritt von seinen gerade gemauerten Steinen zurückzutreten und so "das ganze Bild" zu sehen. "So hilft auch diese Tagung, über den regionalen Horizont der Projekte hinauszublicken und die gesamte Landschaft der Stiftungsarbeit in der Berufsbildung im Zusammenhang zu betrachten."
Kornelia Haugg, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), eröffnet die JOBSTARTER-Stiftungskonferenz
Neben der vielfach gelungenen Schaffung von Ausbildungsplätzen durch JOBSTARTER müssten Unternehmen dabei unterstützt werden, auch in den Folgejahren weiter auszubilden, so Haugg. Es gelte daher, frühzeitig Netzwerkpartnerinnen und -partner einzubinden. Diese könnten Serviceangebote für Betriebe - etwa Externes Ausbildungsmanagement - von JOBSTARTER-Projekten übernehmen.
Als Instrument der Verstetigung hob Haugg vor allem die BMBF-Initiative "Bildungsketten" hervor, bei der eine nachhaltige Verzahnung von Schule, Übergangssystem und Ausbildung förderbedürftige Jugendliche bis zum erfolgreichen Berufsstart führt.
Um mehr Nachhaltigkeit von Stiftungsprojekten der Berufsbildung trotz knapper Kassen, um Netzwerkbildung mit Wirtschaft und Politik sowie beispielhafte Fundraising-Ansätze ging es anschließend in fast allen Diskussionen. Diese Themen beherrschten vor allem das Round-Table-Gespräch und die drei Fachforen der Konferenz.
Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)
Dazu gehören aus ihrer Sicht erstens "mentale" Probleme: Während Stiftungen manchmal eine gewisse Arroganz gegenüber dem Staat zeigten und ihn insgeheim lediglich als Geldgeber ihrer "Leuchtturmprojekte" ansähen, bremsten wiederum die staatlichen Verwaltungen Projekte oft durch zähe und schwerfällige Strukturen aus. Hier sei auf beiden Seiten ein "großer Mentalitätswandel" notwendig, um erfolgreich zu kooperieren.
Zweitens bestehe auf beiden Seiten ein riesiges Wissensdefizit über die Motivationen und Arbeitsweisen des jeweils anderen, über Zwänge und Routinen der Gegenseite. Auch das schmälere die Aussichten auf eine erfolgreiche Kooperation.
Drittens seien die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein produktives Verhältnis zwischen Staat und Stiftung immer noch von einer "Zuwendungs-Mentalität" der Staatsbürokratie geprägt, die es zu überwinden gelte, weil sie keine Partnerschaft auf Augenhöhe ermögliche.
Viertens klafften auf Stiftungsebene Wirklichkeit und Illusion in der Selbsteinschätzung der eigenen Kooperationswilligkeit oftmals auseinander: Auch Stiftungen seien heute quasi in einen marktwirtschaftlichen Wettbewerb eingebunden und gehalten, Alleinstellungsmerkmale herauszuheben, sich selbst zu professionalisieren und sich von anderen abzuheben. Dies scheint die Zusammenarbeit zwischen kleineren, auf Fundraising angewiesene Stiftungen eher zu erschweren.
Als Fazit dieser vier Praxis-Probleme betonte Kahl, nur wenn die Dimensionen des "Wollens, Könnens und Müssens" auf beiden Seiten in Übereinstimmung gebracht würden, seien erfolgreiche Vernetzungen zwischen Stiftungen und Partnern möglich. Eine der wichtigsten Voraussetzungen sei es in jedem Fall, dem Partner keine "fertigen" Konzepte vorzulegen oder seine Rolle im Stillen schon festgelegt zu haben, sondern Vorhaben gemeinsam zu entwickeln mit Respekt und Anerkennung der Rolle, die die jeweils andere Seite hat. Dabei sollte sich die vorherrschende Misstrauenskultur durch mehr Wissen über den jeweils anderen und im Prozess gemeinsamen Arbeitens in eine Kultur des Vertrauens ändern. Dass das gelingt, dafür gibt es viele gute Beispiele.
Kernpunkte der Diskussion finden Sie hier
Forum 2: Kleine und mittlere Stiftungen stärken
Forum 3: Gelungene Projekte nachhaltig verankern
Volker Grünewald (JOBSTARTER) schließt die Veranstaltung mit Kooperationsangeboten
Grünewald wies auch auf das StiftungsForum für berufliche Bildung hin, das für weitere Stiftungen offen stehe. Bisher sind ca. 50 Stiftungen der Einladung des BMBF und des JOBSTARTER Programmbereichs Stiftungen und Fundraising gefolgt. Die nächste Sitzung des StiftungsForums findet am 28. Juni 2011 bei der Dr. Reinold Hagen Stiftung in Bonn statt. In diesem Sinne verabschiedete Grünewald die Anwesenden mit dem Ausblick: "Wir sehen uns wieder!"
(URL: http://www.jobstarter.de/de/3309.php)
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(URL: http://www.jobstarter.de/de/3325.php)
(URL: http://www.jobstarter.de/de/3304.php)
(URL: http://www.jobstarter.de/de/3307.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.logenhaus.de/)
[PDF - 1,28 MB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/Jobstarter_Flyer_Stiftungen_2011_Z6.pdf)
[PDF - 9,74 MB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/SHK_Handwerk_stiftet_Zukunft_web.pdf)
[PDF - 629,5 kB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/IHK_Potsdam-Fachkraefte_fuer_Brandenburg.pdf)