Handwerksbetriebe und Schulen vernetzen sich für mehr Berufsorientierung. Initiator ist das JOBSTARTER-Projekt "Hildesheimer Handwerk macht Schule". Mit einem Fachnachmittag zum Thema "Nachwuchssicherung durch aktive Berufsorientierung" besiegelte die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen die ersten neun Kooperationen von Handwerksbetrieben mit Schule und demonstrierte damit den Erfolg des Projektes in Hildesheim.
Jürgen Herbst, Präsident der Handwerkskammer und Ute Sandtvos, Projekt-und Abteilungsleiterin Berufliche Bildung, machten bei der Begrüßung deutlich, warum sich die Handwerkskammer dafür einsetzt, die Rahmenbedingungen für Ausbildung im dualen System möglichst optimal zu gestalten. Herbst hielt fest: "Ausbildung ist in unseren Handwerksbetrieben kein Selbstzweck, sondern dient der Stärkung der Region und der Infrastruktur vor Ort." Um über die Nachwuchssicherung und Strategien für mehr und bessere Berufsorientierung der Jugendlichen zu diskutieren, waren Vertreter der allgemein- und berufsbildenden Schulen, der Bundesagentur für Arbeit sowie Obermeister und Lehrlingswarte des Handwerks gekommen.
Professor Schröder machte in seinem Vortrag deutlich, dass Probleme in der Beruflichen Bildung und der Fachkräftemangel nur als Gemeinschaftsaufgabe gelöst werden können. Nicht nur der Übergang der Jugendlichen in die Berufsausbildung, sondern auch der Wechsel der Schülerinnen und Schüler an die weiterführenden und berufsbildenden Schulen erfolge häufig sehr undifferenziert und planlos. Die Berufsorientierung müsse deshalb schon früh in der Schule durch Praktika und Unterrichtsinhalte unterstützt werden. Von Verbesserungen beim Übergang von der Schule in den Beruf profitierten nicht nur die jungen Menschen, sondern auch die regionale und sektorale Wirtschaftsentwicklung. "Effektive Kooperationen zwischen Partnern setzen planvolle Konzepte und stabile organisatorische Strukturen voraus", betonte Schröder.
Dieses Ziel verfolgt auch die Geschwister-Scholl-Schule, die als erste Bildungseinrichtung die Kooperation mit JOBSTARTER an der Schule umsetzte. Ihre Kooperationspartner haben sich zu Betriebsbesichtigungen, Praktikumsplätzen, gemeinsamen Veranstaltungen und regelmäßigen Gesprächen verpflichtet.

Die Kooperationen sind geschlossen. Die Partner aus Schule und Wirtschaft mit dem JOBSTARTER-Team
Die Kooperation unterzeichneten feierlich:
Wolfgang Schatte, kommissarischer Schulleiter der Geschwister-Scholl-Schule in Himmelsthür, zeigte sich dankbar im Namen seiner Schülerinnen und Schüler. Er sagte, die Schule wolle die Zusammenarbeit nutzen, um den Jugendlichen den direkten Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und betonte: "Wichtig ist der persönliche Kontakt."
Am Ende des Fachnachmittages gab es viel positive Resonanz für das JOBSTARTER-Team. "Es muss einiges für Berufsorientierung getan werden, um den Nachwuchs zu sichern und ich freue mich, dass das in Hildesheim der Fall ist", stellt auch Professor Dr. Rudolf Schröder heraus.
Mareike Lindner
Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen
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