Unternehmer des Monats Januar: Chancen machen Chefs - Igor Matahlija

Im Jahr 1999, mit 29 Jahren, kam Igor Matahlija nach Deutschland - der Liebe wegen. Aus diesem Neubeginn sind ihm mittlerweile nicht nur zwei Söhne erwachsen. Auch sonst lebt der Kroate nach der Devise, dass man Chancen ergreifen müsse, wenn sie sich bieten.

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Igor Matahlija betreibt mit seiner Frau die Kantine Parkdeli.

Seine findet Igor Matahlija in der Gastronomie. "Die Branche bedeutet körperlich und geistig harte Arbeit", sagt der 41-jährige Unternehmer. Das gilt auch für seine Kantine im Technologiepark Bergisch-Gladbach, in der zu Stoßzeiten 300 Mittagessen in der Stunde ausgegeben werden.

An harte Arbeit ist der Kroate zeit seines Lebens gewöhnt. Mit 14 Jahren entschloss er sich zu einer Lehre in Elektrotechnik, arbeitete danach in der väterlichen Metzgerei auf der kroatischen Insel Rab, daneben in Hotels und Restaurants. Auf einer Gastronomieschule lernte er das Kochen. Die Ausbildung, sagt er im Rückblick, verschaffe aber nur den Einstieg, "nur den Rahmen, denn nach der Schule fängt die berufliche Entwicklung erst richtig an".

2001 - nach nur zwei Jahren in Deutschland - ergriff Matahlija mit seiner Frau Sandra die Chance zur Selbstständigkeit, und die beiden übernahmen ein Bistro in dem Technologiepark. 2007 pachteten sie zusätzlich die Kantine Parkdeli.

Ausbilden und selbst lernen

Heute beschäftigt der Familienvater einen festen Koch, zwei Teilzeitbeschäftigte, zehn Aushilfskräfte und drei Auszubildende, die im Rahmen eines Verbunds bei ihm ihre Lehrzeit absolvieren. Zwei von ihnen lernen als Koch und Köchin, eine junge Frau ist angehende Restaurantfachkraft. Seit 2008 bildet Matahlija im Parkdeli aus.

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Diese und andere leckere Speisen bietet Igor Matahlija seinen Gästen an.

Dazu gebracht hat ihn das JOBSTARTER-Projekt AiM - Ausbildung in Migrantenbetrieben RheinBerg bei der Caritas RheinBerg. "Ich kannte das duale System nicht, habe aber sofort zugesagt", erinnert er sich.

Auch für ihn selbst ist es das wichtigste, unentwegt zu lernen. "Lernen kann man vor allem aus Erfahrung, und nur durch Erfahrung kann man auch Fehler vermeiden", sagt er. Und in der Selbstständigkeit lasse es sich eben besonders gut lernen. "Durch Verantwortung bekommt man die Freiheit, die man für Kreativität braucht."

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    Migrantinnen und Migranten gründen Unternehmen und bilden aus - JOBSTARTER PRAXIS Band 5

    2010, 253 Seiten
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