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In diesem Werkstattgespräch wurden Pro und Contra der Verbundausbildung (§10, Abs. 5 BBiG) mit Expertinnen und Experten der Wirtschaft, Politik und aus den JOBSTARTER-Projekten diskutiert.
Das JOBSTARTER-Programm fördert die Initiierung und Organisation von Verbundausbildung als Ausbildungskonsortium, als Auftragsausbildung und ebenso die Unterstützung von Leit- und Partnerbetrieben. Auch wird die Organisation von grenzüberschreitenden Ausbildungen mit einem europäischen Partner unterstützt. Laufende und schon abgeschlossene Projekte aus den Bundesprogrammen STARegio und JOBSTARTER konnten beim Aufbau von Verbundausbildung wertvolle Erfahrungen sammeln.
Pro Verbund .
Auch wenn Verbundausbildung nicht neu ist, so hat sie in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie wird zunehmend eine Möglichkeit der Ausbildung für Betriebe, die nicht alle Ausbildungsinhalte abdecken können oder die gemeinsam in neuen, innovativen Branchen ausbilden wollen. Sie kann durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Ausbildungsträger (z.B. Kommunen, öffentlich geförderte Einrichtungen und Betriebe) saisonale Schwankungen in der Auftragslage ausgleichen und auch Kleinstbetrieben und Existenzgründern den Einstieg in die Ausbildung ermöglichen.
. und Contra
Trotz vieler positiver Erfahrungen gibt es eine Reihe ernstzunehmender Bedenken gegenüber der Verbundausbildung:
Viele Betriebe scheuen die Zusammenarbeit mit konkurrierenden Unternehmen in der Ausbildung. Andere wiederum fürchten einen zu hohen Organisationsaufwand und sehen den Ausbildungsablauf gefährdet. Auszubildenden wird durch die Vielzahl der Lernorte ein hohes Maß an Mobilität abgefordert und insbesondere Jugendliche mit Förderbedarf sind von dieser Form der Ausbildung überfordert. Nicht zuletzt wird die Verbundausbildung z. T. dazu genutzt, Ausbildungsvergütungen drastisch abzusenken oder große Abschnitte außerbetrieblich zu vermitteln, d. h. das Instrument zur Förderung neuer betrieblicher Ausbildungsstrukturen bringt Nebenwirkungen mit sich - eine partielle Aufweichung der bestehenden Ausbildungskultur.
Ziele des Werkstattgespräches
Hier wurden das Pro und Contra der Verbundausbildung diskutiert, Möglichkeiten und Grenzen definiert. Anhand der Erfahrungen der JOBSTARTER-Projekte, die die Verbundausbildung in ihren Regionen umsetzen, wurde gemeinsam überlegt, wie ein Transfer positiver und tragfähiger Ansätze in andere Regionen erfolgen kann. Darüber hinaus wurde herausgearbeitet, ob die bestehenden Förder- und Beratungsstrukturen/-angebote für Verbundausbildungen auf den Bedarf der Betriebe zugeschnitten sind.
Termin: 10. Mai 2007
Zeit: 10:30 bis 15:30 Uhr (für einen Mittagsimbiss ist gesorgt)
Ort: Handwerkskammer Hamburg, Holstenwall 12, 20355 Hamburg, Seminarraum 207
[PDF - 74,3 kB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/070328_Einladung_WG__Verbund_allgemein.pdf)
[PDF - 31,1 kB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/070510_Anmeldeformular.pdf)
[PDF - 80,2 kB]
(URL: http://www.jobstarter.de/_media/anfahrtsskizze_hwk_hamburg.pdf)