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Regionalkonferenz am 14. März 2007 in Hamburg (Ausgewählter Menüpunkt)
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Im Rahmen der sechsten Regionalkonferenz "Aktiv für Ausbildungsplätze", die am 14. März 2007 in der Handelskammer Hamburg stattfand, wurden die in Hamburg etablierten zahlreichen Aktivitäten zum Thema Ausbildung in Migrantenunternehmen gebündelt präsentiert.
Die Bemühungen, gezielt Unternehmer mit Migrationshintergrund zu mehr Ausbildung zu bewegen, reichen in Hamburg bis in die Anfänge der 90er Jahre zurück. Im Jahr 1998 wurde in Hamburg auf Anregung und mit Unterstützung der Handelskammer die Arbeitsgemeinschaft türkischer Unternehmer (ATU e.V.) gegründet, die u.a. die Akquise von Ausbildungsplätzen in Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft als Ziel verfolgt. Ab dem 1. April 2007 wurden die Bemühungen um Ausbildungsplätze nochmals forciert. Im Rahmen des JOBSTARTER-Projektes "Weitblick" konzentriert sich ein spezialisiertes Team bei ATU e.V. ganz auf die Gewinnung von Ausbildungsplätzen in Hamburger Unternehmen mit Migrationshintergrund.
Pressekonferenz und Begrüßung
Die hohe Priorität, die das Thema Integration am Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Hamburg genießt, wurde schon während der Pressekonferenz im Vorfeld der Veranstaltung deutlich. Neben dem Schirmherrn Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie den unmittelbaren Veranstaltern, nahm auch der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Ole von Beust daran teil. Entsprechend groß war auch das Interesse der Medien.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Andreas Storm, regte an, die wachsende Wirtschaftskraft von Unternehmern ausländischer Herkunft verstärkt für die Berufsausbildung zu nutzen. "Ihre Zahl hat sich bundesweit seit den 1990er Jahren auf rund 300.000 Unternehmen fast verdoppelt", so Storm. Er kündigte zu diesem Thema die anhaltende Unterstützung durch das BMBF - Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER an.
Eröffnungsrede des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung Andreas Storm
Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust ermutigte Unternehmer mit ausländischer Herkunft, sich mehr für die berufliche Ausbildung einzusetzen: "Damit geben Sie jungen Menschen - auch mit Migrationshintergrund - eine echte Chance, beruflich Fuß zu fassen. Und Sie helfen aktiv dabei, die Arbeitslosenrate unter jungen Leuten weiter zu senken."
Viele ausländische Unternehmen hätten bisher noch keine Erfahrungen mit dem deutschen Ausbildungssystem und wüssten oft nicht, dass sie selbst ausbilden könnten, sagte Andreas Bartmann, Vizepräses der Handelskammer Hamburg. "Wir werden in unserer diesjährigen Lehrstellenkampagne die Gewinnung von Ausbildungsplätzen bei migrantischen Betrieben in den Fokus unserer Aktivitäten rücken und mit Informationen und Beratung zur Seite stehen." Gemeinsam könnten die Voraussetzungen geschaffen werden, dass diese Betriebe mehr ausbilden und damit vielen Jugendlichen helfen würden, denen vielleicht sonst keiner eine Chance gebe, so Bartmann weiter.
Eröffnungsrede des Vizepräses der Handelskammer Hamburg
Auch Unternehmer ausländischer Herkunft machten deutlich, dass spezifische Beratungsangebote ein guter Weg seien, sie von den Vorteilen einer dualen Berufsausbildung zu überzeugen. So sieht es auch die Hamburger Geschäftsstellenleiterin des niederländischen Unternehmens TNT und ehrenamtliche Erste Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft türkischer Unternehmer und Existenzgründer e.V. (ATU) Aygül Özkan: "Information und individuelle Unterstützung sind der Schlüssel zu einer höheren Ausbildungsbeteiligung dieser Zielgruppe. Die ATU akquiriert jedes Jahr mehr als 100 Ausbildungsplätze bei Unternehmen, die von Migranten geführt werden. Dies gelingt uns durch unsere umfassende Betreuung der Betriebe", so Özkan, die selbst türkischer Herkunft ist.
Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung und Andreas Bartmann, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, hießen die zahlreichen Teilnehmer der Regionalkonferenz willkommen. Andreas Storm stellte dabei die Förderinstrumente des Ausbildungsstrukturprogramms JOBSTARTER des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF vor, die u.a. dazu eingesetzt werden können, den Unternehmern den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern. "Im Rahmen von JOBSTARTER haben wir rund zwei Millionen Euro für solche Projekte speziell für Migrantenbetriebe bereitgestellt, und allein hierfür haben wir eine Zusage von 700 zusätzlichen Ausbildungsplätzen", so Storm. Das Ziel sei, 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in Unternehmen mit Migrationshintergrund bis zum Jahr 2010 zu gewinnen.
Andreas Bartmann begrüßte ausdrücklich die bundesweite Konferenzinitiative "Aktiv für Ausbildungsplätze" und kündigte an "dieses Thema immer mehr in die öffentliche Diskussion zu bringen". Die Handelskammer bringe sich mit allem Know-how und vollem Engagement in die heutige Veranstaltung ein, so Bartmann weiter.
Die Teilnehmer des moderierten Erfahrungsaustausches zum Thema "Ausbildung"
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist
waren sich darüber einig, dass Ausbildung eine lohnende Investition ist und erläuterten dies anhand eigener Erfahrungen.
Kübra Emegen ist die einzige weibliche Auszubildende in einem Kfz-Betrieb. Der Inhaber des Unternehmens hat auch wie Kübra Emegen selbst einen türkischen familiären Background. Ferdi Güran wird zum Fachinformatiker in einem deutschen Unternehmen aus der Finanzbranche ausgebildet. Beide haben ihre Ausbildungsplätze über die Vermittlung durch Hamburger Projekte bekommen. Bei Kübra Emegen war es der ATU e.V. Ferdi Güran wurde von der BQM - Koordinierungsstelle Berufliche Qualifizierung für jugendliche Migrantinnen und Migranten vermittelt. Beide sehen den eigenen Migrationshintergrund als eine Bereicherung für die berufliche Kariere. "Man bringt ja auch andere Eindrücke, andere Traditionen mit, einen anderen Hintergrund, und ich sehe das als durchweg positiv, wenn man das einbringen kann", so Ferdi Güran.
Auch die Unternehmer sehen positive Synergien für das Unternehmen, wenn die Mitarbeiter aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen. "Wir merken, dass sich dadurch eine ganz interessante Mischung ergibt. Man reagiert bspw. auf bestimmte Problemstellungen mit mehr Flexibilität", betonte Aygül Özkan.
Aygül Özkan leitet die Niederlassung des niederländischen Unternehmens TNT-Post in Hamburg und engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand des ATU e.V. Das Unternehmen bildet derzeit sechs Jugendliche aus, viele Mitarbeiter und Auszubildende von TNT bringen einen Migrationshintergrund mit.
"Warum bilden Sie aus?", möchte der Moderator von Aygül Özkan wissen. "Ja, warum bilden wir aus? Weil dieser Bereich im Moment ja gar keine freien Fachkräfte hat. Die Deutsche Post AG hat jahrelang für sich ausgebildet, viele befinden sich jetzt im Beamtenstatus. Als Wettbewerber müssen wir für eigenen Nachwuchs sorgen und dabei eigene Ausbildungsinhalte kreieren, die mit unserer Unternehmenskultur korrespondieren".
Ejder Tatar studierte Volkswirtschaftslehre, arbeitete als Dolmetscher, war in der Gastronomie und als Sozialarbeiter tätig. Vor fünf Jahren eröffnete er ein Lebensmittelgeschäft und begann auch gleich mit der Ausbildung. "Ich habe Mitarbeiter und Auszubildende, wir sind fünf bis acht Mitarbeiter zu verschiedenen Zeiten", berichtete er. Ejder Tatar sieht als eine große Entlastung für die Unternehmer, wenn die potentiellen Auszubildenden über ein Projekt bzw. eine Institution vermittelt werden. So könne er schon im Vorfeld wichtige Informationen über die Person erfahren, denn die Schulnoten allein hielte er für weniger aussagekräftig. Als Chef eines kleinen Betriebes, der sich um alles selbst kümmern muss, habe er wenig Zeit, um bspw. das zeitraubende Auswahlverfahren selbst durchführen zu können. "Es ist sehr willkommen, dass kleine Betriebe in dieser Hinsicht intensiv betreut werden, dass man diese Betriebe anspricht und nach deren Wünschen und Erfordernissen die Kandidaten sucht. Wichtig ist, dass der Match passt."
Volker Enkerts, Geschäftsführer der Flextime-Zeitarbeit GmbH, vertrat auf dem Podium die Handelskammer Hamburg, wo er als Sprecher der Arbeitgebergruppe im Berufsbildungsausschuss wirkt. Er rief die Unternehmer auf, sich schon heute um die Fachkräfte von morgen zu kümmern. Seine Prognose: "Wir Unternehmer werden ab 2008 erleben, dass wir uns um gute Auszubildende auf dem Auszubildendenmarkt schlagen werden".
Während der Diskussion wurde auch auf die Kosten-Nutzen-Relation der Ausbildung eingegangen. "Die Kosten in Höhe von ungefähr 15.000 - 17.000 EUR pro Azubi je nach Beruf sind da", bestätigten die Unternehmer. Aygül Ozkan sehe es aber als eine sinnvoll getätigte Investition: "Natürlich ist eine Ausbildung immer eine Investition, so muss man das sehen. Wenn ich jetzt in PCs oder in Softwareprogramme investiere, da muss ich auch jemanden dransetzen, der programmiert, und irgendwann, wenn das Programm steht, habe ich einen Output. Ich bekomme dann etwas zurück und optimiere somit meinen Ablauf und habe letztendlich einen Vorteil. Mit Menschen verhält es sich ähnlich. Zunächst muss ich investieren; das bedeutet vielleicht drei Jahre oder zwei Jahre, je nach Ausbildungsberuf. Natürlich habe ich in der Zwischenzeit auch eine Arbeitskraft, die für mich auch was tut, aber erst nach der Ausbildung zahlt sich das voll aus."
Auch das Publikum im Saal nahm rege am Erfahrungsaustausch teil. Ein Unternehmer wollte auf der Stelle wissen, ob er ausbilden dürfe. Er habe Angst als Ausbilder nicht geeignet zu sein, so der Unternehmer.
Der anregende Meinungsaustausch fand auch nach der Pause statt. Beim moderierten Fachgespräch "Strategien für die Zukunft" ging es um die Darstellung laufender Aktivitäten zur Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung sowie um Entwicklung gemeinsamer Strategien, wie diese Aktivitäten in weitere Folgemaßnahmen oder Aktionspläne zu integrieren sind und wie diesem wichtigen Thema neue Impulse und noch mehr Schubkraft zu verleihen ist. In Hamburg gebe es ca. 12.000 Unternehmen (eine genaue Einschätzung ist wegen der bekannten statistischen Probleme nicht möglich), deren Inhaber ausländischer Herkunft sind.
Teilnehmer:
Moderation: Burkhard Plemper, Journalist
Aktives Handeln gepaart mit der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter, die oft selbst einen Migrationshintergrund mitbringen, so lautet das Erfolgrezept von Mehmet Keskin: "Natürlich kann man uns im Zeitalter des Internets auch online besuchen und kontaktieren, ebenfalls bekannt sind wir bei der Arbeitsagentur. In der Handelskammer sind wir einmal in der Woche mit einem Beratungsplatz vertreten. Aber das Wichtigste: Unsere Mitarbeiter gehen einfach raus; sie gehen direkt in die Unternehmen und werben dort persönlich für die Duale Ausbildung. Einfach zu warten bis die Unternehmer aus uns zukommen, wäre zu wenig, wir handeln aktiv." ATU steht Unternehmern mit der breiten Palette an Dienstleistungen zur Seite, wie persönliche Beratung und Betreuung, Suche nach dem passenden Auszubildenden, etc. Mehmet Keskin sagte, er halte solche bewährten Angebote insgesamt für förderlicher und vor allem nachhaltiger als eine direkte Geldförderung für die Schaffung eines Ausbildungsplatzes.
Zu einer der wichtigsten Zukunftsaufgaben zähle er eine positive Imagebildung für Ausbildungsbetriebe in der Öffentlichkeit. "Die Migrantenbetriebe brauchen Anerkennung und verdienen diese", betonte Keskin. Diesem Wunsch stimmte auch Hülya Eralp, Vertreterin der Beratungs- und Koordinierungsstelle zur beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten BQM, zu und ging dabei auch auf konkrete Beispiele ein: "In Zusammenarbeit mit dem ATU e.V. haben wir bspw. einen 15-minütigen Film gedreht, in dem sich sowohl Unternehmer als auch Jugendliche mit Migrationshintergrund zum Thema Ausbildung äußern", berichtete sie. BQM hat neben den unmittelbaren Qualifizierungsaufgaben auch weitere Tätigkeitsfelder im Bereich der Vermittlung sowie Multiplikatoren- und Lobbyarbeit.
Auch Rolf Steil, Leiter der Hamburger Agentur für Arbeit, hält viel von der positiven Berichtserstattung über die von Migranten geführten Betriebe. Die Agentur konnte bspw. vor kurzem einen türkischen Getränkegroßhändler in den Medien zeigen. "Das sind kleine Anerkennungsversuche, die dann aber eine ganz ordentlich mediale Breitenwirkung entfalten", so Steil. Unternehmen ständen nicht direkt im Mittelpunkt der Aktivitäten der Agentur für Arbeit; das Engagement konzentriere sich insbesondere auf die, die Arbeit oder einen Ausbildungsplatz suchen. Nichtsdestotrotz sei es wichtig an einem Strang zu ziehen. "Wir werben auch überall, wo es geht, für Ausbildung." Zu den laufenden Aktivitäten zähle er u.a. auch die Herausgabe eines Ratgebers zum Thema "Ausbildung".
Hans Nauber, Abteilungsleiter in der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, erklärte zunächst, dass auf Grund der demographischen Entwicklung in der Zukunft deutlich mehr zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden sollten. "Die demographische Entwicklung macht deutlich, welch großer Handlungsbedarf in den nächsten Jahren hier in Hamburg entsteht. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit, bspw. im Rahmen des JOBSTARTER-Projektes Ausbildungsmoderation, wo alle relevanten Akteure, die mit dem Thema Ausbildung zu tun haben, zusammenwirken. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund dürfen dabei nicht vernachlässigt werden", so Hans Nauber. Der Anteil von jungen Menschen (0-25 Jahre) mit Migrationshintergrund liegt in Hamburg bei 42% Prozent. Das ist der höchste Anteil aller Bundesländer. "Und wenn man doch noch weiß, dass diese Gruppe vielfältige Probleme hat von der Qualifikation bis dahin, dass sie auch wesentlich schwerer einen Ausbildungsplatz bekommt, dann wird deutlich, dass hier ein gesellschaftspolitisches Problem liegt." Hans Nauber kündigte auch weitere Aktivitäten seitens des Senats an: "Es wird verstärkt durch Arbeitsgruppen und mit allen beteiligten Akteuren zusammen der Versuch gemacht, in Hamburg ein so genanntes kohärentes Fördersystem auf die Beine zu stellen." Dabei sollen auch die vorhandenen Angebotsstrukturen optimiert, vernetzt und auf unnötige Doppelungen überprüft werden.
Matthias Hartmann von der Handwerkskammer Hamburg bezifferte das Potenzial der Handwerksbetriebe, die von ausländischen Unternehmern geführt werden, auf rund 2500 Betriebe.
Diese möchte die Handwerkskammer verstärkt über ein JOBSTARTER-Projekt "Pro Ausbildung und Lehrstellen im Handwerk (PAULiH)" ansprechen. "Wir waren jetzt über mehrere vom BMBF geförderte Projekte in der Lage, auf die Betriebe zuzugehen und für Ausbildungsplätze zu werben, und werden das jetzt in der neuen Phase in einem JOBSTARTER-Projekt auch mit ausländischen Unternehmern machen. Wir werden auch externes Ausbildungsmanagement anbieten, aber wir möchten vor allen Dingen mit den Betrieben ins Gespräch kommen; wir gehen hin zu den Betrieben und sprechen sie persönlich an", so Hartmann an.
Armin Grams, Vertreter der Handelskammer Hamburg, wies darauf hin, dass die Kammer durchaus aktiv bei der Akquise agiere. 15 feste und vier temporäre Kammermitarbeiter besuchen pro Jahr ca. 3000 Betriebe. Im vergangenen Jahr konnten 8773 Ausbildungsverhältnisse neu eingetragen werden, was einer Steigerung von etwa 7,2% gegenüber dem Vorjahr entspreche. Dabei wurden 21% von diesen neu eingetragenen Ausbildungsplätzen mit Bewerbern mit Migrationshintergrund besetzt. Bei dem Programm der Erstqualifizierung liege der Migrantenanteil sogar bei rund 33%. "Im Laufe der diesjährigen Lehrstellenkampagne wird die Handelskammer einen Fokus auf die Unternehmer mit Migrationshintergrund haben", so Grams weiter.
Ausblick und Zusammenfassung
Thomas Schierbecker, Handelskammer Hamburg, zog ein Fazit der Regionalkonferenz. Er stellte zunächst fest, dass in Hamburg dichte und gut aufgestellte Netzwerke existieren, die bereits seit vielen Jahren arbeiten und sowohl Beratung für Betriebe als auch Hilfe für Jugendliche anbieten. "Wir bauen hier in Hamburg nicht auf Sand oder müssen gar neu aufbauen. Wir haben die ATU, BQM, Unternehmer ohne Grenzen, wir haben die Kammern, die Arbeitsagentur, die Behörde für Wirtschaft und Arbeit, und sie alle haben einen Fokus in diesem Bereich".
Darüber hinaus zählte er die im Laufe der Diskussion genannten Hürden auf dem Weg zu mehr Ausbildungsplätzen in Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft auf, wie bspw. fehlende Erfahrungen mit dem deutschen Ausbildungssystem, mangelndes Bewusstsein darüber, dass man im eigenen Unternehmen selbst ausbilden darf, Scheu vor dem vermeintlichen Aufwand und den Kosten, Angst keinen passenden Auszubildenden zu finden und mit allen Verwaltungsproblemen allein gelassen zu werden, etc. Diese Hürden sollen in der Zukunft durch weitere Optimierung der Beratungsangebote minimiert werden. Es gilt die Bestrebungen aller Hamburger Akteure zu intensivieren. Folgende Handlungsempfehlungen wurden daraus abgeleitet: