Verbundausbildung

Verbundausbildung

Informieren Sie sich hier über das Thema Verbundausbildung - und welche Vorteile für Betriebe und Jugendliche damit verbunden sind. (URL: #)

 

Aufwertung von Verbundausbildung durch das Berufsbildungsgesetz

Die Förderung von Verbundausbildung wurde durch das Berufsbildungsgesetz vom 1. April 2005 deutlich aufgewertet. Im Gesetz wurde aufgenommen, dass mehrere natürliche oder juristische Personen in einem Ausbildungsverbund zusammenwirken können.
Die Verantwortlichkeit für die einzelnen Ausbildungsabschnitte sowie für die Ausbildungszeit insgesamt muss dabei sichergestellt sein (§ 10 Abs. 5). Dieses wird unterstützt durch den § 27 Abs. 2, in der eine Ausbildungsstätte auch dann als geeignet gilt, wenn die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nicht im vollen Umfang im eigenen Betrieb, sondern auch durch Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte vermittelt werden.

Einige Vorteile von Verbundausbildung für Betriebe & Jugendliche

Durch das Einbeziehen spezialisierter Klein- und Mittelbetriebe in die Ausbildung ist Verbundausbildung gleichzeitig besonders geeignet, einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung von neuen und neu geordneten Ausbildungsberufen und bei der Verbesserung der Ausbildungsqualität zu leisten.

Verbundausbildung sichert den Betrieben gut ausgebildete Fachkräfte, für die Jugendlichen erhöht sich die Chance auf einen dauerhaften Arbeitsplatz durch die Kontakte zu mehreren Betrieben bereits in der Ausbildung.

Das hohe qualitative Niveau der Verbundausbildung eröffnet selbst für Betriebe, die ohne Verbundpartner ausbilden können, eine zusätzliche Perspektive hochwertiger Ausbildung, indem beispielsweise junge Unternehmen aus der IT-, Medien- oder Dienstleistungsbranche zur Ausbildung motiviert und - je nach Bedarf - bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung unterstützt werden.

Unter qualitativen Gesichtspunkten lassen sich die Vorteile von Verbundausbildung so zusammenfassen:

  • Verbundausbildung in Betrieben mit hoher technologischer Spezialisierung erweist sich als geeignetes Instrument, rechtzeitig auf Qualifikationsanforderungen von morgen vorzubereiten. Hier besteht ein Potential zur Verbesserung der Qualität beruflicher Bildung, das bislang noch nicht erschöpfend genutzt wird.
  • Das Kennenlernen unterschiedlicher Betriebe im Rahmen eines Ausbildungsverbundes erweitert die fachliche und soziale Kompetenz der Auszubildenden. Was im Handwerk früher die Wanderjahre bezweckten, kann hier auf andere Weise während der Ausbildung erreicht werden.
  • Unterschiedliche Betriebsabläufe mit ebenso unterschiedlichen fachlichen Anwendungsformen und Einzelheiten der Ausbildungsinhalte vermitteln ein breiteres Spektrum an fachlicher Kompetenz, als ein Einzelbetrieb es in der Regel leisten kann.
  • Indem das Lernen unter wechselnden personellen, räumlichen und lernorganisatorischen Rahmen-
    bedingungen erfolgt, werden zugleich günstige Voraussetzungen für die Entwicklung fachübergreifender und sozialer Kompetenzen geschaffen, insbesondere die Fähigkeit, kooperativ in Arbeitsgruppen zusammenzuarbeiten.

Vorteile ergeben sich dabei ebenso für die Jugendlichen wie für die Betriebe:

Die Chance auf einen Arbeitsplatz bzw. auf eine gut ausgebildete Fachkraft im Verbund ist höher als sonst.

Hier finden Sie auch Ergebnisse aus dem JOBSTARTER-Partnerprogramm STARegio:

STARegio-Tagungsdokumentation & STARegio-Broschüren bieten Anregungen für die Praxis Die Ergebnisse der Transferveranstaltungen und die reflektierten Erfahrungen der STARegio-Projekte sind in der Online-Dokumentation Transferveranstaltungen ,Kooperative Ausbildungsformen' publiziert worden.

Die Broschüre Gestaltung von Ausbildungsverbünden gibt Anregungen und praxisbezogene Hilfen für die Ausbildung im Verbund, beginnend bei der Auswahl des richtigen Verbundpartners bis hin zur Organisation und Koordination des laufenden Verbundes. Zusätzlich werden erfolgreiche Beispiele aus der Verbundpraxis beschrieben.
Der Rechtsratgeber enthält eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der einzelnen Verbundmodelle, Musterverträge sowie Checklisten zu Organisation und Gestaltung der Ausbildung.

Gute Gründe für Verbundausbildung

Das STARegio-Projekt "Ausbildungsnetz Clenze" der Samtgemeinde Lüchow hat eine ansprechende und informative Broschüre zur Verbundausbildung veröffentlicht. Hier werden erfolgreiche Beispiele aus der Praxis anhand der Erfahrungen von Auszubildenden und Betrieben in einer strukturschwachen Region vorgestellt.

Das STARegio-Projekt der gfw im Kreis Warendorf  hat von April 2004 bis März 2007 von den 150 geschaffenen Ausbildungsstellen 48 als betriebliche Verbundausbildungen initiiert und begleitet. Die Broschüre "Ausbilden im Verbund - 12 Verbundausbildungsbetriebe im Portrait" stellt im Sinne einer Best-Practice-Sammlung zwölf Betriebe vor und beschreibt die jeweiligen Kooperationsmodelle. Die Beispiele zeigen die Vorzüge dieser Ausbildungsform und dienen als Anreiz und Anregung für Betriebe, durch Verbundausbildung zusätzliche Ausbildungsstellen zur Vergügung zu stellen.

Hier geht's zum Good Practice-Beispiel.

 

  • JOBSTARTER-Bündnisse: Vereinte Kräfte, mehr Erfolg

    Zu Beginn des Jahres 2010 wurden durch offizielle Erklärungen etwa zeitgleich zwei JOBSTARTER-Ausbildungsnetzwerke besiegelt: Die "JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe" (JIPA) und das Bündnis "Partner für Ausbildung Rhein-Ruhr" (PARR) sind besonders schlagkräftige Kooperationsformen für mehr Ausbildung in ihren jeweiligen Regionen. Beide haben typische Entstehungsgeschichten und beeindruckende Erfolgsbilanzen, die weiteren Regionen den Weg weisen könnten.
    [mehr] (URL: http://www.jobstarter.de/de/2541.php)
  • Netzwerke & Verbünde

    Der Programmbereich Netzwerke & Verbünde sichert den Erfahrungsaustausch von JOBSTARTER-Projekten zu den Themen Verbundausbildung, Ausbildungsnetzwerke, europäische Ausbildungskooperationen und Potenzialanalysen.
    [mehr] (URL: http://www.jobstarter.de/de/130.php)

Ansprechpartner

  • Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung

    • Robert-Schuman-Platz 3
    • 53175 Bonn
    • Leiter Programmbereich Projektförderung
    • Guido Kirst
    • Telefonnummer: 0228/107-1933
    • E-Mail-Adresse:
    • JOBSTARTER-Regionalbüro Nord - Wissenschaftliche Mitarbeiterin
    • Evelyn Borsdorf
    • Telefonnummer: 05844/97 11 172
    • E-Mail-Adresse:

Publikationen

  • Verbundausbildung - vier Modelle für die Zukunft ID = 1340

    Titelbild der Publikation

    JOBSTARTER PRAXIS - Band 6

    2011, 164 Seiten
    Bestell-Nr.: 30641

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 4,59 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/jobstarter_praxis_band_sechs.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

Förderung/Durchführung

Europäische Union

Programmdurchführung:

Logo des Bundesinstituts für Berufsbildung

JOBSTARTER wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union.