Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration: Ausbildung jetzt!

Selbstständige mit Migrationshintergrund für die Berufsausbildung gewinnen, die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen erhöhen und Eltern über die berufliche Ausbildung informieren: Das sind die Ziele von KAUSA.

In einem Architekturbüro erklärt ein Mann einer Auszubildenden etwas.

Sie kommen nach Deutschland, gründen Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze: Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund sind eine wachsende Gruppe in der Wirtschaft. Zu ihnen gehört zum Beispiel Naime Doğan, die als 13-Jährige aus der Türkei nach Deutschland kam. Heute beschäftigt sie 600 Menschen in ihrem Unternehmen „Doma Reinigungsdienstleistungen GmbH“.

Ebenso der Iraner Amir Roughani, der sich in Deutschland im Bereich Fahrzeugelektronik selbstständig machte und heute ein Unternehmen mit 350 Angestellten führt. Oder der in Riga geborene Vladimir Papkov, der in Hamburg ein russisch-deutsches Businesscenter eingerichtet hat und dort russische Geschäftsideen in die deutsche Sprache übersetzt.

Die Ausbildungsbeteiligung erhöhen

Naime Doğan, Amir Roughani und Vladimir Papkov sind nur drei Beispiele der rund 743.000 in Deutschland tätigen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund (Quelle: Mikrozensus 2013). Gemeinsam geben sie rund zwei Millionen Menschen eine Arbeit.

Die Ausbildungsbeteiligung der Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund hat sich in den letzten Jahren zwar erhöht, jedoch liegt sie weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt von 21,3 Prozent aller Betriebe mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2014).

Ihre Ausbildungsbeteiligung  zu erhöhen ist ein Ziel der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration, kurz KAUSA. Seit 2006 fördert JOBSTARTER KAUSA Projekte, die Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund über die duale Berufsausbildung in Deutschland informieren.

Sie beraten die Selbstständigen zum Einstieg in die Ausbildung, begleiten sie bei Bedarf bei der Durchführung und unterstützen sie in der Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen, Kammern und anderen Institutionen. Insgesamt haben die 41 KAUSA-Projekte bis März 2013 über 9.000 Ausbildungsplätze überwiegend in Migrantenunternehmen geschaffen.

Seit Oktober 2013 fördert das Programm JOBSTARTER in verschiedenen Städten Deutschlands KAUSA-Servicestellen, die unter Einbeziehung relevanter Akteure der betrieblichen Ausbildung nachhaltige Unterstützungsstrukturen für Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund aufbauen und umsetzen.

Wie genau die Unterstützung aussehen kann, sehen Sie in unserem JOBSTARTER-Film:

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung in Migrantenbetrieben