13.09.2012

„Gemeinsam sind wir stark!“ Netzwerk für Ausbildung – Nachhaltiges Wirken in der Region

„Gemeinsam sind wir stark!“ – unter diesem Motto steht die Arbeit der JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe (JIPA). Das Ziel: dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Vermittlung von Jugendlichen in eine Berufsausbildung fördern.


Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Jugendliche in Ausbildung zu bringen, müssen Schulabgängerinnen und -abgänger auf die verschiedenen Möglichkeiten einer Berufsausbildung aufmerksam gemacht und schon während der Schulzeit in der Berufsorientierung unterstützt werden. Auch die Unternehmen müssen sich der veränderten Situation auf dem Ausbildungsmarkt anpassen und dabei unterstützt werden, Auszubildende zu gewinnen und sie erfolgreich zu einem Ausbildungsabschluss zu führen.

Die Mitglieder der JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe (JIPA) sind am 13. September 2012 in Bielefeld zusammengekommen, um Erfahrungen und Erkenntnisse der Projektinitiativen auszutauschen sowie eine Erklärung zur weiteren Zusammenarbeit nach Projektende zu unterschreiben. Dazu trafen sich knapp 50 regionale Akteure der Berufsbildung aus der Region Ostwestfalen-Lippe, darunter Projektleitende und -mitarbeitende sowie Firmeninhaberinnen und -inhaber, Auszubildende und Ausbildende, zum Erfahrungsaustausch und zu Diskussionen über die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung vom JOBSTARTER-Regionalbüro West in Zusammenarbeit mit den sieben JOBSTARTER-Projekten, die sich zur JIPA-Initiative zusammengeschlossen haben.

Alle ziehen an einem Strang

Im Fokus der Veranstaltung stand der Austausch über erfolgreiche Strategien und Methoden bei der Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen und der Ausweitung des betrieblichen Ausbildungsplatzangebotes durch Netzwerke. Sowohl Guido Kirst von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), der in seiner Eröffnung die besondere Bedeutung von regionalen Zusammenschlüssen herausstellte, als auch die anwesenden Unternehmer, Auszubildenden und Mitarbeitenden der JOBSTARTER-Projekte stellten fest: Eine langfristige und nachhaltige Verbesserung auf dem Ausbildungsmarkt kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen und gemeinsam für die Region arbeiten.

Seit 2004 sind die verschiedenen JOBSTARTER-Projekte im JIPA-Netzwerk zusammen tätig. Gemeinsam blicken sie auf eine erfolgreiche Projektarbeit zurück, wie nicht nur die drei im Praxistalk anwesenden Auszubildenden plastisch schilderten. Durch die Anstrengungen der Netzwerk-Mitarbeitenden konnte z.B. Herr Wegener trotz schlechter Schulnoten eine Ausbildung zum Maurer beginnen, und auch seine Ausbilderin wurde davon überzeugt, dass manchmal erst der zweite Blick zum „Wunsch-Auszubildenden“ führt. Frau Rademacher, Vertreterin des Verbandes OWL Maschinenbau, betonte die Notwendigkeit, dem Fachkräftemangel, der auch bald die Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) erreichen wird, entgegenzuwirken.

Es wird weitergehen

Trotz demografisch bedingter rückläufiger Schulabgänger- bzw. Bewerberzahlen muss also das Ziel, die Ausbildungsstruktur zu verbessern, nachhaltig verfolgt werden. Regionale Netzwerke, wie die JOBSTARTER-Initiative Pro Ausbildung Westfalen-Lippe, sind hierfür unerlässlich. Nur durch gemeinsame Anstrengungen, auch über Projektlaufzeiten hinaus, kann der Übergang insbesondere von benachteiligten Jugendlichen in eine betriebliche Ausbildung gewährleistet und dem drohenden Fachkräftemangel in den Regionen entgegengewirkt werden.

Daher haben sich die Mitglieder der Initiative JIPA mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Kooperationserklärung bereit erklärt, auch in Zukunft – über den von JOBSTARTER geförderten Projektzeitraum hinaus – ihre Arbeit fortzusetzen, um damit einen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildungsstruktur in OWL zu leisten.

JOBSTARTER-Regionalbüro West, Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) e.V.