05.12.2012 | Berlin

KAUSA Medienpreis 2012: „Macht sie sichtbar – Bildungswege von Migrantinnen und Migranten“

Am 5. Dezember 2012 wurden in Berlin zum dritten Mal junge Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten mit dem KAUSA Medienpreis geehrt.


Ausgezeichnet wurden neun journalistische Beiträge, die außergewöhnliche oder erfolgreiche Bildungswege von Menschen mit Migrationshintergrund schildern und so der Öffentlichkeit bekannt machen. Die Preisverleihung fand im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt.

In unserem Multimedia-Dossier finden Sie alle Höhepunkte der Preisverleihung. Erfahren Sie, wer gewonnen hat und welche Geschichten die Protagonisten zu erzählen haben. Die nominierten Journalistinnen und Journalisten sprechen außerdem über das Thema Integration in den Medien.

Guter JOB, weiter so: Der KAUSA Medienpreis 2012

Das sind die Gewinner des KAUSA Medienpreises 2012

„Das war Teamarbeit“ – Gewinner und Protagonisten im Interview

„Medien bilden nicht ab, was in der Gesellschaft passiert“ – Im Gespräch mit den Nominierten

Damit sie nicht im Verborgenen bleiben: Protagonisten im Rampenlicht

Der KAUSA Medienpreis 2012 in Bildern


Guter Job, weiter so: Der KAUSA Medienpreis 2012

steht am Rednerpult
Baha Güngor, Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle, hielt mehrere Laudationes.

Momente voller Witz, Spannung und Rührung: Das war der KAUSA Medienpreis 2012. Bei der Preisverleihung in Berlin wurden neun Journalistinnen und Journalisten für ihre ausgewogene Berichterstattung ausgezeichnet.

Baha Güngör stützt die linke Hand auf das Rednerpult, mit der rechten Hand zeichnet er einen Pfeil in Richtung Boden und zurück. „Man fühlt sich in die eigene Vergangenheit hineingetaucht und wieder herausgezogen.Fast alle Beiträge haben mich an etwas erinnert“, sagt er dabei.

Er meint damit, dass es Elemente in den Geschichten von Menschen mit Migrationshintergrund gibt, die sich wiederholen: Abweisung, Diskriminierung und Kampf, aber auch Anerkennung, Respekt und Erfolg.

Im Abendprogramm

Moderator Mitri Sirin auf der Bühne mit einem Mikrofon in der Hand.
ZDF-Moderator Mitri Sirin leitete 2012 zum dritten Mal durch die Preisverleihung.

Anerkennung, Respekt, Erfolg – diese und viele weitere positive Schlagwörter aus den nominierten Beiträgen waren auf den Boden des Hauses der Bundespressekonferenz geklebt. Mit dem Preis werden junge Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ausgezeichnet, die außergewöhnliche oder erfolgreiche Bildungswege von Menschen mit Migrationshintergrund schildern und so der Öffentlichkeit bekannt machen.

„Ich freue mich über die stärkere Gewichtung der Preisverleihung – wir haben es ins Abendprogramm geschafft.“ Mit diesen Worten eröffnete ZDF-Moderator Mitri Sirin die Veranstaltung.

Ob Scherze über Goldfische in den Schuhen, nachdem er in den Teich gestolpert war, oder Angebote, dem Publikum die Schuhe zu putzen – Sirin sorgte für witzige und unterhaltsame Momente und leitete locker durch das Programm.

Kultureller Reichtum

Schavan am Rednerpult, links von ihr die Startseite ihrer Powerpoint-Präsentation
Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan hielt die Eröffnungsrede.

„Irgendwann muss es einmal so sein, dass es keinen Unterschied macht, ob jemand einen Migrationshintergrund hat oder nicht“, sagte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan in ihrer Eröffnungsrede.

Das Ziel sei es – und diese Aussage entspricht dem Wunsch der anwesenden Journalistinnen und Journalisten –, dass die Differenzierung zwischen Menschen ohne und Menschen mit Migrationshintergrund wegfalle.

Für Deutschlands gesellschaftliche Entwicklung ist Integration von zentraler Bedeutung, wie Bundesbildungsministerin Schavan außerdem feststellte: „Es ist ganz wichtig, dass wir viele Geschichten öffentlich machen, aus denen deutlich wird, wie viel Potenzial in einer Gesellschaft steckt, die kulturell so reich ist wie in Deutschland.“

„Guter Job, weiter so.“

Ein Paar steht in Tanzposition auf der Bühne, beide tragen Schwarz, der Zopf der Frau fliegt
Das Ensemble frei.wild bei seiner improvisierten Theaterperformance

Herzstück der Veranstaltung war die Übergabe der Preise an die jungen Journalistinnen und Journalisten. Kornelia Haugg (Abteilungsleiterin beim Bundesministerium für Bildung und Forschung), Baha Güngör (Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle), Ulf Poschardt (stellvertretender Chefredakteur bei der Welt-Gruppe) und Martin Kilgus (stellvertretender Redaktionsleiter von SWR International) hielten die Laudationes und händigten die gläsernen Trophäen sowie die Urkunden an die neun Gewinnerinnen und Gewinner aus.

Lesen Sie hier, wer gewonnen hat.

Zwischen den einzelnen Preis-Kategorien nahm das Ensemble frei.wild mit ihrem Improvisations-Theater vorher Gesagtes aufs Korn. Sie zitierten Bildungsministerin Schavan, die Laudatoren und Moderator Sirin in ihren Sketchen.

Auch auf die nominierten Beiträge nahmen sie ironisierend Bezug, gängige Klischees über Menschen mit Migrationshintergrund wurden überspitzt dargestellt. Schließlich sangen sie eine Lobeshymne auf alle Journalistinnen und Journalisten: „Deine Arbeit macht uns froh, guter Job, weiter so.“

Beiträge zeigen, wie Integration gelingt

Drei Männer in Anzug an Kontrabass, Saxophon und Gitarre vor einem Weihnachtsbaum
Die Combo walking on by ließ den Abend mit jazzigen Melodien ausklingen.

Im Rahmen der Veranstaltung gab es außerdem Live-Musik von der Combo walking on by sowie eine Ausstellung, in der alle Gewinnerbeiträge auf iPads nachgelesen bzw. nachgehört werden konnten.

Die fünf nominierten Printbeiträge wurden zusätzlich auf großen Aufstellern abgedruckt. Dadurch konnten sich die Gäste auch ein Bild von den nominierten Beiträgen machen, die an diesem Abend keinen Preis erhielten. Insgesamt waren aus 80 eingereichten Arbeiten 15 nominiert.

Fünfzehn Arbeiten, die zeigen, wie Integration gelingen kann. Der KAUSA Medienpreis will diesen Geschichten zu mehr Öffentlichkeit verhelfen und die jungen Journalistinnen und Journalisten ermutigen, objektiv und ausgewogen über Menschen zu berichten, die auf sehr unterschiedliche Weise ihren Weg gegangen sind.


Das sind die Gewinner des KAUSA Medienpreises 2012

stehen mit ihren Trophäen in der Hand auf der BühneBildzoom
Die Gewinnerinnen und Gewinner des KAUSA Medienpreises 2012 v.l.n.r.: Jens Tönnesmann, Suana Meckeler, Anorte Linsmayer, Arne Schulz, Heike Mohr, Hadija Haruna, Arta Ramadani, Thorsten Karbach, Kristin Oeing

Ob Texte über kreative Unternehmensgründer, Podcasts über außergewöhnliche Karrieren oder Berichte über kämpfende Mütter – die Gewinnergeschichten waren fundiert recherchiert, lebendig erzählt und berührten das Publikum. Hier sind die Gewinner.

Strahlende Augen, lachende Gesichter und eine spürbare Anspannung auf den Plätzen – die Gewinner des KAUSA Medienpreises erkannten ihren Beitrag bereits während der Laudatio durch die Jurymitglieder. Nach den Trailern, die dem Publikum die ausgezeichneten Beiträge in Auszügen vorstellten, nahmen die Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten zusammen mit ihren Protagonisten ihre Preise entgegen. Neben einer Urkunde erhielten sie eine gläserne Trophäe und ein Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro.

Über kreative Unternehmensgründer – die Gewinner der Kategorie Print/Online

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V.l.n.r.: Jens Tönnesmann, Thorsten Karbach, Kristin Oeing

Eine vierseitige Reportage in der WirtschaftsWoche, kontroverser Titel Innovation statt Imbissbude – das ist der erstplatzierte Artikel. Jens Tönnesmann erzählt von Unternehmern mit Migrationshintergrund, die mit kreativen Ideen Unternehmen gegründet und Arbeitsplätze geschaffen haben. Er zeigt auf lebendige Weise, dass Selbstständige mit Migrationshintergrund einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor für Deutschland darstellen.

Den zweiten Preis erhielt Thorsten Karbach, der an einer Aachener Schule drei Lehrkräfte mit Migrationshintergrund getroffen hat. „Sie sind kulturelle Brückenbauer“, sagte Karbach über seine Protagonisten. Doch verstanden haben diesen Vorteil noch nicht alle Schulen.

Damit die Chemie in der Schule stimmt, veröffentlicht in der Aachener Zeitung, setzt sich kritisch mit der Besetzung von Lehrerstellen auseinander.

„Vor dem Kunden ist sie nie in Eile, obwohl sie unter Zeitdruck arbeitet“, beschrieb Kristin Oeing Sehnaz Korkmaz. Oeing hat die Altenpflegerin bei ihrer Arbeit begleitet und auch Kenan Can, den Gründer eines interkulturellen Pflegedienstes, porträtiert. So ist ihr mit Altern in der Fremde, erschienen in der Stuttgarter Zeitung, ein wunderschöner Beitrag über ein sensibles Thema gelungen.

Über außergewöhnliche Karrieren – die Gewinner der Kategorie Hörfunk

V.l.n.r.: Heike Mohr, Arne Schulz, Hadija HarunaBildzoom
V.l.n.r.: Heike Mohr, Arne Schulz, Hadija Haruna

„Ich war sehr positiv überrascht, dass meine Protagonisten mitgekommen sind. Aber es hat mich auch etwas unter Druck gesetzt. Daher habe ich mir sehr gewünscht, einen Preis zu gewinnen.“ Und es war gleich auch noch der 1. Preis, den Heike Mohr an diesem Abend entgegennahm. Die Bonnerin wurde für den Beitrag Hauptschülerin wird Hauptschullehrerin ausgezeichnet. Abrufbar bei der Deutschen Welle berührt der Podcast seine Hörer mit vielen O-Tönen von Schülerinnen und Schülern.

Über den zweiten Preis in der Kategorie Hörfunk freute sich Hadija Haruna. Die Journalistin aus Frankfurt am Main dankte auf der Bühne insbesondere ihren Protagonisten: „Danke für das Selbstverständnis, das zu sagen, was wir hier theoretisch diskutieren.“

Ihr Beitrag YOU FM feiert 50 Jahre Türken in Deutschland ist ein einzigartiges Hörexperiment, bei dem O-Töne und Musik ineinanderlaufen.

Der dritte Preis ging an Arne Schulz für den NDR-Beitrag Migrantenquote im öffentlichen Dienst – Vorbild Hannover. Über seine Recherche sagte der 25-Jährige: „Die Stadt Hannover hat ihr Potenzial gar nicht erkannt. Ich musste ihnen erst erklären, dass ihre Quote etwas Besonderes ist.“ Schulz hat es geschafft, das verkopfte Thema lebendig zu gestalten – nicht zuletzt dank seiner aufgeweckten Protagonisten Murat Atak und Hülya Çelik.

Über kämpfende Mütter – die Gewinner der Kategorie Fernsehen

V.l.n.r.: Suana Meckeler, Anorte Linsmayer, Arta RamadaniBildzoom
V.l.n.r.: Suana Meckeler, Anorte Linsmayer, Arta Ramadani

In der Kategorie Fernsehen setzte sich Arta Ramadani mit ihrem Beitrag Schlau und trotzdem ,nur' Hauptschule durch. Für 3sat schilderte die 31-jährige Reporterin den Kampf der Familie Gökce um eine angemessene Schulempfehlung. Mittlerweile besucht Gökhan die siebte Klasse einer Realschule und findet alle Fächer toll, wie er auf der Bühne erzählte.

Ein Kampf der etwas anderen Art zeigt die Gewinnerin des zweiten Preises, Anorte Linsmayer. In eindrücklicher Intensität schildet Linsmayer den mühsamen und harten (Bildungs-)Weg des Tamilen George Dias.

Der WDR-Beitrag Georges Aufstieg – von McDonalds zum Bio-Lehrer zeigt, wie sich Dias vom Fast-Food-Verkäufer zum Biologie-Lehrer hocharbeitet.

„Danke für Ihre Höflichkeit und an alle Deutschländer, ihr seid so nett“ – so bedankten sich Nilofar und Arzoo Yousofi für den dritten Preis, den die Journalistin Suana Meckeler für ihren TV-Beitrag Eine Erfolgsstory erhielt. Für RTL berichtete Meckeler sensibel über die Flucht der Familie Yousofi aus Afghanistan und den unglaublichen Bildungsweg der beiden Schwestern.


„Das war Teamarbeit“ – Gewinner und Protagonisten im Interview

Die drei Erstplatzierten v.l.n.r.: Heike Mohr, Jens Tönnesmann, Arta RamadaniBildzoom
Die drei Erstplatzierten v.l.n.r.: Heike Mohr, Jens Tönnesmann, Arta Ramadani

Heike Mohr, Arta Ramadani und Jens Tönnesmann sind die Erstplatzierten des KAUSA Medienpreises 2012. Zusammen mit ihren Protagonisten erzählen sie im Interview, wie die Beiträge entstanden sind und was sie am anderen besonders beeindruckt hat.

Hinter den Erstplatzierten des KAUSA Medienpreises stehen starke und interessante Persönlichkeiten – ihre Protagonisten. Nach der Preisverleihung gaben sie gemeinsam Interviews.

Interview I: Jens Tönnesmann und Roman Engel
Interview II: Heike Mohr und Leyla Dilbaz
Interview III: Arta Ramadani, Cemile und Gökhan Gökce

Interview I: Jens Tönnesmann, Gewinner der Kategorie Print/Online, und Roman Engel

Herr Tönnesmann, Sie schreiben über Unternehmensgründer mit Migrationshintergrund. Wie sind Sie auf das Thema gekommen?

Jens Tönnesmann: Ich schreibe über Gründerthemen und dabei ist mir immer wieder dieses Klischee begegnet, dass Menschen mit Migrationshintergrund bestenfalls Imbissbuden gründen. Meine eigenen Erfahrungen waren aber andere. Ich habe Leute kennengelernt, die Unternehmen aufgebaut haben und die sehr innovative Dinge entwickeln: zum Beispiel eine Serviettenfaltmaschine, ein Onlinespiel oder einen Übersetzungsservice.

Erzählen Sie uns etwas über die beiden Protagonisten, die Sie heute zur Preisverleihung begleiten.

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Jens Tönnesmann, Xiang Wang und Roman Engel auf der Bühne.

Jens Tönnesmann: Roman Engel und Xiang Wang haben beide sehr interessante Biografien: Roman zum Beispiel kommt ursprünglich aus Kasachstan und hat mir erzählt, dass er als Kind schon versucht hat mit einem Koffer einen Computer zu bauen und ihn das Faszinierende am Computer seitdem nicht mehr losgelassen hat. Das hat mich nachhaltig beeindruckt.

Herr Engel, wie hat Ihnen der Beitrag von Herrn Tönnesmann gefallen?

Roman Engel: Er räumt mit Vorurteilen auf. Es ist wunderbar, dass er gesagt hat: „Es gibt Leute, die sind zwar nicht von hier, aber sie bringen Leistung.“

Was war für Sie der Beweggrund, ein Unternehmen zu gründen? Aus der Not heraus oder aus Unternehmergeist?

Roman Engel: Definitiv das Zweite. Während des Studiums haben Xiang und ich erste gemeinsame Projekte gestemmt. Als 2008 das iPhone herauskam, haben wir entschieden, Apps zu programmieren. Und das funktioniert.

Herr Tönnesmann, gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Biografien aus Ihrem Beitrag?

Jens Tönnesmann: Viele Biografien haben gemeinsam, dass die Leute bereit sind, Risiken einzugehen. Dass sie bereit sind, sich etwas aufzubauen. Das ist mir bei allen aufgefallen: sie sind alle mutig, alle engagiert und alle brennen für ihre Ideen.

Was bedeutet Ihnen dieser Preis?

Jens Tönnesmann: Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass ich überhaupt nominiert wurde. Das ist so toll, weil mir die Geschichte so viel bedeutet hat. Mir hat es unheimlich Spaß gemacht, mit den Leuten zu reden, sie zu treffen und kennenzulernen. Es war mir dann gar nicht mehr so wichtig, dass ich hier gewinne. Aber das ich gewonnen habe, ehrt die Geschichte noch einmal doppelt. Es ist eine sehr wertvolle Auszeichnung.

Interview II: Heike Mohr, Gewinnerin der Kategorie Hörfunk, und Leyla Dilbaz

Frau Mohr, Sie haben Frau Dilbaz' Bildungsweg von der Hauptschülerin zur Hauptschullehrerin porträtiert. Was hat Sie an dem Thema interessiert?

Heike Mohr: Mich hat vor allem Frau Dilbaz interessiert. Wir sind gleich alt und sie hat einen Bildungsweg hinter sich, der bestimmt nicht immer leicht war. Sie hat es von der Hauptschülerin zur Hauptschullehrerin geschafft. Das hat mich total beeindruckt. Sie ist eine vorbildliche Lehrerin. Ich habe gemerkt, dass sie Spaß an ihrem Beruf hat und diesen toll meistert.

Wie sind Sie vorgegangen? Wie haben Sie recherchiert?

Heike Mohr: Ich war einen Vormittag in der Schule und habe gleich die tolle Atmosphäre gespürt. Ich war im Unterricht von Frau Dilbaz. Ich wollte aber auch sehr gerne mit den Kindern sprechen. Es ist nicht immer einfach, mit Kindern Interviews zu führen. Das war dann ein wahnsinnig toller Eindruck, als alle mit mir sprechen wollten. Sie wollten mir alle erzählen, wie gerne sie zur Schule gehen und wie gerne sie bei Frau Dilbaz Unterricht haben.

Wie haben Sie Frau Dilbaz im Unterricht wahrgenommen?

Heike Mohr: Ich habe sie als sehr höflich, bestimmt und freundlich wahrgenommen. Sie ist eine Respektperson für die Kinder. Sie schafft es, Elan und Freude am Lernen zu wecken. Aber es ist nicht so, dass der Unterricht ein Kuschelkurs ist. Ich habe das Gefühl gehabt, die Kinder mögen es auch, wenn sie gelenkt und geleitet werden.

Leyla Dilbaz und Heike Mohr bei VideoaufnahmenBildzoom
Leyla Dilbaz und Heike Mohr bei Videoaufnahmen

Frau Dilbaz, erzählen Sie uns etwas zu Ihrem Bildungsweg.

Leyla Dilbaz: Ich habe mich immer angestrengt, als Schülerin war ich schon sehr fleißig. Auf der Hauptschule habe ich nach der 10. Klasse die Empfehlung für die gymnasiale Oberstufe bekommen, bin auf ein Gymnasium gewechselt und habe danach auf Lehramt studiert. Nach dem Referendariat habe ich an meiner alten Schule als Lehrerin angefangen.

Was war Ihre Motivation?

Leyla Dilbaz: Meine Motivation war immer, den Kindern zu zeigen, dass sie eine Chance haben und dass sie diese nutzen sollten. Viele denken: „Ich bin auf der Hauptschule, aus mir wird nichts.“ Ich wollte ihnen Hilfestellung geben, wie sie weiter in ihrem Leben kommen.

Frau Mohr, was sagen Sie zu der Auszeichnung?

Heike Mohr: Ich freue mich sehr über den Preis. Ich stehe noch am Anfang meiner journalistischen Laufbahn. Und da ist der Preis eine riesige Motivation. Wir wurden gebeten, Protagonisten und Redakteure, die den Beitrag mit betreut haben, einzuladen und bei mir haben alle zugesagt. Da hat sich natürlich ein gewisser Druck aufgebaut und ich wollte hier gerne mit einem Preis nach Hause gehen. Dass es der erste Preis ist, freut mich umso mehr.

Und Frau Dilbaz, was sagen Sie zu dem Preis?

Leyla Dilbaz: Von Leuten mit Migrationshintergrund werden gerne Negativbeispiele in den Medien dargestellt. Der Preis zeigt die Ausländer auch einmal aus einer anderen Perspektive. Das könnte man gerne noch verstärken, das würde mich freuen.

Interview III: Arta Ramadani, Gewinnerin der Kategorie Fernsehen, und Cemile Gökce mit Sohn Gökhan

Frau Ramadani, Sie schreiben über eine Mutter, die Widerspruch gegen die Schulempfehlung eingelegt hat. Wie sind Sie auf das Thema aufmerksam geworden?

Arta Ramadani: Ich bin in Mannheim aufgewachsen. Dort leben Menschen vieler Nationen. Wenn man den Gesprächen der Migranten gelauscht hat, haben sie sich oft beschwert, dass zum Beispiel die Lehrer ungerecht sind. Da bin ich stutzig geworden und habe begonnen zu recherchieren. Ich war dann sehr überrascht zu sehen, dass viele Eltern betroffen sind, aber auch viele zu große Angst haben, darüber zu sprechen. Frau Gökce war die erste, die mit mir reden wollte. Sie war für mich ein Glücksgriff.

Frau Gökce, können Sie diese Angst verstehen?

Cemile Gökce: Ja. Ich war in dieser Situation nicht allein, fünf andere Familien waren betroffen. Alle fünf haben beschlossen, gegen die Schulempfehlungen anzugehen, doch auf einmal stand ich allein da. Sie haben zu große Angst gehabt. Die meisten, weil sie sich nicht gut äußern können. Dann kommt Respekt gegenüber den Lehrern, dem Schulamt und der Regierung dazu. Aber man darf nicht alles respektieren, was gesagt wird. Das sind auch nur Menschen, die auch Fehler machen.

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Arta Ramadani, Gökhan und Cemile Gökce lesen die nominierten Beiträge auf dem iPad.

Wie ist die Geschichte weitergegangen?

Cemile Gökce: Gökhan ist an einer Realschule angenommen worden. Darüber bin ich auch sehr froh. Er hat immer noch keine Vieren auf dem Zeugnis und seinen Durchschnitt gehalten.

Wie kommt es Ihrer Meinung nach dazu, dass so viele Migrantenkinder schlechte Schulempfehlungen erhalten?

Arta Ramadani: Ich bin einmal so naiv und gehe davon aus, dass die Lehrer die Kinder nur schützen wollen. Sie gehen vielleicht davon aus, dass die Eltern den Kindern nicht helfen können, wenn sie auf ein Gymnasium kommen. Ich weigere mich zu sagen, dass sie das mit Absicht machen.

Cemile Gökce: Aber es sind ja nicht nur Migrantenkinder, sondern auch sozialschwächere deutsche Kinder betroffen. Es ist eine soziale Einordnung: Der Vater ist Arbeiter, die Mutter ist Arbeiterin, dann soll das Kind auch Arbeiter werden.

Arta Ramadani: Ich glaube auch, dass es diese soziale Ungerechtigkeit gibt. Es ist bewiesen, dass heute noch die Berufe der Eltern den Werdegang des Kindes bestimmen. Aber ich glaube, bei Migrantinnen und Migranten ist es noch einen Tick schärfer.

Welche Bedeutung hat der Preis in dieser Hinsicht?

Arta Ramadani: Der Preis ist eine schöne Anerkennung meiner Arbeit. Ich habe richtig Lust, Geschichten zu erzählen von Menschen, die etwas bewegen. Und ich finde, Frau Gökce hat richtig viel bewegt. Mir reicht es schon, wenn ich mit dieser Geschichte zwei, drei Lehrern oder Eltern Denkanstöße gegeben hab. Aber es ist unser Verdienst. Dieser Preis gehört nicht nur mir, das war Teamarbeit.

Interviews: Ulrike Stein
Redaktion: Virginia Gerard


„Medien bilden nicht ab, was in der Gesellschaft passiert“ – Im Gespräch mit den Nominierten

JOBSTARTER / Foto: Sebastian LaraiaBildzoom
JOBSTARTER / Foto: Sebastian Laraia

Wie wird in den Medien über Migration und Integration berichtet? Die Nominierten des KAUSA Medienpreises werfen einen kritischen Blick auf die Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund und ihre eigene Arbeit.

Sie sind keine Migrationsjournalisten. Kaum einer wollte gezielt etwas über Menschen mit Migrationshintergrund schreiben. Vielmehr wollten die Nominierten des KAUSA Medienpreises Menschen zeigen, die Außergewöhnliches geleistet haben oder eine spannende Geschichte zu erzählen hatten. Denn darum geht es ja im Journalismus - Geschichten zu erzählen.

Beim KAUSA Medienpreis sind das Erfolgsgeschichten. Zum Beispiel über gelungene Unternehmensgründungen, über enorme Leistungen, erfolgreiche Bildungswege und insbesondere über Menschen, die Kraft und Mut bewiesen haben, die durchgehalten und sich durchgesetzt haben.

Grauzonen fehlen

Hadija Haruna im Gespräch.Bildzoom
Hadija Haruna im Gespräch.

Diese Geschichten sind aber genauso wie die negativen Berichte über Menschen mit Migrationshintergrund im Alltag nicht der Regelfall. Im Journalismus aber „gibt es kaum Grauzonen, sondern oft nur schwarz-weiß“, kritisiert Hadija Haruna. Sie steht keinesfalls allein mit ihrer Meinung. „Es gibt entweder schwarz oder weiß, entweder rein positive oder rein negative Geschichten“, sagt auch Arne Schulz.

Ob dabei die positive oder die negative Berichterstattung überwiege, darüber sind sich die Nominierten des KAUSA Medienpreises nicht unbedingt einig.

Tendenziell stünden öfter Negativmeldungen in der Presse, sagen zum Beispiel Hannes Beßler, Gisela Hartmann und Kristin Oeing.

die beiden im PorträtBildzoom
Sissy Metzschke und Hannes Bessler haben ihre eigene Produktionsfirma bäm gegründet.

Dass das aber nicht mit Ablehnung oder gar rassistisch zu verstehen ist, dafür hat Sissy Metzschke ein sehr gutes Argument. „Das ist die Grundsatzdiskussion im Journalismus. Löscht die Feuerwehr erfolgreich einen Brand, ist das selten interessant. Wenn es aber Tote gibt, gibt es einen großen Bericht“, so die junge Studentin aus Halle an der Saale.

Thorsten Karbach schildert das dem Journalismus inhärente Problem ähnlich: „Es gibt die Gefahr, dass der Benachteiligte zur Tränen-, Frust- und Mitleidsgeschichte wird oder andersherum zur positiv überbetonten Vorzeigegeschichte.“ Grauzonen sind uninteressant.

Differenzierung untergräbt Normalität

Um die Berichterstattung zu verändern, müssten sich daher die jungen Nachwuchsjournalisten selbst „auch an die eigene Nase fassen und selbstbewusst die Grautöne miterzählen“, stellt Susanne Gugel fest.

Auch Haruna fordert von den Medien ein, die Differenzierung zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bald aufzugeben: „Wir müssen eine natürliche Haltung annehmen und zur Normalität kommen. Die Medien bilden nicht ab, was in der Gesellschaft passiert.“

Doch das ist gar nicht so einfach. Die meisten der Nominierten sind freie Journalisten oder sogenannte feste Freie. Sie sind darauf angewiesen, ihre Geschichten an die Zeitungsverlage zu bringen. „Migrantenthemen und soziale Themen sind sehr schwierig. Sie sind schwer an die Redaktionen heranzutragen und zu verkaufen“, sagt Oeing. „Trotzdem mache ich das gern.“

„Es gibt auch positive Diskriminierung.“

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Kristin Oeing auf dem Weg zur Bühne.

Für viele der Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ist es darüber hinaus aber auch schwer, mit dem Migrationsthema umzugehen, weil es einem journalistischen Drahtseilakt gleichkommt. Sie müssen immer wieder entscheiden, ob sie in ihrer Arbeit die Unterscheidung zwischen Menschen mit und Menschen ohne Migrationshintergrund vornehmen.

„Wenn man etwas so stark zum Thema macht, problematisiert man erst. Redet man also darüber?“ fragt sich Beßler.

Und Karbach ist bereits auf Formen positiver Diskriminierung gestoßen: „Es gibt ja auch positive Diskriminierung. Schreibt man zum Beispiel über den ersten farbigen Karnevalsprinz? Ich habe mich dagegen entschieden. Normalität wird durch solche Berichterstattung untergraben.“

Eva Lindner, die für die Berliner Zeitung arbeitet, hat für sich entschieden, nicht zu differenzieren. „Wenn man das Berliner Stadtleben abbilden will, kann man das nicht trennen. Ich denke nicht in den Kategorien ,Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund'“, erzählt sie. Damit ist sie ein Beispiel für die Tendenz innerhalb des jungen Journalismus, der aufgibt in zwei Kategorien zu denken und die Gesellschaft als interkulturell annimmt.

Viele fühlen sich als Deutsche

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Betrachten die Trophäe: Thorsten Karbach und Kornelia Haugg (BMBF)

Lindner erzählt auch, dass ihre Protagonistin Marianna Salzmann sich selbst nicht als Mensch mit Migrationshintergrund begreift. „Sie nimmt es nicht als etwas Besonderes wahr.“ Migrationshintergrund scheint sich immer mehr als theoretisches Konstrukt herauszukristallisieren. Viele Menschen, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben, sehen sich nicht als solche. „Can sieht sich als Stuttgarter, Sehnaz sieht sich als Deutsche“, berichtet zum Beispiel Oeing.

Auch Karbach berichtet, dass seine Protagonisten sich als Deutsche fühlen. „Aber es gibt auch Momente, wo Migration wichtig ist, zum Beispiel um Themen öffentlichkeitswirksam zu gestalten“, schränkt er ein.

Ein Migrationshintergrund kann also sowohl förderlich als auch hinderlich sein. Hinderlich, wenn ausgebildete Lehrkräfte mit einer Note von 1,0 wegen ihres Namens an Hauptschulen statt an Gymnasien landen.

Förderlich wenn speziell nach Menschen mit Migrationshintergrund für bestimmte Jobs gesucht wird – wie im Fall von Murat Atak, der seine Stelle bei der Stadt Hannover nicht zuletzt seinem Migrationshintergrund verdankt.


Damit sie nicht verborgen bleiben: Protagonisten im Rampenlicht

stehen auf der Bühne und lachenBildzoom
"Danke an alle Deutschländer" - Nilofar und Arzoo Yousofi sind froh in Deutschland zu sein.

Die Namen der Protagonisten vergessen wir, die Namen der Journalisten nicht. Doch ohne Protagonisten keine guten Geschichten. Der KAUSA Medienpreis hat sie nochmals ins Geschehen geholt. Ein Text über diejenigen, die oft im Hintergrund bleiben.

Sie sitzen im Bistro vor ihren Kuchenstücken, lächelnd und scheue Blicke in den Raum werfend. Ihre Pullis sind grün und rot wie die Farben der Adventsdekorationen. Die beiden afghanischen Mädchen mit den langen schwarzen Haaren wollen kein Interview geben. Sie sind zu aufgeregt.

Ein paar Stunden später werden sie auf der Bühne stehen und sagen, dass sie die „Deutschländer so nett“ finden. Nilofar Yousofi und ihre Schwester Arzoo wissen noch nicht, ob sie und ihre Familie in Deutschland bleiben dürfen. Ihre Geschichte wird weitererzählt. Fortsetzung folgt.

Geschichten von Mut und Durchsetzungsvermögen

Cemile und Gäkhan Gäkce werden von Mitri Sirin interviewt.Bildzoom
Cemile und Gäkhan Gäkce werden von Mitri Sirin interviewt.

Einige Tische weiter im Bistro sitzen auch Cemile Gökce und ihr Sohn Gökhan. Cemile Gökce strahlt schon von Weitem eine unglaubliche Energie aus. Ihre Durchsetzungsstärke hat sie im Kampf um die Schulempfehlung für ihren Sohn bewiesen.

Vor der Kamera und auf der Bühne erzählt sie erneut voller Elan und mit viel Herzblut von ihren Erfahrungen mit deutschen Lehrenden und Schulämtern. „Keine Mutter war so mutig wie Cemile Gökce“, sagt Arta Ramadani, die junge Journalistin, die die Geschichte von den Gökces aufgespürt hat.

Heike Mohr (rechts) und Leyla Dilbaz (links) geben zusammen ein Interview.Bildzoom
Heike Mohr (rechts) und Leyla Dilbaz (links) geben zusammen ein Interview.

Ebenso begeistert ist auch Heike Mohr von ihrer Protagonistin: „Fasziniert an Leyla Dilbaz hat mich ihr Lebensweg an sich – von der Hauptschülerin zur Lehrerin. Sie ist in meinem Alter und hat schon etwas Tolles erreicht, sie hat sich durchgeboxt.“

Viel Kraft und Ausdauer haben, sich nicht unterkriegen lassen und sich durchboxen – das sind Begriffe, die in den Beiträgen, aber auch während der Preisverleihung immer wieder auftauchen. Es erweckt den Eindruck, dass Menschen mit Migrationshintergrund es schwerer haben, ihr Recht zu bekommen und erfolgreich zu sein.

Leyla Dilbaz hat Erfolg. Wenn man sie trifft, glaubt man ihre Geschichte erst nicht. Dilbaz ist eine kleine, zierliche Person, die noch sehr jung aussieht. Doch sie hat Biss: Dilbaz kämpfte sich von der Hauptschule bis in die Uni und ist nun als Lehrerin an ihre eigene Schule zurückgekehrt – mit nur 25 Jahren.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, sagt sie selbstbewusst auf der Bühne. Und diese Einstellung gibt sie auch an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. „Frau Dilbaz hat immer gesagt, man kann alles schaffen“, sagt ein Schüler am Ende von Mohrs Beitrag.

Es gibt keine Hindernisse

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Musiker Greogorio D'Clouet Hernández (links) und die Journalisten Sissy Metzschke und Hannes Bessler mit Freunden im Gespräch.

Dass man alles schaffen kann, das hat auch Gojo bewiesen. Gojo heißt eigentlich Gregorio D'Clouet Hernández. Sein Vater stammt aus Kuba, er selbst wächst in einem Plattenbau in der DDR auf. Trotz mangelnder Unterstützung aus dem Elternhaus hat Gojo sehr gute Noten, macht Abitur, studiert neben seiner Gesangskarriere.

Die nominierte Journalistin Sissy Metzschke kennt er schon seit 15 Jahren, aus der Schule. „Gregorio hat mir die Photosynthese anhand von Haselnüssen und Geschenkband erklärt“, erzählt Metzschke. „Wir haben einfach viel voneinander gelernt“, erwidert Gojo.

Voneinander lernen – das will auch die Stadt Hannover und hat sich selbst eine Migrantenquote für den öffentlichen Dienst auferlegt. Die Projektbeauftrage für den Integrationsplan, Hülya Çelik, hat bereits die Zielquote umgesetzt.

Hülya Çelik nimmt zusammen mit Arne Schulz den Preis entgegen.Bildzoom
Hülya Çelik nimmt zusammen mit Arne Schulz den Preis entgegen.

Sie setzt sich nun dafür ein, dass Menschen mit Migrationshintergrund in höhere Positionen kommen und ermuntert diese auch sich auf solche Stellen zu bewerben. „Hülya ist eine Powerfrau. Sie räumt alle Hindernisse aus dem Weg und packt an“, erzählt Arne Schulz.

Begeisterung statt Beschwerde

Wie Çelik und Gojo strahlen auch die meisten der anwesenden Protagonisten Optimismus und Tatendrang aus. Keiner der Protagonisten beklagt sich über seine Situation oder darüber, dass er es schwerer hatte als seine Kolleginnen und Kollegen ohne Migrationshintergrund.

„Alle drei Protagonisten hätten sich benachteiligt fühlen müssen, stattdessen überwog aber ihre Begeisterung für das, was sie tun. Sie beklagen sich nicht, dass es ungerecht ist, sondern setzen sich für ihre Schüler ein“, erzählt Thorsten Karbach über die drei Lehrkräfte aus seinem Beitrag.

Es ist die unglaubliche Fröhlichkeit und Herzlichkeit dieser Menschen, die an dem Abend der Preisverleihung wie ein Funken auf alle überspringt. Sie sind die Gewinner der Herzen, weil sie, obwohl sie kein Preisgeld und keine Trophäe mit nach Hause nehmen, dennoch voller Freude und Rührung mit den Journalistinnen und Journalisten auf der Bühne stehen. Weil sie so zahlreich erschienen sind, um die Daumen zu drücken und mitzufeiern. Weil sie dafür kämpfen, ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten zu dürfen und dabei nie aufgegeben haben. Und weil sie uns so tolle Geschichten erzählt haben. Danke.

Autorin: Virginia Gérard

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Jedes Jahr ist eine große Gruppe an Menschen beim KAUSA Medienpreis beteiligt: Nominierten, Protagonisten, Mitarbeiter aus dem Bildungsministerium und das KAUSA-Team.

Der KAUSA Medienpreis 2012 in Bildern

Von den Laudationen, über Impro-Theater bis hin zur Feier – alle Höhepunkte der Preisverleihung in Bildern.