5 Gründe, warum Ausbildung sich lohnt

Ob Unternehmer/-in oder Geflüchtete/-r: Beide Seiten profitieren von einer Ausbildung. Fünf Gründe, warum es sich lohnt, Geflüchtete auszubilden und fünf Gründe, warum es sich für Geflüchtete lohnt, eine Ausbildung zu machen.


Eine Frau sitzt mit mehreren Männern in einer Besprechung und schaut in die KameraBildzoom
Ausbildung zahlt sich aus: Sowohl für Flüchtlinge als auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

2014 haben Unternehmen über eine halbe Million Ausbildungsplätze angeboten. Allerdings haben sie zunehmend Schwierigkeiten, Bewerberinnen oder Bewerber für offene Lehrstellen zu finden. Geflüchtete könnten die Ausbildungsplätze besetzen. Was nach einer Win-Win-Situation klingt, ist in der Realität häufig kompliziert. Oft haben Unternehmerinnen und Unternehmer Berührungsängste und zögern, Geflüchtete in ihren Betrieben auszubilden. Viele Geflüchtete müssen zunächst Deutsch lernen und auf eine Ausbildung vorbereitet werden. Und manche treten, um schnell Geld zu verdienen, lieber Hilfsjobs an, als eine Ausbildung zu machen. Dennoch gibt es für beide Seiten gute Gründe, eine Ausbildung anzustreben:

Fünf Gründe, warum es sich lohnt, Geflüchtete auszubilden

Grafik: 5 Gründe junge Geflüchtete auszubildenBildzoom

Junge Geflüchtete …

  • … sind die Fachkräfte von morgen.
  • … bringen neue Blickwinkel ein.
  • … sorgen für Diversität im Unternehmen.
  • … sind häufig gut motiviert und zielstrebig.
  • … auszubilden, ist ein wertvoller Beitrag zur Integration – und gleichzeitig ein Imagegewinn.

Fünf Gründe, warum es sich für Geflüchtete lohnt, eine Ausbildung zu machen

Grafik: Fünf Gründe, die für eine Ausbildung sprechenBildzoom

Ausbildung …

  • … macht junge Geflüchtete zu begehrten Fachkräften.
  • … zahlt sich aus.
  • … hat Zukunft.
  • … schafft Ziele und Perspektiven.
  • … bietet Karrierechancen.
     

Mehr zu den fünf Gründen, warum es sich lohnt, Geflüchtete auszubilden:

Junge Geflüchtete sind die Fachkräfte von morgen.

In einigen Branchen gibt es bereits jetzt einen Fachkräftemangel. Dazu gehören zum Beispiel die Mechatronik, die Automatisierungstechnik, die Energietechnik und der Bereich der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Viele junge Geflüchtete, die gerne eine Ausbildung machen möchten, können sich dies in Berufsfeldern vorstellen, in denen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht sind. Sie tragen so dazu bei, die Fachkräftelücke zu schließen.

Junge Geflüchtete bringen neue Blickwinkel ein.

Unsere Wirtschaft ist global: Kunden und Geschäftspartnerinnen und -partner kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben unterschiedliche kulturelle Hintergründe. Da ist es von Vorteil, wenn auch im Unternehmen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft beschäftigt sind, die kulturelle Besonderheiten kennen, verstehen und berücksichtigen. Geflüchtete haben außerdem wertvolle Fremdsprachenkenntnisse. Sie können eingesetzt werden, um neue Kunden anzusprechen und neue Märkte zu erschließen.

Junge Geflüchtete sorgen für Diversität im Unternehmen.

In großen Unternehmen bereits eine Selbstverständlichkeit: Je „bunter“ die Mischung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen beispielsweise in Bezug auf Geschlecht, Alter und Herkunft ist, desto besser können sich die unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Herangehensweisen der Beschäftigten ergänzen. Vielfältige Teams sind kreativer und innovativer und erhöhen die Produktivität eines Unternehmens. Das gilt von der ersten Minute an, egal, ob sich die Mitarbeiter/-innen in der Ausbildung befinden oder schon Fachkräfte sind.

Junge Geflüchtete sind häufig gut motiviert und zielstrebig.

Unter den hier lebenden Geflüchteten gibt es viele ausbildungswillige junge Menschen, die über große Motivation, Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft verfügen. Sie begreifen eine Ausbildung als ihre Chance, sich eine Zukunft aufzubauen. Sie wollen entweder in Deutschland Fuß fassen oder ihre Zeit hier nutzen, um in ihrer Heimat bessere Chancen zu haben.

Junge Geflüchtete auszubilden, ist ein wertvoller Beitrag zur Integration – und gleichzeitig ein Imagegewinn.

Die Integration von Geflüchteten ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Damit sie gelingt, sollten Geflüchtete möglichst schnell und umfassend am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Der Zugang zum Arbeitsmarkt durch eine berufliche Ausbildung ist dafür ein wichtiger Schritt. Unternehmen, die sich für Vielfalt engagieren, genießen in der Öffentlichkeit einen guten Ruf. Das wirkt sich auch auf das Kauf- und Auftragsverhalten der Kunden und Geschäftspartnerinnen und -partner positiv aus.

 

Mehr zu den fünf Gründen, warum es sich für Geflüchtete lohnt, eine Ausbildung zu machen:

Ausbildung macht junge Geflüchtete zu begehrten Fachkräften.

Die berufliche Ausbildung hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Sie vermittelt theoretisches und praktisches Wissen für einen Beruf in kürzester Zeit. Nach drei Jahren können Jugendliche so als Fachkraft ins Berufsleben starten. Und Fachkräfte sind gefragt! Wer eine Ausbildung absolviert hat, hat deshalb gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden, in Deutschland oder auch im Heimatland.

Ausbildung zahlt sich aus.

Auszubildende erhalten eine Ausbildungsvergütung, die mit jedem Ausbildungsjahr steigt. Wer seine Ausbildung beendet, hat nicht nur bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch bessere Verdienstmöglichkeiten als Jugendliche ohne Abschluss.

Ausbildung hat Zukunft.

Eine Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. In vielen Unternehmen werden motivierte, zuverlässige und fähige Auszubildende händeringend gesucht. Einmal gefunden, stehen die Chancen gut, dass sie auch über die Ausbildung hinaus weiterbeschäftigt werden. Das gibt Sicherheit für die Zukunft.

Ausbildung schafft Ziele und Perspektiven.

Viele junge Geflüchtete möchten ihre Zeit gewinnbringend nutzen und möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen. Eine Berufsausbildung bietet die Möglichkeit, direkt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und stärkt das Selbstwertgefühl.

Ausbildung bietet Karrierechancen.

Eine Ausbildung ist eine ausgezeichnete Grundlage für berufliches Weiterkommen. Wer möchte, kann sich anschließend weiterbilden oder spezialisieren – und zum Beispiel Fachexperte oder Meister werden, ein Studium beginnen oder ein eigenes Unternehmen gründen.