07.07.2017 | Dortmund

Das KAUSA Jugendforum zeigt Wirkung

Die Veranstaltung der KAUSA Servicestelle Dortmund hat sich in der Stadt fest etabliert. Die Partner sind überzeugt und die teilnehmenden Jugendlichen profitieren.


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Die Jugendlichen beim KAUSA Jugendforum beeindruckten das Publikum.

Das vierte KAUSA Jugendforum hat bleibenden Eindruck hinterlassen. 95 Jugendliche zeigten am 7. Juli 2017 im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus, was sie in einer Woche in sechs Workshops erarbeitet haben.

Dabei drehte sich alles um die Berufsausbildung: Im Videoworkshop etwa produzierten die Jugendlichen einen Film. Darin erzählen sie von ihrem Traumberuf und was sie dafür mitbringen müssen. In einer Theaterperformance zerbrach sich ein Schüler den Kopf, welchen Beruf er wählen soll – und erkennt, dass er eine Berufsberatung braucht. In einem anderen Auftritt führten die Schülerinnen und Schüler überspitzt vor, wie sie sich im Bewerbungsgespräch auf keinen Fall verhalten sollten.

Jugendliche spielen Theater.Bildzoom
In einer Theaterperformance zerbrach sich ein Schüler den Kopf, welchen Beruf er wählen soll.

Die Leiterin der KAUSA Servicestelle Dortmund, Aysun Tekin, erklärt die Ziele ihrer Veranstaltung: „Es geht darum, Jugendlichen Wege in die Ausbildung zu zeigen. Sie sollen ihre Stärken erkennen und Selbstbewusstsein entwickeln, um vor Leuten aufzutreten.“

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Aysun Tekin von der KAUSA Servicestelle Dortmund sagt: "Jugendliche sollen ihre Stärken erkennen und Selbstbewusstsein entwickeln."

Christoph Acker vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt den besonderen Weg des KAUSA Jugendforums: „Jugendliche direkt einbinden, das sollte es häufiger geben.“ Er ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben: „Die Ausbildungschancen sind so hoch wie selten zuvor.“

Jugendliche profitieren

Ob Theater, Musik, Video, Tanz oder Moderation und Rhetorik: Die Schülerinnen und Schüler entdeckten Stärken, die sie bisher noch nicht an sich kannten.

Jugendliche moderierten die Abschlussveranstaltung.Bildzoom
Soukaina (r.) berichtet: "Ich habe gelernt, meine Idee zu äußern und vor Publikum zu sprechen."

„Ich habe gelernt, meine Idee zu äußern und vor Publikum zu sprechen. Ich habe mich sehr entwickelt in dieser Woche“, berichtet die 16-jährige Soukaina, die die Abschlussveranstaltung mit moderierte, über den Rhetorik-Workshop.

Dessen Leiter Richard Stahl sagt: „Die Einzelnen können etwas für sich mitnehmen. Auf der Bühne stehen, den Kopf einen Meter höher tragen und wissen, dass sie es können.“

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„Ich hätte mich vorher nicht getraut, auf der Bühne zu tanzen", sagt Leyla.

Sich körperlich auszudrücken lernten die Jugendlichen im Tanz-Workshop von Karoline Klebes. „Ich hätte mich vorher nicht getraut, auf der Bühne zu tanzen. Ich kann jetzt freier sprechen, mit Menschen kommunizieren, etwas vortragen“, freut sich die 15-jährige Leyla.

Politik und Verwaltung loben

Die Vorsitzende des Dortmunder Schulausschusses, Saziye Altundal-Köse, lobte den besonderen Rahmen des KAUSA Jugendforums: „Das ist ein direkterer Umgang mit Ausbildung als bei einer Berufsberatung. Solche Foren müssten zehnmal im Jahr stattfinden.“ Durch solche Veranstaltungen gelinge es, Jugendlichen eine große Zahl von Ausbildungsberufen näher zu bringen.

Mit Blick auf die KAUSA Servicestelle sagte Stadtdirektor Jörg Stüdemann: „Sie ist eine bemerkenswerte Instanz, die bestens vernetzt ist in der Stadt und mit Unternehmen und Weiterbildungseinrichtungen zusammenarbeitet.“

Partner sind überzeugt

Die KAUSA Servicestelle Dortmund als Veranstalterin kann sich auf eine Vielzahl von Kooperationspartnern verlassen.

Dennis MasuhrBildzoom
„Wir sehen das Projekt sehr positiv, weil hier Persönlichkeitsentwicklung und Information über Berufe geleistet wird", erklärt Dennis Masuhr von den Dortmunder Stadtwerken.

Die Dortmunder Stadtwerke DSW21 sind von Anfang an Partner und beteiligen sich mit einem Workshop. „Wir sehen das Projekt sehr positiv, weil hier Persönlichkeitsentwicklung und Information über Berufe geleistet wird und wir für unser Unternehmen werben können“, sagt Dennis Masuhr, Leiter der Technischen Ausbildung bei DSW21. „Wir können hier eine Gruppe ansprechen, die wir gern als Auszubildende haben wollen.“

Roswitha RitterBildzoom
"Es ist toll für Dortmund, dass wir so etwas hier haben", sagt Roswitha Ritter vom Kommunalen Integrationszentrum.

Auch das Kommunale Integrationszentrum ist Partner und berät die Organisatoren inhaltlich. „Beim KAUSA Jugendforum wird die Arbeit für die Öffentlichkeit sichtbar und Akteure aus Politik und Verwaltung kommen zusammen. Für Jugendliche ist es ein gutes Format, um zu zeigen, wozu sie in der Lage sind,“ erklärt die stellvertretende Leiterin Roswitha Ritter. „Wir unterstützen das Projekt, weil es sehr sinnhaft ist. Es ist toll für Dortmund, dass wir so etwas hier haben.“

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„Hier werden wichtige Botschaften vermittelt: Man muss wollen, man muss sich auch mal durchbeißen", findet Joachim Beyer von der Wirtschaftsförderung.

Die Wirtschaftsförderung Dortmund unterstützt die Veranstaltung finanziell. Joachim Beyer, Leiter des Bereichs Arbeit & Qualifizierung, betont: „Hier werden wichtige Botschaften vermittelt: Man muss wollen, man muss sich auch mal durchbeißen.“ Er schlägt vor: „Man sollte noch mehr Unternehmen einladen und Anlässe schaffen, sich zu begegnen und Sympathien aufzubauen.“

Sein Fazit lautet: „Jeder Jugendliche, der in Ausbildung kommt, ist ein Erfolg für den Standort Dortmund.“

Autor: Benjamin Dresen