Kurz berichtet Aktuelle Meldungen aus der Projektarbeit

Deutschlandweit unterstützen über 100 JOBSTARTER plus-Projekte kleine und mittlere Unternehmen dabei,
ihr Ausbildungsengagement aufrecht zu erhalten oder zu erhöhen.

„Kurz berichtet“ gibt einen schnellen Überblick über Neuigkeiten, Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit der Projekte.
Veranstaltungsdokumentationen der Projekte finden Sie hier ebenfalls

Projekt veranstaltet Fachforum zum 3D-Druck

Neue Verfahren wie der 3D-Druck können dazu beitragen, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene (wieder) stärker für Berufe der industriellen Fertigung interessieren. Um das Potential solcher neuen Technologien für die Azubigewinnung auszuloten, lud das JOBSTARTER plus-Projekt „proDIGIT“ am 18. September 2018 zum Fachforum „3D Drucken und Themen der Digitalisierung in der Industrie 4.0“ nach Barleben in Sachsen-Anhalt ein. Dort diskutierten die Teilnehmenden über neuartige Anforderungen an künftige Facharbeiterinnen und Facharbeitern am Beispiel des 3D-Drucks. Die Expertinnen und Experten sowie die Teilnehmenden zeigten auf, welche Wege gegangen werden können, um diese Technologien für die Fachkräftesicherung noch nutzbarer zu machen – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Das Fachforum lieferte Ansätze, wie ein technologieorientiertes Azubimarketing in der unternehmerischen Praxis wirkungsvoll gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Herausforderungen und Chancen das Fertigungsprinzip „3D-Druck“ für Unternehmen mitbringt. Daraus abgeleitet wurden die neuen Anforderungen an die Fachkräfte, insbesondere im Beruf Zerspanungsfacharbeiter/-in.

Expertinnen und Experten der TU Dresden und des Dresdner Fraunhofer-Instituts IWU stellten die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Trends von der Verfahrensseite und von der Vielfalt an Werkstoffmöglichkeiten vor. Sie verdeutlichten, dass die neuen Verfahren nicht allein ein Thema für Ingenieure sind, sondern zunehmend auch in die Berufswelt einer Zerspanungsfacharbeiterin bzw. eines Zerspanungsfacharbeiters und anderer Berufe des verarbeitenden Gewerbes Einzug halten. Ein entsprechender Know-how-Aufbau auf der Facharbeiterebene ist damit zwingend erforderlich.

Weitere Referentinnen und Referenten sowie die Teilnehmenden stellten ihre Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis vor, wobei auch Fragen wie „Prozesssicherheit“ und „Kostentransparenz“ thematisiert wurden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem JOBSTARTER plus-Projekt zeigten zudem auf, wie Jugendliche eine Zusatzqualifizierung in „Additive Manufacturing“ und „Digitale Vernetzung“ noch vor Abschluss ihrer Facharbeiterausbildung erwerben können. Diese können sie dann später als Jungfacharbeiter/-in in ihren Betrieben anwenden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Führung durch die Fertigung des Unternehmens CITIM, das hinsichtlich der 3D-Druck-Technologien in Sachsen-Anhalt weit entwickelt ist.

Das Forum konnte den Teilnehmenden aufzeigen, wie KMU die Industrie 4.0-Prozesse nutzen können, um Interesse und Spannung bei Jugendlichen aufzubauen. Was früher als „hohe Ingenieurkunst“ galt, kann heute teilweise in die Facharbeiterausbildung integriert werden. Der Diskurs hat ergeben, dass mit der Beherrschung der Verfahren die Fertigungsflexibilität in den Unternehmen erhöht werden kann.

Julian Feinauer steht vor einer Wand mit Bildschirm und referiert

Julian Feinauer, Geschäftsführer der pragmatic minds Gmbh, war einer der Referenten, die ihre Erfahrungen teilten.

ACOD GmbH/Fotograf: Norbert Gottstein

Autor: Dr. Norbert Gottstein 

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Dr. Felix Erler
ACOD GmbH
Tel.: 0341 / 3038 2535
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veröffentlicht am: 12. November 2018


Workshop zum Thema Ausbildungsmarketing

Ob geburtenschwache Jahrgänge, der Wettkampf mit anderen Ausbildungsbetrieben in der Region oder das begrenzte Interesse von Jugendlichen für gewerblich technische Ausbildungsbetriebe – die Gründe für den drohenden Fachkräftemangel sind vielfältig. Viele Ausbildungsbetriebe stehen daher aktuell vor der Herausforderung, ausreichend talentierte Fachkräfte für sich zu gewinnen. Welche neuen Wege können diese Betriebe gehen?

Zur Beantwortung dieser Leitfrage fand am 15. August 2018 ein Workshop unter der Organisation des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ statt. Unter dem Titel „Mit Technik für Technik begeistern“ diskutierten die Referenten und Teilnehmenden über innovative Methoden und konkrete Maßnahmen des modernen Azubimarketings.

„Wir wollen uns heute gegenseitig austauschen und voneinander lernen, um zu besseren Lösungen im Azubimarketing zu kommen“, erklärte Dr. Felix Erler, Projektleiter des JOBSTARTER plus-Projekts, den Teilnehmenden das Ziel des Workshops. Zur Veranstaltung gekommen waren unter anderem ausbildungsverantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Thüringer Automobilzulieferern sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und ortsansässige Lehrkräfte.

Prof. Dr. Frank Barthelmä, Geschäftsführer und Institutsleiter der GFE e.V., führte aus Sicht eines Experten in die bereits heute spürbaren Veränderungen von Anforderungen an Auszubildende und deren Kompetenzen in der Fabrik der Zukunft ein. Explizit machte er darauf aufmerksam, dass die vorgestellten Technologien bereits heute als Prototypen in der Anwendung sind und sich diese auf die Arbeitsaufgaben von Nachwuchsfachkräften auswirken.

Eine Junge Frau hält den Minicomputer CalliopeMini in den Händen

Der Mikrocontroller CalliopeMini führt spielerisch an Programmierung heran.

ACOD GmbH

Praxisnahe Berufsorientierungsmaßnahmen zur Begeisterung von Fachkräftenachwuchs stellte Caroline Hotze von der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) GmbH vor. Eine Azubi-Roadshow, bei der sich Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende auf Augenhöhe begegnen können, kann demnach ein erfolgreicher Weg sein. Exemplarisch stellte Hotze die Umsetzung von Schüler-Wettbewerben vor, bei denen Gruppen selbstorganisiert und kompetitiv technische Herausforderungen meistern. Beispiel für eine solche Maßnahme ist die „First Lego League“, bei der Schülerinnen und Schüler mit eigenen autonomen Robotern teilnehmen. Unternehmen können hier als Sponsor oder Mentoren teilnehmen und haben auf diesem Weg ersten Kontakt mit technikaffinem Nachwuchs. Als drittes Beispiel des im Projekt erarbeiteten Maßnahmenplans präsentierte Hotze Lernbausätze und Experimentierkoffer für den Unterricht. Hier gibt es bereits verschiedene Produkte zum Erleben und Erlernen von Technologie. Konkret sind das graphisch programmierbare Roboter wie „CalliopeMini“, „Lego Mindstorms“ und „mBots“. Mit diesen Lehrmitteln können Schülerinnen und Schüler spielerisch erste Erfahrungen mit Sensorik, Robotik und Programmierung sammeln. Weiterhin lassen sich diese Produkte auf Messen und bei der Bewerberauswahl nutzen.

Der Geschäftsführer der Rennsteige Werkzeug GmbH, Sascha Zmiskol, fasste im letzten Impuls treffend zusammen: Die frühzeitige Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für einen Ausbildungsberuf, die Darstellung der Vielfältigkeit dessen, die Erregung von Aufmerksamkeit als Unternehmen und die Darstellung der Möglichkeiten sind wichtige Bestandteile des Ausbildungsmarketings. Für ihn ist klar, dass die Begeisterung für gewerblich-technische Berufe bei einigen Firmen schon im kindlichen Alter beginnt - und damit vor der schulischen Berufsorientierung.

Technische Hilfsmittel und Kooperationen mit Wettbewerben und Schulen können Wege sein, um steigende Bewerbungszahlen zu erhalten.

Autor: Dr. Felix Erler

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ACOD GmbH
August-Bebel-Str. 73
04275 Leipzig
Dr. Felix Erler - Projektleiter
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veröffentlicht am: 5. November 2018

Innovative Wege zur nachhaltigen Fachkräftegewinnung

Zum Thema Fachkräftesicherung und Azubimarketing fand am 24. Oktober 2018 im Rahmen des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) GmbH ein Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern auf dem Gelände der Webasto Thermo & Comfort SE in Neubrandenburg statt.

Ziel der Veranstaltung war es, den regionalen Unternehmerinnen und Unternehmern einen Raum zu bieten, sich über die Herausforderungen in Bezug auf die Nachwuchsgewinnung für ihr Unternehmen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten über Probleme wie das sinkende Qualifikationsniveau der Bewerberinnen und Bewerber, Probleme beim Ersatz von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die in Rente gehen oder wachsende Anstrengungen bei der Stellenbesetzung. Kritisch wurde die theoretische Berufsausbildung gesehen. Die Berufsschulen sind im Bereich Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern teilweise weit weg von den Unternehmen und somit schwer für die Jugendlichen zu erreichen. Lehrermangel und Unterrichts­ausfall führen dazu, dass ganze Themenkomplexe unbehandelt bleiben, in der Prüfung aber dennoch eine Rolle spielen.

menschen sitzen an einem Tisch in U-Form und schauen auf eine Leinwand vor der ein Mann steht und einen Vortrag hält

Neben Vorträgen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

ACOD GmbH/Fotografin: Franziska Steiner

Bei der Webasto Thermo & Comfort SE werden dabei die Aufgabenprofile an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer komplexer. Hohes Spezialwissen sei erforderlich, ebenso ein globales Projektmanagement-Verständnis.

Die Lang Metallwarenproduktion GmbH Woldegk kommt  Bewerberinnen und Bewerbern zum Beispiel mit Teilzeit-Optionen und familienfreundlichen Schichten entgegen. Im Rahmen des Azubimarketings werden „Regionales Lernen an regionalen Orten“  umgesetzt.

Nach dem Motto „Lernen von den Besten“ gab Dr. Felix Erler, Projektleiter der ACOD GmbH, einen Überblick über die Azubimarketing-Aktivitäten einiger sächsischer Unternehmen. Im Fokus des Beitrages von Franziska Steiner, Projektkoordinatorin Azubimarketing, stand das Thema Technologie­orientierung im Azubimarketing. Vorgestellt wurden Maßnahmen, die es ermöglichen, technologieaffinen Nachwuchs zu gewinnen: technologieorientierte Ganztagsangebote, AG Robotik mit LEGO® MINDSTORMS® Education EV3 oder Calliope mini, Schülerfirmen mit technischem Schwerpunkt, naturwissenschaftliche Wettbewerbe, Experimentierräume oder Technikmuseen.

Alle Beteiligten konnten viele neue Ideen für sich mitnehmen. Die Veranstaltung behandelte in der Region erstmalig das immer mehr an Bedeutung gewinnende Thema der Fachkräfte- und Nach­wuchs­sicherung. Die vorgestellten Azubimarketing-Materialien des ACOD sowie die Präsentation wurden den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Auch weiterführende Azubimarketing-Aktivitäten mit den teilnehmenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind denkbar.

Autorin: Franziska Steiner

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ACOD GmbH
August-Bebel-Straße 73
04275 Leipzig
Dr. Felix Erler - Projektleiter
Tel.: 0341 / 355 829 95
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veröffentlicht am: 31. Oktober 2018 

KAUSA Servicestelle bringt Schüler und Betriebe zusammen

Unter dem Motto „3 Betriebe – 1 Bus“ organisierte die KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna am 27. September 2018 im Rahmen der TalentTage Ruhr 2018 eine Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern, darunter eine internationalen Förderklasse, sowie Arbeitgebern. Unterstützt wurde das Projekt durch die Stiftung TalentMetropole Ruhr. Die Jugendlichen sollten an einem Tag die Gelegenheit erhalten, verschiedene Berufe „live“ kennenzulernen, mit regionalen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und den möglicherweise für sie passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer posieren gemeinsam vor dem AWO Seniorenzentrum Bergkamen für ein Foto.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem AWO Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum in Bergkamen.

Multikulturelles Forum e.V. / Fotograf: Dominik Donges

Zu Beginn begrüßte Silke Naruhn, Pflegedienstleiterin im Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum, die Schülerinnen und Schüler. In der Einrichtung werden zweimal im Jahr Pflegefachkräfte ausgebildet. Auch die verkürzte Ausbildung zur Pflege- oder Betreuungsassistenz wird angeboten. Silke Naruhn betonte, dass für den Pflegeberuf im Vorfeld ein Praktikum besonders wichtig sei.

Im Anschluss fuhren die Jugendlichen auf den Hof Freisfeld, wo neben dem Landwirt Heinrich Freisfeld rund 80 Kühe die Jugendlichen willkommen hießen. Zum Erstaunen der Jugendlichen kennt der Landwirt alle Kühe beim Namen. Man müsse eine gute Beziehung zu Tieren haben, um die Arbeit zu mögen, außerdem dürfe man kein Langschläfer sein, betonte Freisfeld. Das Tolle an seinem Beruf sei vor allem die Arbeit in und mit der Natur sowie die wechselnden Aufgaben während der Arbeit. Für das kommende Jahr biete er wieder eine Ausbildungsstelle an.

Ein ganz anderes Arbeitsumfeld erwartete die Schülerinnen und Schüler im Handelshof. Hier steht der Verkauf an erster Stelle und das erfordere laut Geschäftsleiter Jürgen Bringsken vor allem Soft Skills wie Empathie und Kommunikationsgeschick. „Ein guter Händler verkauft mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf“, sagte Bringsken. Wer daran Spaß habe, sei als Auszubildender im Handelshof genau richtig. Neben einem guten Gehalt versprach der Geschäftsleiter ein freundschaftliches Arbeitsklima und eine positive Work-Life-Balance.

Die Fahrten zwischen den Betrieben dienten vor allem zur Reflexion der erhaltenen Eindrücke sowie der Vorbereitung auf die nächste Station. Den Schülern wurden einerseits ausbildungs- und betriebsspezifische Informationen vermittelt und andererseits Tipps zum Verhalten während der Betriebsbesichtigung und in der Ausbildung gegeben.

Die Jugendlichen waren über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten erstaunt und dass jeder einen passenden Beruf finden kann. Ihnen wurde deutlich, wie wichtig es ist, zunächst die persönlichen Stärken und Interessen zu finden, um sich im Anschluss für einen passenden Ausbildungsberuf entscheiden zu können. Ermutigt wurden sie durch die kulturelle Vielfalt des Betriebspersonals sowie die Gespräche mit engagierten Arbeitgebern.

Autor: Dominik Donges

Kontakt und weitere Informationen

Susanne Tamm
KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna
Multikulturelles Forum e.V.
Münsterstr. 46b
44534 Lünen
E-Mail
Tel.: 02306 / 3063024

Weitere Informationen zum Projekt

„Fit für die Ausbildung“: Broschüre der KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna

veröffentlicht am: 24.Oktober 2018

Projekt prämiert Azubi-Ideen zur Digitalisierung

Das JOBSTARTER plus-Projekt „DigiVA“ aus Halle/Saale hat die Gewinner des Wettbewerbs AZUBI4ID ausgezeichnet. Das Projekt hatte Azubis aus Handwerksbetrieben und der Industrie in der Region Halle aufgerufen, Ideen zu entwickeln, mit denen Arbeitsabläufe und Prozesse im eigenen Ausbildungsbetrieb digital optimiert werden können.

Preisverleihung

Die Gewinner im Wettbewerb erhielten Sachpreise.

Handwerkskammer Halle

20 Vorschläge gingen ein, 10 von ihnen wurden mit Sachpreisen ausgezeichnet. Den ersten Preis in der Kategorie Industrie erhielt die Idee eines angehenden Speditionskaufmannes. Er möchte mit einer App den Prozess der Auftragsabwicklung optimieren. Der erste Preis in der Kategorie Handwerk stammte von einer angehenden Malerin und Lackiererin. Sie schlägt vor, die Maschinen im Betrieb mit QR-Codes auszustatten, über die Beschäftigte die Bedienungsanleitung abrufen können. Die Ideen sollen nun innerhalb der Projektlaufzeit in den Unternehmen umgesetzt werden.

Schirmherr des Wettbewerbs war der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann.

Das Projekt „DigiVA“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in der Branche Metall/Elektro und hilft, die Aus- und Weiterbildung an die Anforderungen der Digitalisierung anzupassen.

veröffentlicht am: 25. September 2018

Neue Zusatzqualifikationen vorgestellt

Das JOBSTARTER plus-Projekt „ZQ.net“ stellte beim 2. Ausbilderworkshop am 29. August 2018 in Chemnitz die neuen Zusatzqualifikationen „IT-gestützte Anlagenänderung“ und „Robotik“ vor. Das Projektteam hat diese aufgrund der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe entwickelt und erprobt. Beim Workshop lernten die Teilnehmenden die Inhalte der Zusatzqualifikationen im Ausbildungsrahmenplan kennen und diskutierten über die fachpraktische Umsetzung im Unternehmen.

Insgesamt kommt für die elf Metall- und Elektroberufe eine neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ hinzu. Im Mittelpunkt dieser stehen fachübergreifende Fähigkeiten wie der Umgang mit digitaler Technik und das Verständnis für Informationssicherheit und Datenschutz. Diese Fähigkeiten können über Zusatzqualifikationen erworben werden. Für die industriellen Elektroberufe wurden daher drei Zusatzqualifizierungen, für die industriellen Metallberufe und den Mechatroniker jeweils vier Zusatzqualifikationen entwickelt und in die Ausbildungsordnung aufgenommen. Diese Zusatzqualifikationen dauern acht Wochen und werden über die IHK gesondert im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.

Zum Hintergrund: „ZQ.net“ entwickelt und erprobt vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung Zusatzqualifizierungen für Beschäftigte, Auszubildende und Ausbildungspersonal von kleinen und mittleren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Bei den Ausbilderworkshops informiert und sensibilisiert das Projekt Ausbildungspersonal für die Projektthemen und zu Inhalten industrieller Digitalisierung.

veröffentlicht am: 24. September 2018

Workshopreihe zur Digitalisierung gestartet

Die Workshopreihe zum Thema „Ausbildung digital managen und organisieren“ des JOBSTARTER plus-Projekt „A 4.0“ ist gestartet. Sie wird gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum der Technischen Universität Ilmenau durchgeführt. Beim Workshop-Auftakt in Gotha am 29. August ging es um die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung für die Berufsausbildung und die dortigen Akteure ergeben. Schwerpunkt waren die Aktualisierungen der Ausbildungsordnung in den Metall- und Elektroberufen.

Interessierte können jederzeit noch in die Workshopreihe einsteigen – der nächste Workshop ist für Mitte November geplant. Aktuelle Informationen, auch zur Anmeldung, veröffentlicht das Projekt auf seiner Projektseite.

Zum Hintergrund: Das Projekt „A 4.0 – betriebliche Bildung für die Industrie 4.0“ unterstützt KMU in der Metall- und Elektrotechnik, die Ausbildung an die Anforderungen von digitalisierter Produktion anzupassen.

Digitalisierung in der Baubranche

Vom 3D-Druck bis zur VR-Brille: Die JOBSTARTER-Bauallianz diskutierte in Erfurt Möglichkeiten der Digitalisierung in der Ausbildung für die Baubranche – und konnte diese direkt selbst ausprobieren.

Am 19. und 20. Juni 2018 fand das vierte überregionale Austauschtreffen der JOBSTARTER-Bauallianz in Erfurt statt. Gastgeber des Treffens war das JOBSTARTER plus-Projekt „Digitalisierung in der Baubranche“ des Bildungswerks BAU Hessen-Thüringen e.V.

Welche Anforderungen und Herausforderungen entstehen im Zuge der Digitalisierung für die Baubranche und wie handeln Unternehmen? Einen guten Einblick zu dieser Thematik erhielten die Teilnehmenden des Netzwerktreffens durch einen Unternehmensbesuch bei der UNIVERSAL BAU GmbH. Andreas Osterloh, Mitglied der Geschäftsführung, berichtete über die Entwicklung der Digitalisierung in dem Betrieb aus Mühlhausen mit etwa 150 Mitarbeitern. Das Unternehmen führte ein Dokumentenmanagementsystem, digitale Bauakten und ein Online-Bestellsystems ein und erzielte damit ein effektiveres Arbeiten sowie eine Produktivitätssteigerung. Wichtig sei bei diesem Veränderungsprozess der Rückhalt durch die Geschäftsführung, so Andreas Osterloh.

Maschine stellt Chips für Einkaufswägen her.

Personalisierte Einkaufschips für die Teilnehmenden der Bauallianz.

Manuela Zauritz

Zum Stand der Digitalisierung in der Ausbildung besuchten die Teilnehmenden des Treffens die Andreas-Gordon-Schule in Erfurt. Der Schulleiter der Berufsschule, Karsten Pohlemann, informierte über die Potenziale der Digitalisierung in der Berufsschule – zum Beispiel in der Informatik bei Hardware und Modellierung, in der Wirtschaftslehre bei der Angebotskalkulation, in Deutsch bei Handouts und Flyern. Die vielfältigen Facetten des 3D-Druckverfahrens konnten die Teilnehmenden der Bauallianz selbst erleben und sich einen individuellen Einkaufschip erstellen.

In einem weiteren Programmpunkt stellte Ron Hoffmann von der IAD – Informationsverarbeitung und angewandte Datentechnik GmbH die Entwicklungen in den Bereichen virtual reality (VR) und augmented reality (AR) vor.

Er skizzierte verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung – beispielsweise in der Lernortkooperation. Es können Techniken erlernt werden, die sonst einen hohen Aufwand oder gewisse Gefahren bedeuten würden, wie z. B. im Handwerk oder Brandbekämpfungstraining. Speziell in der Baubranche kommen VR und AR auch bei Auswertungsplänen oder der Einbettung in Logistikprozesse zur Anwendung. Lern- und Entwicklungsprozesse können mithilfe der Technik anschaulich dargestellt und verschiedene Rollen eingenommen werden, so Hoffmann. Die Teilnehmenden der Bauallianz konnten schließlich selbst eine AR-Brille aufsetzen.

Mann kniet neben einer Drohne und erklärt ihre Funktionsweise.

Gunnar Bock erläutert Einsatzmöglichkeiten der Drohne.

Manuela Zauritz

Abschließend erläuterte und demonstrierte Gunnar Bock Einsatzmöglichkeiten einer Flugdrohne in der Bauwirtschaft. Diese kann beispielsweise bei der Baustellendokumentation, der Vermessungen oder bei Fortschrittskontrollen der jeweiligen Baustelle unterstützen.

Das Netzwerktreffen konnte wieder neue Impulse für die Arbeit der Teilnehmenden im Bereich der Digitalisierung von Ausbildungsprozessen setzen. Beim nächsten Treffen im Herbst 2018 in Berlin wird es um Fragen und Umsetzung zum Azubimarketing für Betriebe in der Baubranche gehen. Zudem möchten die Mitglieder der Bauallianz ein gemeinsames Leitbild erstellen.

Autorinnen und Ansprechpartnerinnen

Christina Rathmann, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd
Tel.: 0911 / 27 77 96 18
E-Mail

Manuela Zauritz, JOBSTARTER-Regionalbüro Ost
Tel.: 030 / 32 66 91 91
E-Mail

Weitere Informationen zur JOBSTARTER-Bauallianz

veröffentlicht am: 11. September 2018

KAUSA-Ausbildungsbotschafter in Sachsen-Anhalt aktiv

Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd macht seit Kurzem junge Geflüchtete zu Ausbildungsbotschaftern. Mit Hilfe der Ausbildungsbotschafter möchte die KAUSA Servicestelle bestimmte Zielgruppen besser erreichen und ansprechen können. So unterstützen die Ausbildungsbotschafter die Arbeit der KAUSA Servicestelle, indem sie beispielsweise in Berufsvorbereitungsklassen den Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen auf dem Weg in Ausbildung berichten. Sie gehen auch in Betriebe, um diese für die Ausbildung von jungen Geflüchteten zu gewinnen.

Junger Mann erzählt etwas vor einer Berufsschuleklasse

Sayed Azizi berichtet von seinen Erfahrungen in der dualen Ausbildung.

KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd

„Ohne die Unterstützung durch die KAUSA Servicestelle wäre ich nicht so schnell in eine Ausbildung gekommen.“

Sayed Azizi, KAUSA-Ausbildungsbotschafter

Aktuell sind vier Ausbildungsbotschafter im südlichen Sachsen-Anhalt aktiv. Bei den bisher ausschließlich männlichen Ausbildungsbotschaftern handelt es sich um junge Geflüchtete, die mithilfe der KAUSA Servicestelle einen Ausbildungsplatz fanden – und mit ihrem Engagement als Ausbildungsbotschafter nun Etwas zurückgeben wollen. So wie Sayed Azizi, der sich im zweiten Jahr seiner Ausbildung zum Dachdecker befindet.

Zum Hintergrund: Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd informiert und berät Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Geflüchtete zum Thema berufliche Bildung.

veröffentlicht am: 7. September 2018

Neue Projektwebsite „Betriebliche Ausbildung 4.0“

Das Jobstarter plus-Projekt: „A 4.0 – Betriebliche Bildung für die Industrie 4.0“ aus Gotha hat eine umfangreiche Projektwebsite gelauncht. Sie bietet mit aktuellen Meldungen, Fachbeiträgen und einem Glossar zahlreiche Informationen zum Thema „Digitalisierung in der Ausbildung“. Außerdem werden die Aktivitäten des Projekts vorgestellt.

Zum Hintergrund: Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen in der Metall- und Elektrotechnik dabei zu unterstützen, die Ausbildung an die Anforderungen von digitalisierter Produktion anzupassen.


Archiv 2018

Projekt veröffentlicht Erklärfilm

Selbstverteidigung gegen den Fachkräftemangel – das ist das Motto des JOBSTARTER plus-Projekts „KungFu – Kunststoff goes future“ aus Lemgo. Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit hat das Projekt nun einen Erklärfilm gedreht, der die Ziele und Maßnahmen des Projekts anschaulich darstellt.

Zum Hintergrund: „KungFu“ entwickelt Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Betriebe der Kunststoffbranche in der Region Ostwestfalen-Lippe für die Anpassung der Aus- und Weiterbildung an die Anforderungen von Industrie 4.0.

veröffentlicht am: 30. August 2018

Ausbildungsplattform für Betriebe geht online

Das JOBSTARTER plus-Projekt „MEMA-Fachkraft plus“ aus Lingen hat die MEMA-Ausbildungsplattform konzipiert und gelauncht. Die Plattform richtet sich insbesondere an Ausbildungsbetriebe und bietet diesen einen Werkzeug- und einen Qualifizierungskatalog.

Der Werkzeugkatalog enthält Hilfsmittel und Maßnahmen, die Betriebe einsetzen können, um ihre Ausbildung zu strukturieren und effektiv durchzuführen. Zu jedem Werkzeug werden neben allgemeinen Informationen auch die Vor- und Nachteile genannt sowie eine Aufwandseinschätzung angegeben.

Der Qualifizierungskatalog bietet Betrieben eine Übersicht über regionale Qualifizierungen und Veranstaltungen für die Zielgruppen Auszubildende und Ausbildungspersonal. Außerdem können Bildungsträger ihre Angebote eigenständig auf die Plattform stellen.

Zum Hintergrund: Das Projekt „MEMA-Fachkraft plus“ zielt darauf ab, die Attraktivität der Ausbildung im Metall- und Maschinenbaucluster in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim zu steigern. Dazu unterstützt es u. a. regionale Betriebe dabei, ihr Ausbildungsengagement zu erhalten und auszubauen.

veröffentlicht am: 28. August 2018

Projekt „oikos“ auf der Landesgartenschau

Hauswirtschaft ist ein vielseitiger und sinnstiftender Beruf − davon konnten sich rund 300 Besucher/-innen der Landesgartenschau überzeugen. Mit Fühl- und Geruchsboxen, Geschmacksproben und einer Rallye konnten sie den Beruf mit allen Sinnen erleben.

Während der Landesgartenschau in Lahr führte das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos“ eine Marketingaktion für den Beruf „Hauswirtschafter/-in“ durch: Vom 04. bis 11. Juli schnupperten, fühlten und schmeckten die Besucher/-innen in die Hauswirtschaft hinein und informierten sich über die Tätigkeitsfelder des Berufs.

Hauswirtschaft fühlen und riechen

Junger Mann greift in eine sogenannte „Fühlbox“, um einen Gegenstand zu ertasten.

Anhand von Fühlboxen ertasteten die Besucher/-innen den Beruf Hauswirtschafter/-in.

Fotografin: Daniela Katz-Raible

Beherzt griffen viele Besucherinnen und Besucher in sogenannte Fühlboxen, ganze Familien rätselten bei einzelnen Gegenständen: „Was könnte das sein? Eine Fernbedienung? Aber was hat das mit Hauswirtschaft zu tun?“ „In der Fühlbox befindet sich ein Taschenrechner“, erklärte Daniela Katz-Raible, Referentin beim Projekt „oikos“, der Gruppe. „Rechnen und Kalkulieren ist ein wichtiger Part in der Ausbildung zum Hauswirtschafter oder zur Hauswirtschafterin, es steckt ja auch der Begriff Wirtschaft im Namen. Egal ob die richtige Rezeptberechnung, Nährwertberechnung oder die Kalkulation von Dienstleistungen – rechnen können muss man schon“, berichtete eine Hauswirtschafterin vor Ort.

Dass man Hauswirtschaft auch riechen kann, überraschte viele Besucher/-innen. In drei Riechdosen befanden sich unterschiedliche hauswirtschaftliche Gerüche. Der Kaffeegeruch stand dabei für die Zubereitung des Frühstücks für Gäste, Bewohner/-innen oder Kundinnen bzw. Kunden und wurde von den meisten Besucher/-innen direkt erkannt. Beim Curry wurde es schon schwieriger: „Das ist irgendein Gewürz,“ sagte eine Frau zu ihrem Begleiter, der als nächstes reinschnupperte. Das Currypulver symbolisierte bei der Aktion ein nachhaltiges und vollwertiges Mittagessen, das schmeckt und von der hauswirtschaftlichen Fachkraft kalkuliert ist. Der letzte Geruch war der schwerste. Daniela Katz-Raible gab den Teilnehmenden einen Tipp: „Hauswirtschaft begleitet die Klienten durch den ganzen Tag, bis sie sich abends in ein sauberes, frisch gewaschenes Bett legen können.“ Dann wird es den meisten klar: Die Box roch nach Waschmittel.

Hauswirtschafter/-in – ein Beruf mit Sinn und Zukunft

Von den Gerüchen und Gegenständen ausgehend kamen die Projektmitarbeiter/-innen schnell mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch, warum Hauswirtschaft ein Beruf ist, der auch zukunftssicher und sinnstiftend ist. Überall wo Menschen leben, wohnen oder zu Gast sind, können Hauswirtschafter/-innen arbeiten und den Menschen individuelle Lebensqualität ermöglichen: Ein schön eingerichteter sauberer Raum, eine gute Atmosphäre beim gemeinsamen Mittagessen und vieles mehr leisten Hauswirtschafter/-innen tagtäglich.

„Oikos“ zeigte den Besucher/-innen auch die Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Hauswirtschaft auf, bevor sie die Hauswirtschaft auch schmecken durften: Rund 300 professionell hergestellte und deklarierte Marzipankekse der Hauswirtschafts-Azubis wurden an interessierte und hungrige Gäste verteilt.

Die angehenden Hauswirtschafterinnen im ersten und zweiten Lehrjahr stellten jedoch nicht nur die Kekse her, sondern gaben bei der Berufsorientierungs-Rallye ihr Wissen an fünf Stationen an circa 60 Schüler/-innen weiter. Von der Karriereleiter in der Hauswirtschaft über das Thema Händehygiene, von Kräuterarten bis hin zur Entscheidung für die Reinigungsfaktoren mit dem Sinnerschen-Kreis erhielten die Schüler/-innen ein Bild von der Ausbildung und praktische Einblicke. Sabine Berszinski, Lehrerin an der HLS Offenburg war besonders stolz: „Ich bin richtig begeistert wie gut ihr den Beruf heute präsentiert habt“, lobte sie die Azubis.

Durch den Erfolg dieser Aktion konnte das Projekt „oikos“ das Berufsbild „Hauswirtschafter/-in“ in der Öffentlichkeit voranbringen. Bei der Aktion unterstützten das Regierungspräsidium Tübingen (zuständige Stelle) und die regionale Ausbildungsberaterin Maria Gille, die Haus- und Landwirtschaftliche Schule Offenburg und die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft das Projekt.

Zwei junge Frauen stehen neben einem Aufsteller mit Informationsmaterialien

Die Projektmitarbeiterinnen stellen den Besuchern die Karriereleiter in der Hauswirtschaft vor.

Fotografin: Daniela Katz-Raible

Ermöglicht wurde die Aktion durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Rahmen der Ausstellung: „Frauen bewegen das Land – Innovativ, qualifiziert, erfolgreich“.

Autorin und Ansprechpartnerin

Weitere Informationen, das Veranstaltungskonzept zum Nachmachen und Materialien zum Ausleihen erhalten Sie bei

Daniela Katz-Raible
Referentin im JOBSTARTER plus-Projekt „oikos – Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“
Diakonisches Werk Württemberg e. V.
Tel.: 0711 / 16 56 480

Weitere Informationen zum Projekt

veröffentlicht am: 1. August 2018

Projekt „Plan K.“ lud zum Branchendialog

Wie stehen Ausbilder/-innen und Auszubildende digitalen Medien in der Ausbildung gegenüber? Wie können sie genutzt werden und was ist zu beachten? Mit diesem Thema haben sich die Teilnehmenden des Branchendialogs zur Digitalisierung beschäftigt.

Bilden wir modern aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Branchendialog zur Digitalisierung in der Kunststoff- und Chemiebranche“, zu der das JOBSTARTER plus-Projekt „Plan K.“ am 3. Juli nach Senftenberg-Brieske einlud. Dabei führten die Brandenburger Unternehmen der Kunststoff- und Chemiebranche die beim Workshop im Juni 2017 begonnene Diskussion zur „Berufsausbildung 4.0 – Digitalisierung der Berufsausbildung“ fort. Unterstützt und fachlich begleitet wurde das JOBSTARTER plus-Projekt durch die Wirtschaftsförderung Brandenburg und die IHK Cottbus.

Die Teilnehmer/-innen tauschten sich bei der Veranstaltung darüber aus, wie digitale Medien in der Ausbildung genutzt werden. Dazu wurde die Auswertung einer Befragung von Brandenburger Kunststoff- und Chemie-Unternehmen zum Stellenwert und zur Nutzung digitaler Medien in der Ausbildung vorgestellt. Ein hoher Prozentsatz der Befragten gab an, dass die Aus- und Weiterbildung in der Zukunft ohne Digitalisierung unmöglich sein werde. Es besteht außerdem unter den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie untern den Auszubildenden ein sehr großes Interesse an dem Thema, allerdings auch eine große Unsicherheit über das „Wie“.

Auf der Veranstaltung wurde auch die neue Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ erläutert. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmenden über die Dimensionen und Aspekte von Medienkompetenz in der Berufsausbildung, speziell über selbstständiges Lernen und die effektive, zielgerichtete Nutzung von Medien. 

Mit Apps durch den Workshop

Der Austausch wurde gefördert durch die aktive Beteiligung der Teilnehmer/-innen an der Diskussion und durch die Auswertung von interessanten Fragen über verschiedene Apps (Mentimeter, Kahoot, polleverywhere). Die Vortragenden demonstrierten die praktische Verwendung der Apps. Viele der Ausbilderinnen und Ausbilder probierten diese begeistert aus und konnten sich dadurch die Umsetzung in der Ausbildung plastisch vorstellen. Die Nutzung von elektronischen Ausbildungsnachweisen (Online-Berichtsheft) fand ebenso das besondere Interesse der Anwesenden. Eine der vorgestellten Varianten (BloK) wurde bereits von der IHK ausprobiert und sowohl von den Features als auch vom Preis her für die Nutzung durch KMU befürwortet.

Vernetzung zur besseren Unterstützung von KMU

Das JOBSTARTER plus-Projekt „PLAN K.“ nutzte mit diesem Branchendialog intensiv die Gelegenheit zur Vernetzung mit dem Projekt „Digital MKC“. „Digital MKC“ analysiert den Einsatz digitaler Medien in der Aus- und Weiterbildung in den Berufsfeldern Metall, Kunststoffe und Chemie in Südbrandenburg. Die Ergebnisse der Analysen und die daraufhin zu erarbeitenden Curricula zur Erhöhung der Medienkompetenz und des Einsatzes digitaler Medien in der Ausbildung stellen eine direkte praktische Unterstützung für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Kunststoffbranche dar, die im Mittelpunkt des Projektes „PLAN K“ stehen.

Autorin: Marina Scholz

veröffentlicht am: 18. Juli 2018