Kurz berichtet Aktuelle Meldungen aus der Projektarbeit

Deutschlandweit unterstützen über 100 JOBSTARTER plus-Projekte kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihr Ausbildungsengagement aufrecht zu erhalten oder zu erhöhen.

„Kurz berichtet“ gibt einen schnellen Überblick über Neuigkeiten, Ergebnisse und Erfahrungen aus der Arbeit der Projekte. Veranstaltungsdokumentationen der Projekte finden Sie hier ebenfalls.


Projekt präsentiert Handwerksberufe stellvertretend für Betriebe auf Messe

Oft sind auf Ausbildungsmessen zahlreiche große Unternehmen zu finden, kleine und mittlere Betriebe dafür selten. Denn den kleinen Betrieben fehlt häufig die Zeit, ihre Ausbildungsstellen auf Messen zu präsentierten. Dies nahm das JOBSTARTER plus-Projekt „Aufwind für die Ausbildung im Grafschafter Handwerk“ zum Anlass, auf der dreitägigen Messe arbeitswelten in Nordhorn die Handwerksbetriebe und deren Ausbildungs- und Praktikumsstellen stellvertretend bei den knapp 4.000 Besucherinnen und Besuchern vorzustellen.

Im Gepäck hatte das Projektteam fast 160 Ausbildungs- und Praktikumsstellen in 35 Ausbildungsberufen. Diese hatte das Projektteam vorab von den regionalen Innungsbetrieben erfragt und daraus pro Beruf eine Betriebsliste erarbeitet. Diese Listen wurden zusätzlich nach den Regionen der Grafschaft Bentheim gegliedert, sodass die Jugendlichen eine gute Übersicht der Angebote erhielten.

Berufe plastisch präsentiert

Auf dem Messestand präsentierte das Projektteams charakteristische Gegenstände, die jede der insgesamt zehn vertretenen Innungen symbolisierten, zum Beispiel Frisierköpfe für die Friseurinnung oder Autoscheinwerfer für die Kfz-Innung.

Blick auf einen Messestand, links im Bild ein Besucher.

Praxismaterial und eine Karriereleiter gaben den Besucherinnen und Besuchern einen bildhaften Eindruck von den Handwerksberufen.

Viele Schülerinnen und Schüler haben den Stand besucht und sich über Ausbildungsmöglichkeiten in den verschiedenen Bereichen informiert und Hinweise zu konkreten Ausbildungsplätzen erhalten. Häufig waren sie dabei von der großen Vielfalt an Ausbildungs- und Karrierechancen im Handwerk positiv überrascht. Besonders der Beruf „Friseur/-in“ war an den Messetagen bei den jungen Leuten sehr gefragt.

Jugendliche and Handwerk interessiert

Insgesamt hat das Projektteam mit über 100 Jugendlichen intensive Gespräche führen können. Dabei hat das Team knapp 70 Listen mit Praktikums- und Ausbildungsstellen herausgegeben und zwar genau zu dem Beruf, den die Jugendlichen benannten. Kleine Handwerksbetriebe aus der Region konnten sich und ihr Ausbildungsangebot so bei den jungen Menschen bekannt machen, ohne selbst an der Messe teilzunehmen.

Dass dieser Bedarf seitens der Betriebe bestand, zeigten die 160 gemeldeten Ausbildungsstellen. Dieser Arbeitsansatz zur Unterstützung der Betriebe hat sich damit als zielführend herausgestellt. Der Nutzen ist dabei sowohl für Betriebe als auch für Schüler/-innen signifikant erkennbar. Das Projektteam wird daher zukünftig die Ausbildungsplätze der Handwerksbetriebe auf weiteren Messen stellvertretend bewerben.

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veröffentlicht am 20. September 2019

Film zeigt Studienzweifler/-innen Beratungsangebot auf

Viele Studentinnen und Studenten zweifeln daran, ob sie mit dem Studium den richtigen Weg eingeschlagen haben. Sie sind mit ihrer Situation unzufrieden und wollen etwas ändern. Doch häufig kennen sie die Alternativen nicht. Das JOBSTARTER plus-Projekt „ask for change II“ spricht Studienzweifler/-innen frühzeitig an, informiert sie über ihre Optionen und berät sie. Während der individuellen und vertraulichen Beratung zeigt das Projektteam Möglichkeiten auf, die den Ratsuchenden bei der Orientierung vor und nach Abbruch des Studiums helfen sollen.

Um diesen Service bekannter zu machen, entwickelte das Projekt einen Kurzfilm. Diesen hat das Projekt auf seiner Website veröffentlicht. Zukünftig wird der Film auch in den Sozialen Medien der Hochschule sowie auf Werbetouren durch Vorlesungen eingesetzt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass der Film möglichst viele Betroffene frühzeitig erreicht.

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veröffentlicht am 18. September 2019 

Radioreportage über das Projekt „ALF“

Wie funktioniert die Vermittlungsarbeit in Klein- und Kleinstunternehmen im Schwalm-Eder-Kreis? Diese Frage stellte der Reporter Michael Przibilla des Hessischen Rundfunks dem Projektteam des JOBSTARTER plus-Projekts „Alf“ der Jugendwerkstatt Felsberg.

Auf Einladung des Projektteams „Alf“ dokumentierte er die erfolgreiche Vermittlung einer jungen Frau in eine Ausbildung als Buchhändlerin. Viele Schwierigkeiten auf dem Weg dahin mussten überwunden werden, zum Beispiel die fehlende formale Qualifikation der Bewerberin, ihre Unsicherheit und mangelnde Zuversicht und die anfängliche Skepsis des Betriebs. Doch mit Hilfe des Projekts konnte der Weg in die Ausbildung geebnet werden. Der Beitrag des Hessischen Rundfunks erzählt davon, wie das Projekt der Buchhandlung „Foto & Buch Vockeroth“ aus Felsberg/Gensungen eine motivierte Auszubildende vermittelte, deren fehlendes Abitur durch ihre große Begeisterung für den Ausbildungsberuf wettgemacht wurde. Darüber hinaus werden weitere Maßnahmen des Projekts zur Unterstützung von Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) kurz vorgestellt.

Denn für KKU wie die Buchhandlung Vockeroth ist der Weg zu passenden Bewerber/-innen nicht immer einfach. Häufig fehlt es an Werbe- oder Informationsmöglichkeiten und an den nötigen Ressourcen für professionelles Ausbildungsmarketing. „Alf“ unterstützt diese Unternehmen bei der Besetzung ihrer freien Ausbildungsstellen.

veröffentlicht am 5. September 2019 

Arbeitshilfe zur Verweisberatung vom Projekt „Plan B(eruf)“

Beratungsstellen für Studienzweiflerinnen und -zweifler sowie Studienabbrecherinnen und -abbrecher können nicht immer zu allen auftretenden Fragen und Anliegen beraten, da sie oft bestimmte Schwerpunkte in ihrer Arbeit haben. Eine Verweisberatung an eine weitere Stelle ist daher häufig eine sinnvolle Maßnahme, um eine passgenaue Beratung durch Expertinnen und Experten zu ermöglichen. Dies bedeutet jedoch nicht immer, dass der- oder diejenige nicht weiter von der ursprünglichen Anlaufstelle beraten wird. So kann die Verweisberatung zu einem konkreten Thema ergänzend im Beratungsprozess genutzt werden.

Die Arbeitshilfe „Passgenaue Beratung und Verweisberatung für die Zielgruppe Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen an Leipziger Hochschulen“ des JOBSTARTER plus-Projekts „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ ist im „Arbeitskreis zur Vernetzung beratender Stellen zum Thema Studienzweifel/ Studienabbruch“ entstanden. In dem Arbeitskreis engagieren sich Beraterinnen und Berater aus verschiedenen Einrichtungen der Leipziger Hochschulen, vom Studentenwerk Leipzig, der Kammern sowie der Arbeitsagenturen Leipzig und Oschatz.

Der Arbeitskreis wurde 2015 im Rahmen des ausgelaufenen JOBSTARTER plus-Projekts „Plan B“  der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) Leipzig gestartet und dient dem Kennenlernen, Austausch und der Weitergabe von Wissen. Schwerpunkte sind die Themen Studienzweifel und Studienabbruch.

Die Arbeitshilfe dokumentiert die Praxis der Verweisberatung und enthält Informationen und Materialien zur Verweisberatung sowie eine Checkliste für eine Erstberatung. Außerdem werden Herausforderungen sowie positive Aspekte der Verweisberatung thematisiert. Die Nutzung der Arbeitshilfe sowie Anpassungen, um sie in anderen Regionen einzusetzen ist, mit dem Hinweis auf die Quelle, vom Projekt erwünscht, sodass sie weiterverwendet, kopiert und verändert werden darf.

veröffentlicht am 26. August 2019 

Projekt unterstützt Azubis bei Prüfungsvorbereitung

Am 15. und 16. Juli 2019 fand jeweils eine Unterweisung Tierbeurteilung „Mutterkuh“ und eine zum Thema „Milchvieh“ für Auszubildende statt.  Insgesamt 19 Auszubildende des zweiten und dritten Ausbildungsjahres wurden von Expertinnen und Experten in den Unterweisungen auf ihre praktischen Prüfungen vorbereitet. Durchgeführt wurde die Veranstaltung vom JOBSTARTER plus-Projekt „GRÜNBUND – Verbundausbildung in Grünen Berufen“ gemeinsam mit dem Thüringer Landesamt für Landwirtschaft im Ländlichen Raum. Die Veranstaltung fand in den Projektbetrieben der „Agrargesellschaft Harzungen mbH“ und auf dem Hof der „Agrar GmbH Oldisleben“ statt. Die Auszubildenden erlernten theoretische Grundlagen zur artgerechten Tierhaltung bei Kühen, wie genetische Vererbung, Zucht und hier auftretende Probleme, Merkmale der Tierbeurteilung oder das Lesen einer Stallkarte. Im Anschluss konnten Sie das Gelernte direkt im Stall in der Praxis anwenden.

Eine Auszubildende beurteilt eine Milchkuh.

Eine Auszubildende wendet die Theorie in der Praxis an.

„GRÜNBUND – Verbundausbildung in Grünen Berufen“

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veröffentlicht am 2. August 2019 

Projekt befragt Unternehmen zur Digitalisierung in der Ausbildung

Um den Digitalisierungsstand in der betrieblichen Ausbildung zu ermitteln, führte das JOBSTARTER plus-Projekt „Fit in Ausbildung; Perspektive 4.0“ Umfragen unter Betrieben aus der Kölner Region durch. 167 Betriebe füllten im Zeitraum 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2019 online einen Fragenbogen aus. Davon konnte das Projektteam 41 Bögen auswerten. Alle Fragen zielten darauf ab, Handlungsbedarfe rund um den digitalen Wandel in der dualen Ausbildung zu eruieren. Die punktuelle Auswertung der ermittelten Bedarfe fließt in die Entwicklung von regionalen Konzepten für Workshops, Veranstaltungen und Beratungen des Projekts ein.

Die Zwischenauswertung zeigt, dass die größten Herausforderungen die Rekrutierung von Auszubildenden und der Weiterbildungsbedarf der Mitarbeiter/-innen sind. In diesen Bereichen benötigt es Orientierung und Unterstützung, vor allem durch konkrete Angebote, die die betriebliche Ausbildung fit für die Zukunft machen.

Die vollständige Zwischenauswertung hat das Projekt auf seiner Website veröffentlicht.

veröffentlicht am 29. Juli 2019 

Strategiebeirat unterstützt JOBSTARTER plus-Projekt „ask for change“

Am 20. Juni 2019 luden der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., die Hochschule Wismar und der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Gründungspädagogik der Universität Rostock als Verbundakteure des JOBSTARTER plus-Projektes „ask for change II“ zur zweiten Sitzung des Strategiebeirates ein. Der Strategiebeirat entwickelt zusammen mit dem Projekt Ideen für die Beratung von Studienzweiflerinnen und -zweiflern.

Er besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Netzwerkpartner, die in der Beratung und Vermittlung tätig sind. So z.B. die Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), Branchen- und Unternehmensverbände sowie Vertreterinnen und Vertreter aus den Ministerien. Ziel des Strategiebeirates ist es, das Verbundprojekt zu begleiten, Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der Verbundideen auszusprechen, die politische Diskussion zu unterstützen und Netzwerke auszubauen. Zur Halbzeit der Projektlaufzeit sollte nach eineinhalb Jahren ein aktueller Stand der Arbeit an den einzelnen Standorten vorgestellt werden. Des Weiteren sollten weitere Handlungsschritte für 2019/2020 definiert und abgestimmt werden, um die Sichtbarkeit der Beratungsaktivitäten zu erhöhen und die Instrumente der Ansprache für die Zielgruppe noch transparenter zu machen.

Wie wichtig die strategische Zusammenarbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Hochschulen und Universitäten ist, zeigt die Bereitschaft der Leiterin Allgemeine Studienberatung & Careers Service der Universität Rostock, als neues Mitglied im Strategiebeirat mitzuwirken. Dies bedeutet eine noch stärkere Verankerung an der Universität. Darüber hinaus begrüßte der Verbund Gäste aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit sowie dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, die an den inhaltlichen Ergebnissen der Zusammenarbeit interessiert und wichtiger Partner für Vernetzung im Land sind. 

Wesentliche Ergebnisse der Sitzung sind die gemeinsame Produktentwicklung, wie beispielsweise einer Beratungslandkarte für die Regionen Wismar, Schwerin und Rostock sowie regionale Arbeitskreise, um Beratungsketten aus den Hochschulen transparenter werden zu lassen. Zugänge zu den Beratungsinstitutionen wie Kammern und Branchenverbände müssen erleichtert werden. Ebenso wurde der Beirat über den aktuellen Entwicklungsstand von sogenannten Selbstreflexionstools für Studierende informiert. Es wurde diskutiert, dass Beratung noch stärker institutionsübergreifend ausgebaut werden muss, Beratungsketten enger vernetzt und regional ausgebaut werden müssen. Die regionalen Arbeitskreise dienen der Verzahnung und Einbindung aller relevanten Akteure. Die Moderation der Arbeitskreise durch das Personal des JOBSTARTER plus-Projekts hilft, eine größere Sensibilität für die Bedarfe der Zielgruppe deutlich zu machen und zu transportieren. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Beratungsangebote besser sichtbar gemacht werden müssen. Die institutionscharakteristischen Angebote sollen daher besser verzahnt und beispielsweise über ein gemeinsames Label verknüpft werden. Daran wird der Projektverbund in Zukunft weiterarbeiten.

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veröffentlicht am 11. Juli 2019 

Bundesbildungsministerin Karliczek besucht JOBSTARTER plus-Projekt „KungFu“

Gleich am ersten Tag, 8. Juli 2019, ihrer Journalistenreise hat Bundesbildungsministerin Karliczek das JOBSTARTER plus-Projekt „KungFu – Kunststoff goes Future“ der Lippe Bildung eG. besucht. Auszubildende, Unternehmensvertreter/-innen sowie Berufsbildungsexpertinnen und -experten sprachen mit der Ministerin über die Sicherung der dualen Aus- und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung sowie über die Vernetzung von beruflicher und akademischer Bildung. Dazu stellte Achim Gerling, Projektleiter von „KungFu“, zusammen mit seinem Team und beteiligten Unternehmen und Auszubildenden die Teilergebnisse aus der Projektarbeit der vergangenen beiden Jahre vor.

Unter anderem erklärten drei Auszubildende aus zwei verschiedenen Unternehmen ihre Rolle als Ausbildungsbotschafter und warum sie auf diese Weise weitere Jugendliche vom Beruf „Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik“ begeistern können. Henrik Fischer (Coko-Werk) berichtete als frisch gebackener Facharbeiter über seine vorherige Arbeit im KungFu-Azubi-Nachwuchsbeirat. In dem Beirat sitzen Auszubildende und entwickeln das Projekt mit ihren Erfahrungen aus der täglichen Arbeit weiter.

Ministerin Anja Karliczek mit den Teilnehmenden

v.ln.r.: Manfred Kreisel (Leiter Lüttfeld Berufskolleg), Markus Rempe (Vorstandsvorsitz Lippe Bildung eG), Christian Stiewe (Auszubildender und Ausbildungsbotschafter), Melanie Lehmann (Geschäftsführerin Oskar Lehmann GmbH & Co. KG), Achim Gerling (Projektleitung KungFu), Ministerin Anja Karliczek, Bernhard Brisgies (Leitung Lernfabrik Lippe 4.0), Landrat Dr. Axel Lehmann, Tobias Döhring (KungFu-Team), Diana da Silva (Personalreferentin Paul Reuter GmbH), Erwin Schadt (KungFu-Team), Katja Seibel (KungFu-Team), Henrik Fischer (Mitglied KungFu-Nachwuchsbeirat), Vanessa Wartenberg (Auszubildende und Ausbildungsbotschafterin)

Lippe Bildung eG

Bundesbildungsministerin steht in einer Gruppe von Männer. Sie hält ein Lichtschwert in der Hand.

 v.l.n.r.: Achim Gerling (Projektleitung KungFU), Markus Rempe (Vorstandsvorsitzender Lippe Bildung eG), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Erwin Schadt (im Hintergrund, Projektmitarbeiter KungFU), Landrat Dr. Axel Lehmann

Lippe Bildung eG

Bundesbildungsministerin Karliczek in einer Gruppe von Personen. Links im Bild ein 3D-Drucker.

v.l.n.r. (nur vordere Reihe): Henrik Fischer (Facharbeiter und Teilnehmer des KungFu-Nachwuchsbeirates), Manfred Kreisel (Leiter des Lüttfeld-Berufskollegs), Carsten Kießler (Leiter des Institutes für Kunststoffwirtschaft OWL), Landrat Dr. Axel Lehmann, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Achim Gerling

Lippe Bildung eG

Mehrere Personen, darunter Bundesbildungsministerin Karliczek, laufen über eine Straße.

Bundesbildungsministerin Karliczek auf der Bildungsmeile in Lemgo. v.l.n.r.: Marc Strüder (Pressesprecher BMBF), Ministerin Karliczek, Markus Rempe, Prof. Jürgen Krahl (Präsident der TH OWL), Prof. Stefan Witte (Vizepräsident der TH OWL)

Lippe Bildung eG

„Es freut mich, dass die ‚JOBSTARTER plus-Projekte‘ immer wieder neue Ideen entwickeln, die den kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen. Wir wollen die Firmen unterstützen, damit sie eine hochwertige und zukunftsfähige Ausbildung anbieten können. ‚KungFu‘ ist ein tolles Beispiel dafür, wie passende Vernetzung Synergien hervorrufen kann.“

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Die „Lernfabrik Lippe 4.0“, die „SmartFactoryOWL“ und der „Erfahrungsraum.MINT“ auf dem Innovation Campus in Lemgo vermittelten der Ministerin und den Journalisten außerdem einen praktischen Einblick in die Zukunft der Berufsbildung. So konnte die Ministerin zum Beispiel in der „SmartFactoryOWL“ live erleben, wie die Zukunft in Maschinen- und Werkshallen aussehen wird: In der 2000 Quadratmeter großen Halle steuern sich die Anlagen selbst, Werkstücke teilen selbst mit, wohin sie transportiert und wie sie weiterverarbeitet werden sollen.

Sehr praktisch wurde es auch, als Bundesbildungsministerin Karliczek das technische Assistenzsystem „Pick-by-light“ unter Anleitung von Prof. Jürgen Jasperneite und Nissrin Arbesun Perez zur Montage einer kleinen Legofigur erfolgreich nutzen konnte.

veröffentlicht am 9. Juli 2019 

Campus-Speed-Dating des Projekts „ask for change II“

Im Minutentakt hatten am 13. Juni 2019 20 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, Studierende, Studienaussteigerinnen und -aussteiger sowie Absolventen und Mentees die Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen oder sich über Einstiegs- und Umstiegsoptionen in einen Betrieb zu informieren. So konnten vor der Sommerpause noch Last Minute-Ausbildungsangebote vorgestellt oder Empfehlungen für einen passenden Praxismentor oder eine -mentorin mitgegeben werden.

Neben den Gesprächen mit den Unternehmensvertreterinnen und -vertretern haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit genutzt, sich auf „Gesprächsinseln“ mit Beraterinnen und Beratern der Partner: Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin, der Handwerkskammer (HWK) Schwerin sowie der Agentur für Arbeit über die jeweiligen Beratungsinhalte, Angebote und Infrastrukturen zu informieren.

Ein Matching war bereits zwei Tage danach erfolgreich und wurde durch einen Ausbildungsvertrag besiegelt. In weiteren Fällen laufen derzeit noch Gespräche.

Ein Speeddating bietet die Chance, dass Unternehmen und Studienzweiflerinnen und -zweifler sowie Absolventen in Kurzgesprächen erste Vorstellungen austauschen und sich entscheiden können, ob sie nachfolgend einen Bewerbungs- und Auswahlprozess einleiten. Der Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung ist für die Unternehmen gering, zumal sie dabei durch das Projektteam von „ask for change II“ unterstützt werden. Darüber hinaus haben beide Seiten so die Möglichkeit, Interessenslagen des Gesprächspartners kennenzulernen.

An der Hochschule Wismar studieren über 3400 Studierende im Direktstudium an den Fakultäten Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Gestaltung. Daher können Unternehmen mit Interessierten verschiedenster Fachrichtungen ins Gespräch kommen. Die Hochschule ist bestrebt, sowohl Absolventen als auch Studienzweiflern Perspektiven in der Region aufzuzeigen.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Hochschule Wismar, dem Lehrstuhl für Wirtschafts- und Gründungspädagogik der Universität Rostock, dem Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V. sowie der Agentur für Arbeit Wismar und der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin realisiert.

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veröffentlicht am 3. Juli 2019 

„Schule trifft Wirtschaft“ – Berufsorientierung für Grüne Berufe

Am 12. Juni 2019 präsentierte das Team des JOBSTARTER plus-Projekts „GRÜNBUND“ die Grünen Berufe bei der Berufsorientierungsmesse an der Regelschule Juri-Gagarin in Bad Frankenhausen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts informierten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 über die Berufsbilder Landwirt/-in, Fachkraft Argrarservice, Tierwirt/-in, Pferdewirt/-in, Fischwirt/-in oder Hauswirtschafter/-in, Gärtner/in oder Pflanzentechnologe/-in.

Die Jugendlichen interessierten sich vor allem für die Digitalisierung und Technisierung der „grünen Berufe“. Welche Aufgaben die Schülerinnen und Schüler dort erwarten, zeigte das Projekt-Team anhand eines Traktors oder einer Drohne, die Kooperationspartner bereitgestellt hatten. Ein Auszubildender zum Landwirt berichtete über seinen Arbeitsalltag und führte einen Traktor vor, den er in seiner Ausbildung bedient. Der Traktor war mit moderner Technik wie GPS, Kameras und Verbindungsschnittstellen für externe Geräte ausgestattet.

Um die Grünen Berufe so attraktiv wie möglich präsentieren zu können, hatte das Projekt an der Schule einen Außenmessestand beantragt, um mit dem Einsatz des Traktors Aufmerksamkeit zu erzeugen. Durch die technischen Geräte konnte gezeigt werden, dass für die Berufe nicht nur handwerkliches Interesse und Naturverbundenheit, sondern auch technische und digitale Affinität benötigt werden.

Von den 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben 12 Interesse für einen Grünen Beruf gezeigt.

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veröffentlicht am 28. Juni 2019

Archiv 2019

Bewerberworkshop des Projekts „KungFu“

Neun interessierte Jugendliche für den Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik nahmen am 29. Mai 2019 an einem etwas anderen Bewerberworkshop des JOBSTARTER plus-Projekts „Kung Fu“ im Schülerlabor „Erfahrungsraum.MINT“ in Lemgo teil. Der Erfahrungsraum.MINT dient der Berufs- und Studienorientierung von Schülerinnen und Schülern und bietet in Workshops kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit, in praxisnahen Situationen mit potentiellen Auszubildenden in Kontakt zu treten. Eingeladen waren neben den Jugendlichen auch die Ausbildungsbetriebe Paul Reuter aus Detmold und E.I.S. Aircraft aus Lemgo.

An einem Nachmittag bearbeiteten die Jugendlichen zwei Aufgaben mit typischen Tätigkeiten aus dem ersten Lehrjahr eines Verfahrensmechanikers: den Bau eines Schlüsselanhängers und mit Steigerung des Schwierigkeitsgrades den Bau eines Strandbuggys. Auf diese Weise konnten die Jugendlichen Bearbeitungstechniken und Fertigungsverfahren aus den Grundlagen der Kunststoffbearbeitung kennenlernen und anwenden. Die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter beobachteten diese bei der Arbeit, kamen mit ihnen ins Gespräch und konnten am Ende mit ihren Wunschkandidatinnen und -kandidaten ausführlichere Bewerbungsgespräche führen.

Das Besondere dabei: Die Unternehmensvertreter kannten zu Beginn des Workshops nur den Namen, das Alter und den Wohnort der Kandidaten. Die Bewerbungsunterlagen wurden ihnen erst nach der ersten Aufgabe zur Verfügung gestellt.

Das „KungFu“-Team hat die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen teilweise traditionelle Vorstellungen bei der Bewerbersuche haben. Vor allem Noten spielen immer noch eine sehr große Rolle oder der Migrationshintergrund von Bewerberinnen und Bewerbern. Genau da setzt das Workshop-Konzept an: Durch die Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben erhalten die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Personalverantwortlichen einen ersten Eindruck von den Jugendlichen und ihren Fähigkeiten. Eine Vorauswahl erfolgt über das Kennenlernen des Menschen und nicht über sein Abschlusszeugnis oder seinen Lebenslauf.

Teilnehmende des Bewerberworkshops auf einem Gruppenbild.

v.l.n.r. Carsten Kießler (Lippe Bildung eG, Leiter zdi-Zentrum Lippe.MINT), Mustafa Alper (Paul Reuter GmbH & Co. KG, Ausbilder), Diana da Silva (Paul Reuter GmbH & Co. KG, Personal), Viktoria Schmidt (Paul Reuter GmbH & Co. KG, Personal), Katja Seibel (Lippe Bildung eG, KungFu), Lars Adam (E.I.S. Aircraft Products und Services GmbH, Ausbilder), Anne-Kathrin Oechler (E.I.S. Aircraft Products und Services GmbH, Personal), Nadine Siekmeier (Lippe Bildung eG, KungFu)

Lippe Bildung eG

Ein Bewerber arbeitet im Bewerberworkshop an einem Tisch an einer Aufgabe zum Thema.

Ein Bewerber arbeitet im Workshop an einer der gestellten Aufgaben.

Lippe Bildung eG

Im Ergebnis zeigten sich die Ausbildungsbetriebe in Ihrer Einschätzung und Auswahl sehr offen – Noten spielten kaum noch eine Rolle. Am Ende mussten die Unternehmen sogar die Jugendlichen von sich überzeugen, wenn sie sich für die gleichen Wunschkandidaten entschieden hatten.

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veröffentlicht am 27. Juni 2019

Broschüre zur Steigerung der Ausbildungsattraktivität veröffentlicht

Mit der Broschüre „Die Segel setzen für Studienabbrecher - Ausbildung im Unternehmen attraktiv und erfolgreich gestalten“ möchte das JOBSTARTER plus-Projekt „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ kleine und mittlere Betriebe (KMU) dabei unterstützen, ihre Ausbildung attraktiver zu gestalten und so Studienabbrecher/-innen für sich zu gewinnen. Dabei wird auf „harte“ Faktoren wie die Ausbildungsvergütung oder Ausbildungsverkürzung sowie auf „weiche“ Faktoren wie Übernahmechancen nach der Ausbildung oder das Image von Beruf und Ausbildungsbetrieb eingegangen.

Die Handreichung beruht auf den Erfahrungen der JOBSTARTER plus­Projekte „Plan B“ und des Folgeprojekts „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) Leipzig, die seit 2015 sowohl mit Studienabbrecherinnen und ­abbrechern als auch mit kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Leipzig zusammenarbeitet.

Drittes Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende

Am 23. Mai 2019 führte das JOBSTARTER plus-Projekt „PereSplus“ in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Jena ein Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende und ausbildende Unternehmen in der Agentur für Arbeit durch. Innerhalb von 7-minütigen Gesprächen lernten sich beide Zielgruppen kennen. Überzeugten die Studienabbrecherinnen und -abbrecher die Unternehmerinnen und Unternehmer, erhielten sie die Möglichkeit für ein ausführlicheres Bewerbungsgespräch im Nachgang der Veranstaltung.

Im Vorfeld der Kurzgespräche wurde ein Matching zwischen den 20 Studienabbrecherinnen und -abbrechern und den 15 Unternehmen vorgenommen. So konnten sich die Studienabbrechenden auf die Unternehmen und deren Ausbildungsberufe vorbereiten. Außerdem wurden die jungen Erwachsenen in einem Workshop auf die kurzen Vorstellungsgespräche vorbereitet. Die Personalverantwortlichen der Unternehmen erhielten im Vorfeld keinen Einblick über die Bewerberinnen und Bewerber. So wurde ein unvoreingenommenes Gespräch ermöglicht. Die Unternehmen hatten aufgrund von angefertigten Kurzprofilen der Studienabbrechenden die Möglichkeit, im Nachgang an diese heranzutreten. Überzeugten die Studienabbrecherinnen und -abbrecher bereits im Gespräch, erhielten sie einen Recall-Zettel und somit die Möglichkeit, ein ausführlicheres Bewerbungsgespräch zu vereinbaren.

Die Ergebnisse und Feedbacks der Teilnehmenden zeigen, dass dieses Format wiederholt werden sollte. Aus der Veranstaltung resultierende Bewerbungsgespräche oder Ausbildungsverträge werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgewertet.

Autor: Marc Jenzewski

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„Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende und ausbildende Unternehmen“ 
Ein Erfahrungsbericht und Handlungsleitfaden des JOBSTARTER plus-Projekts PereSplus

Veröffentlicht am 11. Juni 2019

Workshop zum Thema Ausbildungsmarketing 4.0

Welche Strategie hilft Unternehmen im Heidekreis, potenzielle Auszubildende anzusprechen? Dies war Thema des halbtägigen Workshop „Azubimarketing 4.0“, zu dem die JOBSTARTER plus-Projekte „HK-digital – Digitalisierung im Heidekreis“ und „Fit in Ausbildung; Perspektive 4.0!“ am 27. März 2019 eingeladen hatten. Ausbildende und Personalleiter/-innen aus KMU-Betrieben der Elektro- und Metallbranche erfuhren von den Projektmitarbeitern Anja Borberg und Tilman Liebert wie sie ihre persönliche Marketingstrategie entwickeln. Dazu motivierten sie die Anwesenden mit praxisnahem Wissen, Tipps und Unternehmensbeispielen.

Anhand der SINUS-Jugendstudie wurden die anwesenden Ausbilder/-innen zunächst zur Reflexion über ihre Zielgruppe angeregt. Sie setzten sich mit den unterschiedlichen Erwartungshaltungen Jugendlicher auseinander und der Frage, welche davon sich in ihrem Ausbildungsberuf und -betrieb erfüllen lassen. Anschließend setzten sie sich mit den individuellen betrieblichen Stärken, Schwächen und Alleinstellungsmerkmalen auseinander und verschriftlichen diese. Auf dieser Grundlage wurde dann das eigene authentische Marketing entwickelt.

Nur bei erfolgreich durchgeführter Reflexionsphase kann auch die Bewerberansprache erfolgreich funktionieren. Hier zeigten die Referenten anhand von Praxisbeispielen innovative digitale Wege auf, Jugendliche mit Ausbildungsangeboten zu erreichen. Insbesondere Videoclips können verstärkt zu einem Anstieg der Bewerberzahlen führen. Dies wurde anhand des Videobeispiels des Glasermeisters Sterz verdeutlicht. Der Clip zeigt die betrieblichen Stärken und Leistungen für Auszubildende deutlich auf.

Als weitere elementare Maßnahmen für eine erfolgreiche Bewerberansprache wurden die Erstellung einer Azubi- Website sowie der Aufbau einer Azubi-Bindung schon vor Ausbildungsbeginn genannt. Die Teilnehmenden lernten, dass eine Azubi-Website bei der Zielgruppe am besten wirkt, wenn die eigenen Azubis abgebildet sind und Informationen verständlich aufgearbeitet werden. Ein Beispiel für eine emotionale Bindung der Auszubildenden kann die Einladung zu einem Azubi-Infotag mit Eltern sein. Der Fokus liegt hier auf der strategischen Entwicklung solcher Maßnahmen.

Gruppenfoto der Initiatoren

Die Projektmitarbeiter/-innen blicken auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück und werden diese in Form einer Workshop-Reihe fortführen.

Sascha Sadowski / Gästehaus Villa Wolf, Bomlitz

Aktionsfoto, zwei Männer stehen an einer Pinnwand auf der Fotos gepinnt sind und zwei Frauen sind im Gespräch

Die Teilnehmer/-innen setzten sich u.a. mit den einzelnen Stärken, Schwächen und Alleinstellungsmerkmalen Ihres Unternehmens auseinander.

Anja Borberg

Der Workshop stellte den Auftakt zu einer geplanten Workshop-Reihe dar. Um die Ergebnisse zu sichern und die folgenden Workshops zu planen, wird das Projektteam Rückkoppelungsgespräche mit den Unternehmen führen. Ziel ist, individuelle Lösungen anzubieten, durch ein Marketing-Coaching, das die betriebliche Kultur im Fokus hat.

Verfasst von: Angela Freitag und Tilman Liebert

Veröffentlicht am 07. Juni 2019

Instrumente und Kriterien des Azubi-Recruitings auf dem Prüfstand

Der 18. Workshop „Wie komme ich an Fachkräfte? – Der Weg zum erfolgreichen Azubimarketing“ des JOBSTARTER plus-Projekts „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ beim Flugzeug- und Automobil-Zulieferer Cotesa in Döbeln war das letzte Dialog-Forum vor Ende des Projekts. Für die Gewinnung engagierter und fachlich geeigneter Jugendlicher gibt es keine Patentrezepte. Der Austausch von Erfahrungen hat aber gezeigt, wie das Azubimarketing gelingen kann. 

Nach der Begrüßung durch Nicole Böttcher-Eichler, Cotesa-Personalreferentin, startete der fachliche Diskurs, der von Prof. Maik Gude, TU Dresden, moderiert wurde. In ihrem Impulsbeitrag stellte die Personalreferentin das Azubimarketing der Firma an den Standorten Döbeln und Mittweida vor. Um Jugendlichen den Zugang zu den Ausbildungsplätzen zu erleichtern, wurde eine online-basierte Plattform aufgebaut, die auch eine Kommunikation per WhatsApp ermöglicht. Ob dieser Kommunikationskanal zu einem Ausbildungsvertrag führt, konnte nicht abschließend geklärt werden. Jedoch gibt es messbare Aktivitäten darüber.

Jörg Keller, Leiter der Berufsausbildung bei BMW Leipzig, ging speziell auf den regionalen Fokus des Azubimarketing-Ansatzes ein. Er verdeutlichte, welche großen Anstrengungen es BMW kostet, alle Ausbildungsplätze anforderungsgerecht zu besetzen. Dauerhaft sehr gute Erfahrungen hat BMW in Leipzig mit Praktika gemacht. Jörg Keller legte dar, dass Schulnoten wenig über die handwerkliche Begabung von Bewerberinnen und Bewerbern aussagen: „Das lässt sich in Praktika eindrücklich erkennen“, so sein Resümee. Auch BMW nutzt u.a. einen WhatsApp-Chat, damit sich Jugendliche und Personalverantwortliche einander nähern können.

Florian Arndt, Sons of Motion Picture, stellte das Azubi-Recruiting mittels filmischer Unterstützung vor. Bezüglich der Botschaften und der Erreichbarkeit der Zielgruppe erzielen Filme einen höheren Aufmerksamkeitseffekt im Vergleich zu Text, Bild oder Ton ohne Bewegtbild.

Um Chancen und Herausforderungen im Azubimarketing für die Automotive-Branche zu verdeutlichen, zog Dr. Felix Erler abschließend eine Bilanz der drei Jahre des JOBSTARTER plus Projekts: In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seien viele Instrumente entwickelt worden. Nun gelte es verstärkt, bei Jugendlichen Begeisterung zu erzeugen, ihre Entscheidungsprozesse zu unterstützen und Kompetenzen des Ausbildungspersonals für Industrie 4.0 zu stärken.

Der Projektträger „Automotive Cluster Ostdeutschland GmbH (ACOD)“ wird das Veranstaltungsformat weiter durchführen und auch in Zukunft gemeinsam mit den Unternehmen Workshops rund um Fachkräftesicherung und Industrie 4.0 konzipieren und umsetzen.

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veröffentlicht am 05. Juni 2019

Praxisworkshop zur Zukunft von Logistikberufen

Durch die Industrie 4.0-Prozesse sind viele Berufe im Wandel. Das hat auch Auswirkungen auf die Vermittlungstätigkeit der Bundesagentur für Arbeit (BA). In der Regionaldirektion Sachsen der BA ist daher das Interesse groß, sich mit High-Tech-Unternehmen zu technischen Berufsbildern auszutauschen, um die eigene Beratung zu optimieren. Das JOBSTARTER plus-Projekt „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ gab bei einem Workshop Führungskräften der Regionaldirektion dazu Gelegenheit.

Welche Anforderungen stellen Logistikunternehmen im Zeitalter der Digitalisierung an Beschäftigte und Auszubildende? Führungskräften der Regionaldirektion Sachsen sollten im Transferworkshop auf diese Frage Antworten erhalten.

Ingo Bach, Geschäftsführer des gastgebenden Logistikunternehmens Schnellecke, eröffnete den Diskurs mit den Anforderungen an Jobs in der Industrie 4.0 aus Sicht seiner Firma. Es wurde aufgezeigt, dass Tätigkeitsfelder der Berufsgruppen zunehmend „zusammenfließen“ und komplexer werden. Dies erfordere u. a. IT-Affinität und Technologieorientierung. Die gestiegenen Anforderungen könnten jedoch zu psychischen Belastungen bei jungen Menschen führen.

Die personellen Anforderungen wurden auch beim Rundgang durch die Fertigung deutlich. So wurde die Arbeit in einem Tablet-basierten Picking-System mit Unterstützung von RFID-Armbändern für die Montage eines Moduls für einen deutschen Autobauer sowie ein pick-by-vision-System zur Sequenzierung von Baugruppen gezeigt. Große Aufmerksamkeit fand auch das echtzeitbasierte System zur Disposition erforderlicher LKW-Verkehre zum sächsischen Werk eines Automobilherstellers.

Dr. Felix Erler moderierte den Diskurs zum Thema Industrie 4.0 und ihrer Auswirkungen auf Anforderungen an Mitarbeiter/-innen in technischen Berufen. Dabei bezog er sich auf das JOBSTARTER plus-Projekt mit besonderem Blick auf Langzeitarbeitslose und wie diese erreicht werden können. Die Anwesenden aus der Agentur für Arbeit betonten dabei, dass „Bildungsgutscheine“ und „Trainingsmaßnahmen beim Arbeitgeber“ geeignete Instrumente sind. Dennoch wären mehr aktive Unternehmen wünschenswert.

In der anschließenden Gruppendiskussion ging es vor allem um die Frage, wo und wie „Arbeit 4.0“ in der täglichen Arbeit mit dem Kunden eingebunden werden kann. So wurde deutlich, dass die Tätigkeitsprofile im Logistiksektor einer stetigen Veränderung unterliegen. Michael Bätz, Niederlassungsleiter Sachsen-Thüringen von Ernst & Young, fasst in seinem Beitrag zusammen, was die Gestaltung von Arbeit 4.0 in der sächsischen Automobilindustrie für die Unternehmen aus seiner Erfahrung bedeutet: Veränderungsoffenheit über den Führungskreis hinaus.

Im Ergebnis des Diskurses betonte Birgit Kleinert, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Leipzig, die Wichtigkeit des Verständnisses für Industrie 4.0, um effektiver beraten und um Rahmenbedingungen – wie das neue Qualifizierungschancengesetz – zielgerichteter nutzen zu können.

Das Format dieses Transferworkshops hat im Führungskreis der Agentur für Arbeit Leipzig zum tieferen Verständnis der Anforderungen, die High-Tech-Firmen an Auszubildende heute stellen, beigetragen. Dafür gilt es noch stärker, Gestaltungsspielräume der Arbeitsmarktakteure auch unter regionalen Gesichtspunkten im Freistaat Sachsen zu nutzen. Die im Verlaufe des JOBSTARTER plus-Projekts begonnene Kooperation zwischen der BA und dem Projektträger ACOD zum Thema „Übergang Schule – Wirtschaft“ wird fortgesetzt.

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veröffentlicht am 3. Juni 2019

JOBSTARTER plus-Projekt „oikos“ zieht Bilanz

Das JOBSTARTER-plus Projekt „oikos – Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“ hat am 15. Mai 2019 in Stuttgart unter dem Motto „Trommeln für die Hauswirtschaft“ eine Abschlusstagung veranstaltet. 170 Personen, vom Azubi über die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin bis zum Einrichtungsvorstand, nahmen teil und informierten sich über neue Ideen zur dualen Ausbildung.

Das Projekt „oikos“ hat in den letzten drei Jahren in Baden-Württemberg die duale Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/-in gefördert. Neue Strukturen wurden aufgebaut, die auch in Zukunft die hauswirtschaftliche Ausbildung unterstützen werden. Ergebnisse, Erfahrungen, Materialien und Konzepte von oikos wurden vorgestellt und weitergegeben. Während der drei Jahre konnte die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge Hauswirtschafter/-in um 30 Prozent gesteigert werden. Dieser positive Trend soll sich auch in Zukunft fortsetzen. Anlässlich der Abschlusstagung sprachen die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg Bärbl Mielich und Judith Ramrath, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die das Projekt im Rahmen des Programms JOBSTARTER plus betreut, Grußworte.

Der Recruiter und Buchautor Martin Gaedt stellte vor, wann der Fachkräftemangel hausgemacht ist und wie diesem mit einer Haltung von Innovation und Umkehr der Perspektive entgegengewirkt werden kann. Offene Worte und innovative Praxisbeispiele gaben den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Hauswirtschaftsbranche wichtige Impulse für die Zukunft. Erfahrungen mit der Ausbildung von Menschen mit erhöhtem Sprachförderbedarf stellten die Lehrerinnen Jasmin Tran und Dr. Daniela Bode-Jarsumbeck vor. Sie unterrichten im Teilprojekt „Ausbildung plus Sprache“ in Modellklassen Nichtmuttersprachler an der Hedwig-Dohm-Schule Stuttgart.

Die Schülerinnen und Schüler absolvieren hier eine auf vier Jahre verlängerte Ausbildung zur Hauswirtschafterin/ zum Hauswirtschafter. Sie richten sich an Menschen mit erhöhtem Sprachförderbedarf, insbesondere an Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund. Das Vermitteln von fundierten Deutschkenntnissen wird als Dreh- und Angelpunkt für gelingendes Vorankommen im Berufsschulalltag betrachtet. Die Heterogenität der Klassen, die vielfältigen persönlichen Angelegenheiten und der Umgang mit Traumata ist dabei eine nicht zu unterschätzende Herausforderung für Lehrkräfte. Dennoch sei die Arbeit in den Modellklassen eine Bereicherung, da die Auszubildenden sehr motiviert, höflich und aufgeschlossen sind.

Bei einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter ausbildender Betriebe, Einrichtungen, Gewerkschaften, der Arbeitsagentur sowie ein Auszubildender darüber, was gute Rahmenbedingungen für die Arbeit in der Hauswirtschaft gegenwärtig und in Zukunft sind. Am 30. Juni 2019 endet das Projekt „oikos“. Einige erfolgreiche Maßnahmen, beispielsweise die Ausbildung von Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern, die Jugendkommunikation auf Facebook und Instagram sowie die Vernetzungstreffen von Ausbildern werden auch in Zukunft fortgeführt.

Autorinnen: Daniela Katz-Raible und Sylvia Pflüger

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veröffentlicht am 29. Mai 2019 

Projekt „ask for change II“ veranstaltet Werkstattgespräch

Teilnehmende des Werkstattgesprächs auf einem Gruppenbild.

Teilnehmende des Werkstattgesprächs.

JOBSTARTER-plus Projektes „ask for change II“

„Im Zweifel liegt der Anfang eines kreativen Prozesses“ so die Eingangsworte von Frau Prof. Leyener, Prorektorin der Hochschule Wismar, zum Auftakt des ersten Werkstattgespräches für Beraterinnen und Berater der Kammern, Hochschule Wismar, Universität Rostock, Arbeitsagenturen und Verbände, die sich Studienabbrecherinnen und -abbrechern widmen. Alle Partner und Institutionen bieten umfangreiche institutionsspezifische Informationen rund um Ausbildung und Umstieg. Dennoch werden sie zu selten frühzeitig aufgesucht. Nicht immer sind den Suchenden Beratungsangebote und Inhalte ausreichend bekannt. Daher lud das JOBSTARTER-plus Verbundprojekt „ask for change II“ gezielt zu diesem ersten Werkstattgespräch ein, um sich den nachfolgenden Fragestellungen zu widmen:

  • Wie können Beratungsketten aus Hochschulen transparenter gemacht werden?
  • Wie werden Angebote auf dem Campus besser sichtbar?
  • Wo sind Schnittstellen?

Es wurden sowohl Beratungsanbieter von Hochschul- und Universitätsseite als auch außerhalb der Bildungseinrichtungen eingeladen. Ziel war es, gemeinsam darüber nachzudenken, wie in der Zusammenarbeit funktionierende „Beratungsketten“ im Sinne regional abgestimmter Informationsangebote und Instrumente entwickelt bzw. ausgebaut werden können. Gewünscht ist einerseits ein Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung in Bezug auf Studienabbruch und andererseits eine positive Kommunikation zum Thema. Und nicht zuletzt geht es darum, dass Studienzweiflerinnen und -zweifler Angebote der beruflichen Bildung für sich entdecken und diese für sich nutzen. Das erste Werkstattgespräch endete mit einem Maßnahmenplan für die Projektakteure, der sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, regionale Beraterlandkarten zu entwerfen, Wegweiser für den Richtungswechsel überregional auszurichten und die gemeinsame Pressearbeit abzustimmen. Ebenso soll an hilfreichen Handreichungen zu Beratungsinhalten der Akteure gearbeitet werden. Erste Präsentationen der Ergebnisse folgen im Strategiebeirat des Projektes, der im Juni 2019 tagen wird. Dann werden auch Gäste aus den Ministerien und Verbänden vertreten sein, die hilfreich im Prozess unterstützen können, um den Weg für weitere Schritte zu ebnen.

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veröffentlicht am 23. Mai 2019

Projekt präsentiert Virtual-Reality-Brille auf der re:publica

Am 8. Mai 2019 gab das JOBSTARTER plus-Projekt „KungFu – Kunststoff goes Future“ am Gemeinschaftsstand des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf der diesjährigen „re:publica“ einen Einblick in die Digitalisierung der Kunststoffbranche. Die Besucher/-innen konnten mit einem Projektmitarbeiter aus dem KungFu-Team eine VR-Brille aus Karton bauen und durch diese einen 360°-Blick in das Ausbildungszentrum des Instituts für Kunststoffwirtschaft OWL in Lemgo (ikuowl) werfen. KungFu nutzt diese VR-Brillen auf Messen und Schulveranstaltungen, um Jugendlichen und ihren Eltern einen Einblick in die Vielfältigkeit der Kunststoffbranche zu geben und für das Thema Digitalisierung in der Ausbildung zu begeistern. Während der Messe kamen so zahlreiche Gespräche über die Digitalisierung in der Ausbildung sowie deren Chancen und Risiken zustande. Des Weiteren klärte das Projekt über das Thema Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche auf und zeigte an konkreten Beispielen auf, dass Nachhaltigkeit in unserem Alltag nicht ohne den Einsatz von Kunststoffen, z. B. im Bereich Lebensmittelverpackung, umzusetzen ist.

Die dreizehnte Ausgabe der Digitalkonferenz „re:publica“ fand am 6., 7. und 8. Mai 2019 in der STATION in Berlin statt. Die „re:publica“ ist eine seit 2007 jährlich in Berlin stattfindende national und international viel beachtete Konferenz zum gesellschaftlichen Umgang mit Internet und Digitalisierung.

VR-Brille im Karton, daneben ein Spielzeugauto auf Broschüren

KungFu – Kunststoff goes Future

Mann trägt VR-Brille. Hinter ihm eine Plakatwand auf einer Messe.

KungFu – Kunststoff goes Future

Drei Personen an einem Messestand im Gespräch.

KungFu – Kunststoff goes Future

veröffentlicht am 17. Mai 2019

Projektworkshop zum Thema „Azubis begeistern“

Die Entscheidung für (oder gegen) eine Ausbildungsstelle in einen Industrieberuf hängt häufig mit der Begeisterung der Schüler/-innen für Technik zusammen. Im Projektworkshop „Azubis für Technologien und unsere Industrieberufe begeistern“ sollten Personaler/-innen von Automobilherstellern und Automobilzulieferern daher anhand eines Best-Practice-Beispiels Aktivitäten zur Azubi-Gewinnung kennenlernen. Anlass des Workshops, zu dem das JOBSTARTER plus-Projekt „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ einlud, war der Bewerberrückgang von bis zu einem Drittel im Sommer 2018 in Thüringer Unternehmen.

Der Workshop fand am 7. März bei der Robert Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach statt. Bosch Fahrzeugelektrik verfügt über eine moderne Ausbildungswerkstatt, in der Auszubildende neue Technologien erleben und erfahren können und diente damit als Best-Practice-Beispiel.

Im Fokus der Veranstaltung stand die Vorstellung der Projekte, die in der Ausbildungswerkstatt von Bosch durchgeführt werden. Dazu gehörte u.a. das Projekt „KiTec“ („Kinder entdecken Technik“), das Kinder in Kita, Grundschule und den ersten Jahren der weiterführenden Schulen dabei unterstützt, ihren Wissensdurst im Bereich Technik zu stillen und selbst kreativ zu werden. Bosch betreibt außerdem eine interne Junior Factory, in der der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern intensiviert wird. Dabei werden bereits tätige Auszubildende als Projektverantwortliche eingesetzt. Das schult ihre Organisations- und Managementkompetenzen und gibt ihnen die Chance, technische Inhalte reflektiert aufzuarbeiten, um sie Jüngeren greifbar zu machen.

Zusätzlich setzt Bosch auf Praxiserfahrungen: Direkt am ersten Ausbildungstag nehmen die Auszubildenden an einer „erlebnispädagogischen Maßnahme” teil. Die Auszubildenden können beispielsweise ein Holzhaus für den Spielplatz eines Kindergartens planen, in das verschiedene Arbeitspakete wie Einkauf, Projektmanagement bis hin zu Bauantrag und Aufbau integriert sind.

Das Best-Practice-Beispiel zeigt: Ein elementarer Teil des Azubimarketings ist die Begeisterung junger Menschen für Technik und Technologien. Dabei erzielt man die besten Ergebnisse, wenn Schüler/-innen eigenständig praktische Herausforderungen meistern. Für die Jugendlichen ist das fachlich bereichernd und persönlich motivierend. Durch die Einbindung der eigenen Auszubildenden in die Azubimarketing-Aktivitäten können diese praktische Projekterfahrungen sammeln. Das schafft Authentizität und Identifikation.

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 veröffentlicht am 16. Mai 2019

Projekt lud zum Azubi-Speed-Dating

Bereits zum 8. Mal hat das JOBSTATER plus-Projekt „Mehr Ausbildungsqualität im Hamburger Handwerk (MAQIH)“ zu ihrem Azubi-Speed-Dating in die Handwerkskammer Hamburg eingeladen. Dazu haben die Mitarbeiterinnen des Projekts vorab einige der von ihnen beratenen Betriebe für eine Teilnahme an der Veranstaltung gewonnen. Vor Ort trafen sie außerdem eine Vorauswahl an Jugendlichen, die für eine Vermittlung in Frage kommen.

Jugendlicher im Gespräch mit einem Mann, den man nur von hinten sieht. Er lacht euphorisch.

Jugendliche und Unternehmen lernten sich beim Azubi-Speed-Dating kennen.

Foto: Handwerkskammer Hamburg

So konnten sie Betriebe, die noch freie Lehrstellen haben, passgenau mit Ausbildungsplatzsuchenden zusammenbringen. Es wurden außerdem weitere Betriebe für die Unterstützungsangebote des Projekts akquiriert.

In der dreistündigen Veranstaltung hatten die Ausbildungsverantwortlichen die Möglichkeit, bis zu 16 Bewerber/-innen in kurzen Gesprächen kennen zu lernen, um dann zu entscheiden, wen sie zu einem ausführlichen Vorstellungsgespräch oder Praktikum in den Betrieb einladen möchten. Insgesamt waren 20 Betriebe und ca. 100 Jugendliche vor Ort, es wurden ca. 170 kurze Gespräche geführt.

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  veröffentlicht am 14. Mai 2019

Projekt veröffentlicht Handreichung für Automobilindustrie

Nachdem vor allem in den USA der Data Scientist aus der Finanzwirtschaft bekannt ist, setzt sich der Beruf des Data Scientist zunehmend in Europa durch. Das JOBSTARTER plus-Projekt „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ hat daher eine Handreichung für die Automobilindustrie erstellt, die die Kompetenzanforderungen an Data Scientisten im Shopfloor darstellt.

Dazu hat das Projektteam Qualifizierungsangebote zum Data Scientist von Bildungsdienstleistern miteinander verglichen und daraus ein Anforderungsprofil mit zwölf Fachkompetenzen erstellt. Dieses Profil wurde mit den Anforderungen der Unternehmen abgeglichen. Die Untersuchung hat aufgezeigt, dass das Angebot der Bildungsträger zur Aus- und Weiterbildung von Data Scientisten nicht mit den Anforderungen der Unternehmen übereinstimmt und aktuell eine Marktlücke im Bereich der Aus- und Weiterbildung zum Data Scientisten besteht.

Die Handreichung gibt Empfehlungen zu den Inhalten zur Aus- und Weiterbildung von Data Scientisten für den Shopfloor. Es werden fünf notwendige Inhalte sowie vier zusätzliche Inhalte definiert. Fazit der Handreichung ist, dass der Data Scientist im Shopfloor sich gegenüber einem ausgebildeten Data Scientisten dadurch auszeichnet, dass er Prozessverständnis hat.

veröffentlicht am 6. Mai 2019

Projekt organisiert Bustour für Berufseinstiegsbegleiter/-innen

Die JOBSTARTER plus-Projekte „I AM vorOrt!“ und „GRÜNBUND – Verbundausbildung in Grünen Berufen“ organisierten gemeinsam mit dem JOBSTARTER-Regionalbüro Ost und der Initiative Bildungsketten eine Bustour für Berufseinstiegsbegleiter/-innen aus dem Landkreis Nordhausen sowie dem Kyffhäuserkreis. Ziel der Bustour war es, den Berufseinstiegsbegleiterinnen und -begleitern Berufsbilder – live und vor Ort – vorzustellen und sie über nachgefragte Berufe, bisherige Erfahrungen in der Ausbildung sowie das generelle Problem der unbesetzten Ausbildungsplätze in der Region zu informieren.

16 Berufseinstiegsbegleiter/-innen der KAB Mühlhausen sowie der Deutschen Angestellten Akademie nahmen am 9. April 2019 an der Tour teil und erfuhren so mehr über die facettenreichen Berufsbilder in den ausgewählten Unternehmen. Im Anschluss sollten sie ihre Eindrücke direkt an die Schüler/-innen in den Schulen des Landkreises Nordhausen weitergeben, diese über die Ausbildungsbedingungen in den verschiedenen Ausbildungsberufen informieren und mit ihnen gemeinsam noch gezielter Praktikums- und Ausbildungsplätze auswählen.

Die fünf Stationen im Detail

Die erste Station der ganztägigen Bustour führte zum Unternehmen IMG Electronic & Power Systems GmbH in Nordhausen. Hier sollten die Berufseinstiegsbegleiter/-innen den Beruf Elektroniker/-in näher kennenlernen. Der stellv. Fertigungsleiter, Christian Hammel, ermöglichte den Gästen während der Betriebsbesichtigung einen Einblick in die Fertigung von elektronischen Baugruppen und Systemen, unter anderem in die moderne Computeranlage und die verschiedenen Verfahren beim Löten.

Zweiter Stopp der Bustour war die Agrarproduktion in Urbach. Die Geschäftsführerin sowie ihr Auszubildender im 2. Ausbildungsjahr zum Landwirt informierten über den Beruf der Landwirtin bzw. des Landwirts. Dieser entspräche aufgrund des hohen Technikwandels und dem Einzug der Digitalisierung in allen Bereichen kaum noch früheren Vorstellungen vom Landwirt oder Bauern. Die Berufseinstiegsbegleiter/-innen konnten außerdem einen Traktor mit moderner Technik besichtigen.

In der VHS-Bildungswerk GmbH Nordhausen hielt der Bus zum dritten Mal. Hier wurde der Beruf der Hauswirtschafterin bzw. des Hauswirtschafters vorgestellt und das Anforderungsprofil für diese Ausbildung erläutert. In der anschließenden Diskussionsrunde konnte festgestellt werden, dass gerade dieser Beruf mit seinen komplexen Aufgabengebieten noch immer nicht wirklich bekannt und attraktiv dargestellt ist. Daher ist er bei Jugendlichen nicht besonders gefragt, obwohl der Bedarf an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie Aufstiegsmöglichkeiten in der Region vorhanden ist.

Danach ging es mit dem Bus weiter nach Nohra zur Firma FFI GmbH – farm forest innovation. Das Familienunternehmen bietet Melk- und Anlagesysteme an, installiert und wartet diese. Vorgestellt wurde hier das Berufsbild der Mechanikerin bzw. des Mechanikers für Landmaschinen und Baumaschinentechnik. Geschäftsführer Torsten Juch berichtete, dass das Unternehmen weltweit tätig ist, z. B. in Kasachstan, Mexiko, USA und fast in ganz Europa.

Weiter ging es zum letzten Halt in die Rumpelkiste nach Bleicherode. Robert Henning stellte hier die Berufe der Köchin bzw. Koch sowie der Restaurantfachfrau bzw. -mann vor. Er erwähnte, dass die Gastronomie in Thüringen sehr stark unter dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel leidet – unter anderem wegen unattraktiver Arbeitszeiten an Wochenenden und Feiertagen. Daher gilt laut Robert Henning: „Für die Gastronomie sind Leidenschaft und Spaß an der Arbeit ausschlaggebend.“

Autorinnen: Katja Westermann („I AM vorOrt“) und Franziska Heßler („GRÜNBUND“)

veröffentlicht am 30. April 2019

Veranstaltung zum digitalen Wandel des Ausbildungsmarkts

Rund 100 Teilnehmende folgten der Einladung zu der Veranstaltung „Digital Info: Ausbildung 4.0 – Den Ausbildungsmakrt im digitalen Wandel verstehen und gestalten!“ in die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln am 21. März 2019. Die Veranstaltung wurde vom JOBSTARTER plus-Projekt „Fit in Ausbildung; Perspektive 4.0!“ in Kooperation mit der „Digital Cologne“ der IHK Köln organisiert.

Jeweils ein Experte aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) und des Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) gaben einen Einblick in verschiedene Themenbereiche der Ausbildung im digitalen Wandel. Sie gingen auf Themen wie die Azubis von heute oder die Präsenz des Ausbildungsunternehmens im Internet ein.

Nach den Untersuchungen von Dr. Joachim Gerd Ulrich vom BIBB ist ein Ausbildungsberuf vor allem dann attraktiv, wenn ein Beruf soziale Identität „stiftet“. Berufe, die Eltern und Lehrer/-innen gut fänden, wählten auch Auszubildende. Andere Faktoren, wie Arbeitsmarkt oder Gehalt, hätten eine geringere Auswirkung auf die Berufswahl der Jugendlichen. Allerdings würden laut Ulrich Ausbildungsplätze attraktiver werden, wenn Unternehmen schon frühzeitig Karriereoptionen mit einer Ausbildung aufzeigen, erklären und diese auch fördern. So könnten laut Dr. Regina Flake vom IW auch mit Aufstiegsfortbildungen attraktive Stundenlöhne erreicht werden, die sich mit einzelnen akademischen Berufen durchaus messen könnten.

Nach dem Input von Flake und Ulrich folgte der Blick auf die Jugendlichen, die heute in einer „Medienwelt“ aufwüchsen. Matthias Felling von der AJS demonstrierte anhand zahlreicher Beispiele, wie Smartphones und Social Media-Kanäle das Leben der heutigen Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung prägen. Wichtig sei dabei, den zukünftigen Azubis Medienkompetenz zur kritischen Bewertung von Inhalten sowie die Regeln im Ausbildungsbetrieb zum Umgang mit Smartphone und Social Media zu vermitteln. Das man als Unternehmen im Internet unbedingt präsent sein muss, erklärte Marion Valter vom RKW. Ohne eine „Azubi-Seite“ ginge es nicht, nur so würden Betriebe auch in der digitalen Welt wahrgenommen werden. Dabei sollte bei der Gestaltung die Zielgruppe nicht vergessen werden, z. B. durch klare Informationen und kurze, authentische Texte. Denn gerade im Netz starte oft die Recherche nach einer Ausbildung.

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Die Präsentationen der Veranstaltung als PDF herunterladen.

veröffentlicht am 15. April 2019

JOBSTARTER plus-Projekt bringt Jugendliche und KKU zusammen

Das JOBSTARTER plus-Projekt „ALF – Ausbildung im ländlichen Raum fördern“ organisierte Ende März erstmals den Azubi-Walk. Dabei erhielten rund 100 Schülerinnen und Schüler Einblick in Klein- und Kleinstbetriebe aus der Region Fritzlar. Insgesamt 18 Betriebe öffneten ihre Türen für die Jugendlichen und stellten 29 verschiedene Berufe vor.

Insbesondere Klein- und Kleinstunternehmen können oft aufgrund von fehlenden zeitlichen oder finanziellen Ressourcen nicht an Ausbildungsmessen teilnehmen oder andere Marketingaktivitäten durchführen. Auf Wunsch der Klein- und Kleinstbetriebe aus Fritzlar entwickelte das Projekt daher ein Format, bei dem Jugendliche direkt in die Betriebe kommen und sich vor Ort über Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten informieren können.

Der Azubi-Walk wurde vom Hessischen Rundfunk begleitet.

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veröffentlicht am 8. April 2019

Praxisstudie zur Digitalisierung in der Agrarwirtschaft: erste Ergebnisse

Um die Ausbildungssituation in Sachsen zu ermitteln, führte das JOBSTARTER plus-Projekt „DIGI agrar“ im Februar 2018 eine Praxisstudie durch. Erste Ergebnisse aus dieser Studie stellt das Projekt in der Fachzeitschrift „B&B agrar“ der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft vor.

Das Projekt befragte Betriebe und Auszubildende, führte Interviews mit Expertinnen und Experten und wertete Internetauftritte von Ausbildungsbetrieben und Stellenanzeigen aus. Im Artikel präsentiert Projektleiter Jens Matthes einige Ergebnisse aus diesen Befragungen sowie daraus resultierende Empfehlungen für Ausbildungsbetriebe. Dazu gehört beispielsweise, dass freie Ausbildungsplätze verstärkt über webbasierte Medien (z. B. Social Media) beworben werden sollten. Als Herausforderungen werden die unzureichende Netzabdeckung sowie das uneinheitliche Kompetenzniveau der Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen benannt.

Die finale und vollständige Fassung der Praxisstudie des JOBSTARTER plus-Projekts ist für Sommer 2019 geplant.

Die Fachzeitschrift „B&B Agrar“ beschäftigt sich mit Bildung und Beratung im Agrarbereich. Sie greift Themen aus der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf. Die Ausgabe 2019-1 hat den Schwerpunkt „Veränderungen begleiten – Digitalisierung in der beruflichen Bildung“. Sie kann gegen eine geringe Gebühr bestellt oder heruntergeladen werden.

veröffentlicht am 4. April 2019

Finale beim Wettbewerb „Roboter Azubi Battle 4.0.“

Das JOBSTARTER plus Projekt „Cluster-KMU-Bildung 4.0.“ veranstaltete im Winter 2018 zum zweiten Mal den „Roboter Azubi Battle 4.0“. Die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs wurden beim 8. Augsburger Technologietransfer-Kongresses am 26. März 2019 gekürt.

Beim Wettbewerb programmieren und konstruieren Auszubildende in Teams Roboter. In diesem Jahr traten insgesamt 38 Auszubildende in zehn Teams gegeneinander an. Zunächst hatten sie drei Monate Zeit, ihren Roboter zu entwickeln. Beim Finale in Augsburg entschied dann eine Jury über den besten Roboter. Dazu mussten die Azubi-Teams ihre Roboter durch einen Parcours steuern und verschiedene Aufgaben bewältigen. Die Optik der Roboter sowie ein Fachgespräch zur Programmierung flossen ebenfalls in die Bewertung ein. Durchgesetzt hat sich das dreiköpfige Azubi-Team der Memminger Berufsschule. Die Auszubildenden gewannen einen Ausflug nach Berlin.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Auszubildende für die Themen der Wirtschaft 4.0 zu sensibilisieren und zu begeistern, um dieses Thema dann in die Betriebe hinein zu tragen. Beim Wettbewerb erwerben sie fachspezifische Kompetenzen wie Programmierung und Robotik, aber auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit. Ab Mai können sich Auszubildende aller Branchen für den dritten Roboter Azubi Battle über die Website des Wettbewerbs anmelden.

 veröffentlicht am 3. April 2019

KAUSA Servicestelle Region Hannover bietet Plakat und Begleitheft für Beratungskräfte

Die KAUSA Servicestelle Region Hannover hat mit Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums das Plakat „Wege in den Beruf in Niedersachsen“ sowie ein zugehöriges Begleitheft für Beratungskräfte entwickelt. Das Plakat zeigt das Berufsbildungssystem auf möglichst leicht verständliche und optisch ansprechende Weise. Die Materialien wurden Anfang des Jahres an alle niedersächsischen Schulen ab Sekundarstufe I verteilt. Darüber hinaus stehen sie zum kostenfreien Download auf der Webseite der KAUSA Servicestelle bereit und können als Printprodukte kostenpflichtig bestellt werden.

Basierend auf der Grafik „Wege in den Beruf“ hat die KAUSA Servicestelle außerdem einen mehrsprachigen PowerPoint-Vortrag für Elternabende sowie in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen (amfn e.V.) einen mehrsprachiger Flyer für Jugendliche und Eltern erstellt.

veröffentlicht am 01. April 2019

Projekt veranstaltet Azubi-Speed-Dating für Klein- und Kleinstbetriebe

Am 13. März 2019 hat zum ersten Mal ein Azubi-Speed-Dating für die Stadt Hagen und den Ennepe-Ruhr-Kreis stattgefunden. Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung vom JOBSTARTER plus-Projekt „Ausbildung jetzt!“ in Zusammenarbeit mit der Jugendberufsagentur der Stadt Hagen. Als Treffpunkt diente die Mehrzweckhalle des technischen Berufskollegs Cuno I, in deren Eingangsbereich die Schülerinnen und Schüler zunächst durch das Projekt und die Jugendberufsagentur beraten wurden. Anschließend lernten die Jugendlichen achtzehn mehrheitlich Kleinst- und Kleinunternehmen unterschiedlichster Branchen aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis in zehnminütigen Gesprächen kennen.

Anlass für die Veranstaltung war der Wunsch der technischen Berufskollegs der Stadt Hagen, insbesondere Schülerinnen und Schülern, die das (Fach-)Abitur voraussichtlich nicht schaffen, in Ausbildung zu vermitteln. Gemeinsam mit dem Projekt suchten sie daher nach einer unkomplizierten Möglichkeit, Unternehmen und Schüler/-innen zusammen zu bringen. Der Fokus lag dabei auf kleineren Betrieben, die für das Jahr 2019 noch Ausbildungsstellen anbieten. Mithilfe einer Werbeschleife konnte das Projektpersonal auch umliegende Berufskollegs, darunter die beiden Kaufmannschulen der Stadt Hagen sowie weitere Kollegs aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis zum Speed-Dating einladen. Neben den 18 anwesenden Betrieben informierte die Fachhochschule Südwestfalen gemeinsam mit drei anwesenden Unternehmen außerdem über die Möglichkeit von Verbundstudiengängen.

Rückmeldung der Unternehmen

Alle anwesenden Unternehmen gaben bei der Befragung per Feedback-Bogen im Anschluss an die Veranstaltung an, nochmals an einem Azubi-Speed-Dating teilzunehmen. Im Durchschnitt hat jedes Unternehmen fünf Bewerbungsgespräche geführt. Neun Betriebe gaben bei der Auswertung an, mit einigen der Jugendlichen in den Bewerbungsprozess zu treten. Die anderen neun Betriebe waren sich noch nicht sicher, ob aus den Kurzgesprächen weitere Aktivitäten folgen, haben dies jedoch auch nicht verneint.

Bei den mündlichen Auswertungsgesprächen sagten neun Unternehmen, dass das Format Speed-Dating, an dem sie zum ersten Mal teilgenommen hatten, das bislang mit Abstand effizienteste Format zur Nachwuchsrekruitierung gewesen sei. Zwar hätte die Zahl der Jugendlichen größer sein können, doch wären die, die gekommen sind, tatsächlich interessiert und großenteils auch gut vorbereitet gewesen.

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veröffentlicht am 29. März 2019

Durch Projekt entwickelte Workshop-Reihe verstetigt

Den Stellenwert der Ausbildung erhöhen – dies ist erklärtes Ziel des JOBSTARTER plus-Projekts „MEMA-Fachkraft plus“. Unter diesem Motto wird auch regelmäßig der Kurzworkshop „Kleine Stellschrauben mit großer Wirkung in der Ausbildung“ angeboten. Dieser wird in Zusammenarbeit mit dem regionalen Metall- und Maschinenbaunetzwerk (MEMA) durchgeführt. Der Workshop bietet Ausbilderinnen und Ausbildern der Mitgliedsbetriebe Impulse für die erfolgreiche Anleitung und Kommunikation mit Auszubildenden, um so insbesondere die Anfangsphase der Ausbildung positiv zu gestalten und Abbrüche zu verhindern. Ausbilderinnen und Ausbilder lernen dazu unter anderem, dass für eine erfolgreiche und reibungslose Ausbildung schon einfache Maßnahmen ihre Wirkung entfalten können.

Im Fokus des Workshops stehen Themen wie Berichtshefte, strukturierte Beurteilungsgespräche und regelmäßige kurze Feedbackgespräche mit Auszubildenden – Aktivitäten, die der Ausbildung Struktur geben und die Kommunikation mit den Azubis stärken. Für viele teilnehmende Betriebe sind dies hilfreiche Tipps, die noch nicht Teil der täglichen Arbeit sind.

Das Veranstaltungsformat hat sich zu einem festen Bestandteil der Projektarbeit entwickelt – und auch nach Projektende möchte das MEMA-Netzwerk an diesem Konzept festhalten. Denn durch die Workshops wird den teilnehmenden Betrieben deutlich gemacht, dass schon kurze regelmäßige Gespräche mit den Auszubildenden dazu beitragen können, Probleme in der Ausbildung frühzeitig zu erkennen und zu intervenieren. Dabei wird besonders darauf geachtet, möglichst praxisnah zu arbeiten und die jeweiligen Erfahrungen der Teilnehmenden mit einzubeziehen.

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veröffentlicht am 25. März 2019

Studienabbrecher/-innen zielgerichtet ansprechen – Projekt lud zum Workshop

Am 7. März lud das JOBSTARTER plus-Projekts „ask for change II“ Unternehmen zum Workshop „Zielgruppengerechte Ansprache“. Dabei sollten die Teilnehmenden lernen, wie sie Studienaussteigerinnen und -aussteiger für eine Ausbildung in ihrem Betrieb gewinnen.

Trotz des großen Bedarfs an Fachkräften vermuten Studienzweiflerinnen und -zweifler immer noch, dass sie als gescheitert und auf dem Arbeitsmarkt als nicht attraktiv gelten. Sie betrachten Berufsausbildung nicht vorrangig als passenden Weg und kennen die berufsausbildenden Möglichkeiten zu wenig. Dies bestätigen auch die jüngsten Studien. Sie zeigen auf, dass ein klares Informationsdefizit vorherrscht und die Flut an Informationen dazu führt, die Übersicht zu verlieren.

Im Workshop wurde das mediale Nutzungsverhalten der jungen Generation vorgestellt, um zu verdeutlichen, welchen Stellenwert die Onlinerecherche für die Nachwuchsgeneration einnimmt und wie bedeutsam daher die Botschaften zu lebenslangen Bildungsoptionen auf den Karriereseiten der Firmen sind. Es wurde an Kernbotschaften gearbeitet und herausgefiltert, welche Informationen zu den Bedürfnissen der Studienaussteigerinnen und -aussteiger passen.

Ein Beispiel: Der klassische Studienaussteiger mit 23 Jahren fühlt sich möglicherweise durch „Azubi gesucht“ nicht mehr angesprochen. Er hat ein hohes Sicherheitsbedürfnis, bringt Vorkenntnisse mit, verfügt vielleicht sogar schon über eine Berufsausbildung. Daher passt möglicherweise der Hinweis „Schritt für Schritt zum erfolgreichen Abschluss“ besser als „Azubi gesucht“.

Diese und viele andere wichtige Hinweise wurden besprochen und diskutiert. Ebenso stellte das Projekt vor, wie Kontakte zu den Hochschulen und zur Zielgruppe hergestellt werden können.

Unterstützt wurde der Workshop durch eine regionale Agentur für digitales Marketing.

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veröffentlicht 22. März 2019

Azubis werben Azubis

Das JOBSTARTER plus-Projekt „MEMA-Fachkraft plus“ setzt bei der Werbung für Ausbildungsplätze vermehrt auf Ausbildungsbotschafter/-innen. Dabei handelt es sich um Auszubildende unterschiedlicher Berufe, die durch Erfahrungsberichte und Informationen für ihre Ausbildungsberufe und -betriebe werben. In bislang zwei Durchgängen hat das Projekt bereits 18 Ausbildungsbotschafter/-innen geschult.

In einem anderthalbtägigen Workshop vermittelt das Projektteam den angehenden Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern alle wichtigen Grundlagen für ihre Tätigkeit. Schwerpunkte dabei sind Präsentationen halten, Kommunikationshürden überwinden und Selbstreflektion. Die Auszubildenden stellen die Stärken ihrer Ausbildung und die Vorteile ihres Ausbildungsbetriebs heraus und lernen diese vorunterschiedlichen Zielgruppen und in unterschiedlichen Settings vorzustellen.

Im Rahmen der Aktivitäten der Ausbildungsbotschafter/-innen arbeitet „MEMA-Fachkraft plus“ eng mit einer regionalen Gesamtschule zusammen. Die Ausbildungsbotschafter/-innen besuchten bereits zweimal die Gesamtschule und berichteten vor insgesamt mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen über ihre Ausbildungsberufe und Erfahrungen während der Ausbildung.

Neben betrieblichen Messeauftritten und der Schulpräsentation machten die Ausbildungsbotschafter auch in der lokalen Presse Werbung: Unter dem Titel „Azubitipps“ befassten sich die Botschafterinnen und Botschafter mit der Frage „Warum empfehle ich meinen Ausbildungsberuf?“ und gaben auf diesem Wege kurze Statements, welche in einer Presse-Sonderbeilage zur Ausbildung veröffentlicht wurden.

Das Projekt setzt verstärkt auf Ausbildungsbotschafter/-innen, da diese als Auszubildende vor kurzem noch selbst vor der Entscheidung standen, vor denen aktuell die Schülerinnen und Schüler stehen. Aus diesem Grund können sie authentisch berichten, warum sie die Entscheidung für eine Ausbildung getroffen haben und wie ihr Weg weitergegangen ist.  Es werden auch geschlechtsuntypische Berufe repräsentiert. Dadurch soll den Schülerinnen und Schülern gezeigt werden, dass es das Richtige sein kann, sich für „untypische“ Berufe zu entscheiden, wenn diese den eigenen Interessen entsprechen.

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veröffentlicht am 1. März 2019

Minister Althusmann besucht Halbzeitbilanz des Projekts „SHK + MEHR“

Seit rund eineinhalb Jahren befasst sich das JOBSTARTER plus-Projekt „SHK + MEHR“ bei der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg mit der Frage, wie die Ausbildung zur/zum Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik (kurz: SHK) in den Zeiten der Digitalisierung gestaltet, umgesetzt und angepasst werden muss. Dies nahm das Projekt zum Anlass, auf einer Tagung mit rund 70 Gästen aus Politik, Verwaltung und Handwerk Bilanz zu ziehen.

Niedersachsens Digitalminister Dr. Bernd Althusmann bei einem Vortrag auf der Bühne.

Dr. Bernd Althusmann, Digitalisierungsminister des Landes Niedersachsen, sprach dem Handwerk Mut zu.

Raissa Wischnewski, Kreishandwerkerschaft Cloppenburg

Bei der Halbzeitbilanz zeigte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister des Landes Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann, auf, an welcher Stelle die Landespolitik das Handwerk ganz konkret bei der Digitalisierung unterstütze. Um die großen Anstrengungen erfolgreich meistern zu können, habe man u. a. eine Milliarde Euro für den Breitband-, Glasfaser- und Mobilfunkausbau bereitgestellt. Mit der Einrichtung der Digitalagentur helfe die Landesregierung den Unternehmen durch konkrete Beratungsangebote.

„Die Digitalisierung ist keine Bedrohung, sondern eine Chance, die jedes Unternehmen nutzen kann.“

Dr. Bernd Althusmann, Digitalisierungsminister des Landes Niedersachsen

Großen Applaus erhielt Dr. Bernd Althusmann für sein Bekenntnis zur Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung. Hier nahm er sich auch selbst in die Pflicht und sagte, dass mehr passieren müsse als Sonntagsreden zu halten. Konkret sagte er zu, sich für die Fortsetzung der Meisterprämie und die Bekämpfung des Mangels an Berufsschullehrerinnen und -lehrern einzusetzen.

Beim abschließenden Rundgang durch die SHK-Werkstatt konnten die Teilnehmenden verschiedene Maschinen, Geräte und Software rund um die Digitalisierung ausprobieren. Unter anderem zeigte das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ eine Virtual-Reality-Brille und eine Augmented-Reality-Brille, mit der sich digitale Räume bzw. in die Umgebung eingepasste digitale Modelle erleben lassen.

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Ausführlicher Bericht auf der Website der Kreishandwerkschaft Cloppenburg

veröffentlicht am 27. Februar 2019

Projekt bildet Ausbildungsbotschafter/-innen für die Hauswirtschaft aus

Das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos – Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“ hat 20 angehende Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter zu Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet. Der Workshop „Als Ausbildungsbotschafter/-in für die Hauswirtschaft werben“ fand am 1. und 2. Februar 2019 in Stuttgart statt. Bei dem Training übten die Auszubildenden über ihren Beruf zu reden und andere Menschen dafür zu gewinnen. Durch Impulse, Informationen, praktische Übungen und Feedback lernten die Teilnehmenden außerdem Interessierte über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren, sich zu präsentieren und vor Gruppen aufzutreten.

Die Idee des Projekts: Azubis nehmen die Werbung für ihren Beruf selbst in die Hand, indem die Ausbildungsbotschafter/-innen über den von ihnen gewählten Beruf informieren und den Blick auf die positiven Aspekte ihrer Tätigkeit öffnen.

Mit den Trainings bereitet das Projekt die Ausbildungsbotschafter/-innen darauf vor, ihren Beruf bei Ausbildungsmessen, bei Vorträgen, vor Schulklassen oder beim Kontakt mit Schülerinnen und Schülern zu präsentieren.

Durch die Vorträge sollen Jugendliche sich in die Arbeitswelt der Ausbildungsbotschafterin bzw. des Ausbildungsbotschafters hineinversetzen. Die Ausbildungsbotschafter/-innen können außerdem über Aufstiegsmöglichkeiten berichten, Vorurteile aus dem Weg räumen und zentrale Arbeitsbereiche vorstellen.

Die Idee des Projekts wurde bereits mehrfach umgesetzt und hat sich im Bereich des Berufemarketings bewährt.

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veröffentlicht am 25. Februar 2019

Projekt erstellt Methoden- und Werkzeugkoffer für Betriebe

Das JOBSTARTER plus-Projekt „LogiMatch“ hat auf seiner Website einen Methodenkoffer sowie einen Werkzeugkoffer veröffentlicht. Beide Produkte richten sich an Unternehmen, die nach Informationsmaterial und praktischen Umsetzungshilfen zum Thema Ausbildung suchen.

Der Methodenkoffer enthält Informationen zur dualen Berufsausbildung und ihrer thematischen Ausgestaltung. Er umfasst Themen wie Motivation, Bewerbung, interkulturelle Kompetenzen oder Umgang mit Konfliktsituationen. Bei den meisten Themen verweist der Methodenkoffer auf weiterführende Informationsangebote oder Materialien.

Im Werkzeugkoffer erfahren Unternehmen, wie sie Ausbildungsbetrieb werden und wie sie Bewerber- und Berufemarketing erfolgreich durchführen. Der Werkzeugkoffer informiert außerdem über rechtliche Rahmenbedingungen sowie über die Voraussetzungen zur Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten.

Darüber hinaus finden sich im Werkzeugkoffer praktische Werkzeuge, die konkrete Hilfestellungen bei der Durchführung der dualen Berufsausbildung geben. Ein Literatur- und Linkverzeichnis bietet weiterführende Hinweise zu einzelnen Bereichen.

veröffentlicht am 22. Februar 2019

Projekt veröffentlicht Studie zum Thema Digitalisierung in der Automobilindustrie

Das JOBSTARTER plus-Projekt „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ hat eine Studie durchgeführt, um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Aus- und Weiterbildung in der Automobilindustrie zu untersuchen. Unter dem Titel „Herausforderungen der Aus- & Weiterbildung gewerblicher Berufe in der Serienproduktion der Zukunft“ wurde anhand von Experteninterviews ermittelt, wie sich die Anforderungen der Aus- und Weiterbildung durch den Einsatz von innovativen Technologien verändern. Die Studie zeigt außerdem auf, welche Qualifikationen für die Ausbildung 4.0 gefragt sind und inwiefern die Digitalisierung bereits in der Berufsausbildung etabliert ist. Über die Fragestellungen hinaus gibt die Studie auch Handlungsempfehlungen für eine zukunftsgerechte Aus- und Weiterbildung gewerblicher Berufe.

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veröffentlicht am 21. Februar 2019

Leitfäden für Unternehmen der Baubranche veröffentlicht

Das JOBSTARTER plus-Projekt „Gewinn Bau“ hat zwei Leitfäden für Unternehmen veröffentlicht.

Der Leitfaden „Gewinnen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Unterstützungsbedarf“ richtet sich an Unternehmen der Baubranche, die Anregungen für ihr Azubi-Marketing suchen. Der Leitfaden stellt Maßnahmen vor, die vorrangig darauf abzielen, Jugendliche und junge Erwachsene mit Unterstützungsbedarf als Bewerberinnen und Bewerber zu erschließen. Neben vielen Informationen zu Beratung und Fördermöglichkeiten finden sich im Leitfaden auch Praxisbeispiele, insbesondere zum Thema Ausbildungsmarketing. Darüber hinaus bietet der Leitfaden Mustervorlagen und Checklisten, wie zum Beispiel Theorie- und Praxisaufgaben für Bewerbungsverfahren.

Der Leitfaden „Frauen bauen – Frauen zur Fachkräftesicherung in der Baubranche“ sensibilisiert Unternehmen des Baugewerbes für die Potentiale von Frauen als Nachwuchskräfte. Er erläutert, welche Vorteile es hat, Frauen zu beschäftigen und welche Perspektiven Frauen in der Baubranche haben. Ziel ist außerdem, eventuell vorhandene Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen. Anhand zweier Porträts zeigt der Leitfaden schließlich auf, wie Frauen für die Baubranche gewonnen werden können und wie sie die Ausbildung erleben.

Beide Leitfäden können online als Flipbook angesehen oder heruntergeladen werden.

veröffentlich am 20. Februar 2019 

Azubimarketing für die Baubranche

Gruppenbild: neu Personen in Winterkleidung stehen vor einem Werkstattzug und lächeln in die Kamera.

Julia Bansen

Wie können Auszubildende für Unternehmen in der Baubranche gewonnen werden? Diese zentrale Frage wurde beim fünften überregionalen Austauschtreffen der JOBSTARTER-Bauallianz am 21. und 22. November von den Teilnehmenden diskutiert. Einen ersten Einblick erhielten Sie durch das Berliner Projekt „Nachwuchsreferenten“, das Göran Golz vom Lehrbauhof Berlin vorstellte. Seit Mitte 2016 sind Nachwuchsreferenten im Auftrag der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes als Ansprechpartner in allen Belangen der Azubiakquise, -betreuung und -vermittlung aktiv. Ziele sind die Verbesserung der Ausbildungsbereitschaft, der Ausbildungsfähigkeit sowie der Ausbildungsqualität der Bauunternehmen in Berlin und Brandenburg. Es hat sich allerdings gezeigt, dass es schwierig ist, an die Schulen zu kommen. Dies gelinge hauptsächlich über die Einbindung in verschiedene Netzwerke und persönliche Kontakte, so Göran Golz.

Ideen aus den Betrieben

Anhand verschiedener Unternehmensbeispiele konnten die Teilnehmenden des Bauallianz-Netzwerktreffens zahlreiche Ideen zum Azubimarketing gewinnen und diskutieren.

Ein Erfolgsfaktor der Firma K. Rogge Spezialbau GmbH ist es, dass sie die Eltern der Auszubildenden vor und während der Ausbildung zum Beispiel in Form von Bustouren oder Elternabenden integrieren. Zudem fungieren die aktuellen Auszubildenden als Multiplikatoren für neue Auszubildende. Es gibt beispielsweise Videos, in denen Azubis ihre Ausbildungsberufe vorstellen.

Um die Jugendlichen für das Unternehmen zu gewinnen, ist es für die Frisch & Faust Tiefbau GmbH wichtig die Sprache der Jugendlichen zu sprechen. Hierfür werden beispielsweise die Auszubildenden als Multiplikatoren einbezogen, indem sie zum Beispiel auf Messen für die Ausbildung beim Unternehmen werben. Anstatt in Printmedien zu inserieren, wird beispielsweise mittels Virtual-Reality-Brillen für die Ausbildung im Unternehmen geworben. Zudem ist das Thema Ausbildung auf der Website prominent platziert.

Die GEBIFO bildet seit 2006 Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung aus. Als Kleinstunternehmen mit 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es immer wieder eine Herausforderung, Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen. Positiv bewährt hat sich der Einbezug der aktuellen Azubis für die Suche nach ihrem bzw. ihrer Nachfolger/-in. Dies wurde zum Beispiel über eine durch die Auszubildende selbst entwickelte Kampagne, ein eigenes Ausbildungsvideo sowie eine Infografik realisiert.

Fazit

Erfolgreiches Azubimarketing fußt zum einen auf einem soliden Fundament. Den größten Erfolg versprechen Praktika und eine Azubiwebsite. Soziale Medien einzubinden ist eher die Kür. Insbesondere mit Blick auf kleine und Kleinstunternehmen ist es wichtig, Lösungsansätze zu finden, die auch mit wenig Aufwand umgesetzt werden können.

Beim nächsten Netzwerktreffen im April 2019 werden sich die Bauallianz-Mitglieder mit dem Thema „Ausbildungsabbrüche im Bau vermeiden“ auseinandersetzen.

Autorinnen und Ansprechpartnerinnen

Christina Rathmann, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd
Tel.: 0911 / 27 77 96 18
E-Mail

Manuela Zauritz, JOBSTARTER-Regionalbüro Ost
Tel.: 030 / 32 66 91 91
E-Mail

veröffentlicht am: 11. Januar 2019

Projekt lud zur Fachtagung „Perspektiven bei Studienzweifel“

Am 23. November 2018 lud das JOBSTARTER plus-Projekt „ask for change II“ zur Fachtagung „Perspektiven bei Studienzweifel“ an die Universität Rostock ein. Das Projekt ist ein Verbundprojekt des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Gründungspädagogik der Universität Rostock, der Hochschule Wismar und des Unternehmerverbands Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.

Bei der Fachtagung diskutierten Experten in der Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation von Studienabbrecher/-innen. In den Workshops zeigten die Teilnehmenden Handlungsbedarfe und Lösungen auf.

Aus der Podiumsdiskussion

Torsten Nappe (Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Rostock) schlug vor, die Ansprachekanäle zu hinterfragen und ggf. Multiplikatorengruppen zu erschließen, um Studienabbrecher/-innen besser zu erreichen. Peter Todt (stellv. Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin) forderte eine bessere Anerkennung von Studienleistungen auf Weiter- und Fortbildungen. Ralf Harder (Leiter Liebherr-Akademie) wünschte sich, dass Unternehmen mehr Unterstützung in der Zusammenarbeit mit (Hoch-)Schulen erhalten. Prof. Dr. Stephan Göbel (Studiendekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät) stellte heraus, dass an den Hochschulen noch ein Umdenken stattfinden müsse. Er und auch Prof. Dr. Schleicher (Prorektor für Bildung der Hochschule Wismar) betonen außerdem, dass es aus datenschutzrechtlichen Gründen schwer sei, die von Abbruch bedrohten Studierenden zu erreichen.

Ergebnisse aus den Workshops

Das Fazit aus dem Workshop zum Thema „Perspektiven aus Hochschulsicht“ lautete, dass Studienabbruch nicht als Tabuthema gewertet werden, sondern proaktiv in die Kommunikationspolitik von Hochschulen eingebunden werden sollte. Eine frühzeitige Erreichbarkeit der Zielgruppe würde gewährleisten, das Hilfestellungen, Empfehlungen zum Studienverlauf und Alternativen zum Studium vorgeschlagen werden könnten. Eine enge Verzahnung in die Beratungsnetzwerke außerhalb der Hochschulen müsste abgesichert werden.

Der zweite Workshop befasste sich mit Perspektiven aus Wirtschaftssicht. Hier waren sich die Teilnehmenden einig, dass das Image der Berufsausbildung durch Best-Practice-Beispiele verbessert werden müsse. Perspektiven in der beruflichen Ausbildung könnten zum Beispiel mittels Ausbildungsbotschafter/-innen sichtbar und greifbar gemacht werden. Aus Unternehmenssicht sei es außerdem wichtig, die Zielgruppen direkt anzusprechen und Eintrittsoptionen vorzustellen. So gewinnen Studienabbrecherinnen und -abbrecher Mut, sich aktiv zu bewerben und den Studienabbruch zu thematisieren. Unternehmen sollten des Weiteren die Plattformen an Hochschulen nutzen, um Ausbildungsmöglichkeiten zu bewerben.

Gründung des Strategiebeirats

Im Rahmen der Fachtagung traf sich zum ersten Mal der neu gegründete Strategiebeirat des Verbundprojekts „ask for change II“. Neben den Projektträgern gehören Akteure aus dem Bereich Politik und Wirtschaft – zum Beispiel die Agentur für Arbeit Rostock oder die IHK Schwerin – zum Beirat. Zu den Aufgaben des Beirats gehören u.a. gemeinsame Marketingaktivitäten sowie die Pflege des politischen Diskurses. Bei ihrem Treffen legten sie zwei Ziele fest: Zum einen soll die Zielgruppe der Studienzweifler/-innen durch ein hochschulübergreifendes Marketing besser erreicht werden. Zum anderen wird ein Fahrplan aufgestellt, mit welchen Maßnahmen die Projektarbeit nachhaltig gesichert werden kann.

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veröffentlicht am: 9. Januar 2019 

Archiv 2018

Projekt veröffentlicht Leitfaden für Azubi-Speed-Datings

Das JOBSTARTER plus-Projekt „PereSplus“ hat einen Handlungsleitfaden zum Thema „Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende und ausbildende Unternehmen“ veröffentlicht.

Das Format des Azubi-Speed-Datings wurde in Jena durch das Projektteam in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Jena und anderen Projektpartnern bereits zwei Jahre hintereinander erfolgreich durchgeführt. Beruhend auf den Erfahrungen aus diesen Veranstaltungen hat das Projekt den Handlungsleitfaden erstellt. Der Handlungsleitfaden erklärt die Idee des Azubi-Speed-Datings und zeigt auf, wie man Jugendliche und Betriebe für die Veranstaltung gewinnen kann. Des Weiteren werden Besonderheiten bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung benannt.

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veröffentlicht am: 20. Dezember 2018 

KAUSA-Servicestelle entwickelt Mädchentreff für Migrantinnen

Für junge Mädchen, Frauen und Mütter mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung ist der Weg in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt häufig erschwert. So zeigte die Beratungserfahrung des KAUSA-Servicestellen-Teams in Brandenburg bereits nach wenigen Monaten, dass sich für das Thema Berufsausbildung vorrangig junge Männer interessieren. Unter rund 170 durchgeführten Erstgesprächen waren nur 15 junge Frauen. Auch in den von der KAUSA-Servicestelle Brandenburg durchgeführten Veranstaltungen und Präsentationen waren Frauen nur einzeln vertreten.

Die Idee der KAUSA-Servicestelle Brandenburg war daher, ein Veranstaltungsformat speziell für (junge) Frauen zu entwickeln. Zunächst entwickelte die KAUSA-Servicestelle Brandenburg eine offene Gesprächsrunde für arabisch-sprechende Frauen. Mit der Gesprächsrunde soll eine vertrauensvolle und gemütliche Atmosphäre geschaffen werden, die nach und nach ermöglicht, Interessen bei den Mädchen zu wecken, Eignungen zu entdecken und sich auszuprobieren. Die gemütliche Atmosphäre soll außerdem dazu beitragen, dass sich die Frauen sicher fühlen und zu beruflicher Perspektive und ihren Wünschen äußern können.

Zusätzlich zu den Gesprächsrunden rief die KAUSA-Servicestelle Brandenburg gemeinsam mit dem Frauenzentrum Cottbus den „MIA-Mädchentreff“ ins Leben. Während die eine Veranstaltung mit den arabisch sprechenden Mädchen als reine Gesprächsrunde mit Wohnzimmercharakter und wechselnden Themen geplant ist, wird der „MIA-Mädchentreff“ mehr den Charakter einer Arbeitsgruppe haben.

So leiten beim „MIA-Mädchentreff“ deutsche Mädchen die Frauen mit Migrationshintergrund bei kreativen Tätigkeiten wie Basteln, Malen, Werkeln, Fotografieren und Filmen u. ä. an.

Im Kontakt mit deutschen Frauen und Mädchen können die Teilnehmerinnen erkennen, dass ihre beruflichen Ziele und Wünsche nicht so anders sind. Die Gemeinschaft, das Erleben und Besprechen unterschiedlichster Themen soll auch ihr Selbstvertrauen sowie ihre Fähigkeit Deutsch zu sprechen stärken und Wege für die eigene Entwicklung aufzeigen.

Die Mitarbeiterinnen der KAUSA-Servicestelle Brandenburg begleiten die Treffen, informieren die Mädchen über das Thema Ausbildung und vereinbaren bei Bedarf Termine zur Einzelberatung. Außerdem ist für 2019 geplant, die Veranstaltungsreihe um Betriebsbesichtigungen zu erweitern.

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veröffentlicht am: 20. Dezember 2018

16. Überregionales Netzwerktreffen der JOBSTARTER-Kunststoffallianz

Am 8. und 9. November 2018 fand das 16. überregionale Netzwerktreffen der JOBSTARTER-Kunststoffallianz in Bayreuth statt. Die Allianz ist ein Zusammenschluss von laufenden und beendeten JOBSTARTER (plus)-Projekten sowie externen Experten und trifft sich zwei Mal im Jahr, um sich über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich Aus- und Weiterbildung und der Fachkräftesicherung in der Kunststoffbranche auszutauschen. Gastgeber war das Kunststoff-Netzwerk Franken.

Die zentralen Ergebnisse des Treffens und der allgemeine Konsens unter den Teilnehmenden lauten:

Gewinnung von Fachkräftenachwuchs in der Kunststoffbranche

Um mehr Jugendliche für die Branche zu gewinnen, sollen Betriebe attraktive Karrieremöglichkeiten und Weiterbildungen anbieten sowie finanzielle Anreize schaffen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für eine berufliche Ausbildung kann durch gute Öffentlichkeitsarbeit und positive Beispiele erhöht werden. Auch Abiturienten sollen für technische Berufe begeistert werden. Wichtige Argumente bei der Akquise von Auszubildenden sind Arbeitgebermarke, persönliche Betreuung in der Ausbildung und die Möglichkeiten der Karriereplanung. Der Wunsch der Unternehmen ist es, die Auszubildenden möglichst schnell und effizient für die Firma zu qualifizieren. Eine weitere Herausforderung ist die Heterogenität der Auszubildenden, die unterschiedliche und vielfältige Voraussetzungen mitbringen.

Gruppenbild der Workshop-Teilnehmenden

Teilnehmende beim 16. Treffen der JOBSTARTER-Kunststoffallianz in Bayreuth

f-bb gGmbH, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd

Digitalisierung

Im Zuge der Digitalisierung sind Prozesskompetenz und Prozessverständnis wichtige Faktoren: Es braucht Personal, das den Prozess kennt, plant und einrichtet. Der zukünftige Bedarf an Verfahrensmechaniker/-innen wird steigen. In diesem Berufsfeld kann digitales Arbeiten und Ausbilden beispielsweise über Videochipaufträge verbunden mit konventionellen Ausbildungsinhalten umgesetzt werden. Um digitale Medien in den Ausbildungsprozess einzubinden, können Auszubildende beispielsweise Videos zu bestimmten Abläufen wie Drehen oder Fräsen aufnehmen. Ein Video-Projekt kann die Kommunikationsfähigkeit stärken, die Inhalte werden geübt und die Azubis lernen mit digitalen Medien umzugehen. Auch die Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten die Möglichkeit zu reflektieren, wie sie Anweisungen geben oder Zusammenhänge erklären.

Rüdiger Eckstein von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) berichtete außerdem über Onlineprüfungen im Handwerk. Die Vorteile seien Flexibilität für das Prüfungspersonal und Erleichterung bei der Auswertung.

Fazit

Um mehr Attraktivität für die Ausbildung in der Kunststoffbranche zu schaffen, ist mehr Flexibilität gefordert. Zusätzliche attraktive Anreize müssten geschaffen werden. Teilqualifizierung und Modularisierung können ein Teil dazu beitragen. Um den Bedarf an Fachkräften zu sichern, werden weiterhin Nachqualifizierung und Weiterbildung wichtige Themen sein. Die Anforderungen und Fähigkeiten, die zukünftig an das Personal im Zuge der Digitalisierung gestellt werden, sowie die Digitalisierung in der Ausbildung werden Themen bei den beiden folgenden Treffen in 2019 sein.

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Zur JOBSTARTER-Kunststoffallianz

Kontakt

Sabine Fischer
JOBSTARTER-Regionalbüro Süd beim Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)
Tel.: 0911 / 27 77 96 87
E-Mail

Kerstin Preuß
JOBSTARTER-Regionalbüro Ost bei der Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung (GEBIFO)
Tel.: 030 / 32 66 91 91
E-Mail

veröffentlicht am: 12. Dezember 2018

2. Digitales Dinner zur Digitalisierung in der Ausbildung

Das JOBSTARTER plus-Projekt „fit für 4.0“ unterstützt Ausbildende und Auszubildende auf dem digitalen Transformationsprozess der Ausbildung. Zu diesem Zweck lud das Projekt am 22. November zum zweiten Mal zum Digitalen Dinner ins „saz – Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum“. Digitale Unterstützungsprozesse für die Ausbildung, das Lernen im digitalen Zeitalter und der Einsatz digitaler Medien in der Berufsbildung waren Themen der Veranstaltung, die zum Ziel hatte, erste Lösungsansätze zu den veränderten Anforderungen vorzustellen und anhand von Beispielen praktische Einsatzmöglichkeiten live zu demonstrieren.

Menschen stehen in einer Werkshalle um eine Frau, die eine „augmented reality-Brille“ ausprobiert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, eine „Augmented Reality-Brille“ auszuprobieren.

saz e.V.

Peter Todt, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung IHK Schwerin, erläuterte den Gästen die digitale Agenda der IHK mit Blick auf die Beratungs- und Prüfungsprozesse in der Aus- und Fortbildung. In seiner Präsentation stellte er dar, wie sich durch digitale Technologien die Prozesse verändern werden.

Das Lernen 4.0 mit seinen veränderten Bildungskonzepten wurde von Ralf Marohn, Leiter des JOBSTARTER plus-Projekts, vorgestellt. Zentrale Botschaft waren, dass

  • alle am Ausbildungsprozess Beteiligten auf ihre Tätigkeit bezogene berufliche Handlungskompetenz in einer Kombination aus Fachwissen, -fertigkeiten und Prozessverständnis benötigen.
  • die Entwicklung der Medienkompetenz im beruflichen Kontext zeitgemäße Lehr- und Lernkonzepte erfordern und daraus sich in der Zukunft eine veränderte Lernkultur entwickeln wird.
  • das saz als Bildungsdienstleister der KMU die Verbundausbildung und die eigene Lerninfrastruktur an die veränderten Ausbildungsordnungen anpassen wird.

Wie digitale Technologien Produktionsprozesse verändern und Medien zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen genutzt werden können, zeigten Partner des saz anhand von Live-Vorführungen in verschiedenen Showrooms: Wie 3-D-Druck in der Ausbildung eingesetzt werden kann, erläuterte die Hans Bode GmbH während des Druckes eines Gegenstands. SKM Informatik stellte eine AR-Brille (Augmented Reality) vor, mit der im Raum die Verbindungen von Rohren überprüft und gestaltet werden konnte. Den Einsatz von Ultraschalltechnologie für verschiedene Werkstoffe zeigte die Ultrasonic Technology Group. Das Projektteam „vierpunkteins“ Mecklenburg-Vorpommern des Unternehmerverbandes Mecklenburg-Schwerin stellte Apps zum digitalen Lehren und Lernen vor. An Tablets konnten die vorgestellten Apps getestet werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Einsätze von digitalen Medien in der Ausbildung nur Schritt für Schritt umgesetzt werden können. Praxisorientierte Konzepte müssen entwickelt und vor dem Einsatz überprüft werden. Dies braucht Zeit. Nach dem 2. Digitalen Dinner hatten die Teilnehmenden eine erste Vorstellung darüber, wie Digitalisierung den Ausbildungsprozess verändern wird und wie digitale Medien eingesetzt werden können.

Personen stehen um einen Tisch. Im Vordergrund sieht man ein Tablet, dass die selbe Szene zeigt, allerdings befindet sich dort zusätzlich ein Roboter im Raum.

Auch das Tablet eignet sich für den Einsatz von „Augmented Reality“.

saz e.V.

Autoren: Ellen-T. Kokaras und Ralf Marohn

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veröffentlicht am: 10. Dezember 2018

Projektworkshop „healing classrooms“ für Berufsschullehrer/-innen

Wie sorgt man im Betrieb und in der Berufsschule für ein Umfeld, in dem auch Auszubildende mit Fluchtgeschichte gut lernen können? Um Antworten auf diese Frage zu finden, konnte das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos – Ausbildungsinitiative Hauswirtschaft“ das International Rescue Committee (IRC) und deren Leiterin des Bildungsprogramms, Lisa Küchenhoff, für einen Workshop gewinnen.

Am Workshop „Berufsschule als stabilisierendes Umfeld für Azubis mit Fluchtgeschichte“ nahmen 15 Lehrerinnen und Lehrer der Hauswirtschaftlichen Berufsschule teil. Die Teilnehmenden lernten Methoden kennen, die im Unterricht von Klassen mit Menschen mit Fluchthintergrund für mehr Stabilität sorgen können. Denn Stress in dem Maß, wie ihn geflüchtete Menschen erlebt haben, kann das Lernen behindern. Ein stabiles und klares Umfeld sorge dagegen für mehr Sicherheit, so die Botschaft der Referentin Lisa Küchenhoff vom IRC in Berlin. Lehrerkräfte und Ausbildende seien keine Therapeuten oder Experten für Traumatisierungen. Sie könnten jedoch im Unterricht und im Betrieb – z. B. durch Rituale – eine Atmosphäre schaffen, in der sich Geflüchtete wieder dem Lernen zuwenden können, so die Referentin.

Weitere wichtige Stichworte waren: Stärkung des Selbstwertgefühls, Zugehörigkeitsgefühl aufbauen, positive Bindungen fördern, Kontrollüberzeugung stärken und intellektuelle Anregungen fördern. Zum Mitnehmen gab es für alle Teilnehmenden praktische Umsetzungshilfen, zum Beispiel das Handbuch „Healing Classrooms – Praxishandbuch für pädagogische Fachkräfte“.

Eine der Maßnahmen des Projekts „oikos“ ist es, neue Zielgruppen für die Ausbildung in der Hauswirtschaft zu erschließen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit Fluchthintergrund, die schon Vorerfahrung in der Gastronomie oder im Lebensmittelbereich haben. Sie können sich bewerben und werden über Hospitationen an Betriebe vermittelt. Die Sprachförderung findet u. a. in Modellklassen an der Berufsschule statt. Diese Modellklassen laufen aktuell im dritten Jahr sehr erfolgreich. Dennoch kommen sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Ausbilderinnen und Ausbilder manchmal an ihre Grenzen. Aus diesem Grund wurde der Workshop ins Leben gerufen.

Mehrere Frauen führen in einem Raum eine Übung durch.

Auch Praxisübungen waren Teil des Projektworkshops für Berufsschullehrerinnen und -lehrer.

Fotografin: Sylvia Pflüger

Ein Folgeworkshop zur Umsetzung und zum Austausch über die gelernten Maßnahmen soll im nächsten Sommer stattfinden.

Autorin: Sylvia Pflüger

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veröffentlicht am: 03. Dezember 2018 

Projekt veröffentlicht Video zur Ansprache von Studienabbrechern

Lust auf was Neues? Das JOBSTARTER plus-Projekt „Vom Hörsaal zum Handwerk“ informiert Studierende, die ihr Studium abbrechen wollen, zu Ausbildungsberufen und Karriereperspektiven im Handwerk. Um die Studierenden zu erreichen, hat das Projekt nun ein Video veröffentlicht. Das Video richtet sich an Studienabbrecherinnen und -abbrecher. Es stellt die Beratungsangebote des Projekts vor und zeigt auf, welche Chancen die duale Berufsausbildung bietet.

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veröffentlicht am: 23. November 2018

Projekt zu Gast beim Campusradio Jena

Das JOBSTARTER plus-Projekt „PereSplus“ informiert, berät und unterstützt Studienzweifler/-innen und Studienabbrecher/-innen zu beruflichen Perspektiven außerhalb der Hochschule. Julia Heisler, Projektmitarbeiterin, berichtet im Interview mit Campusradio Jena, wie die Projektarbeit abläuft und welche Angebote sie für Studierende und Studienabbrecher/-innen bereithält.

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veröffentlicht am: 21. November 2018

Regionale Expertennachmittage zur Ausbildung in der Hauswirtschaft

Das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos – Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“ und die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft luden auch in diesem Jahr wieder Expertinnen und Experten rund um die Ausbildung im Beruf Hauswirtschafter/-in aus Baden-Württemberg ein. Neben der Vernetzung aller Akteure zielen die vier regionalen Expertennachmittage an Berufsschulen in Stuttgart, Freiburg, Biberach und Karlsruhe auch darauf ab, schlagkräftige Argumente für eine Ausbildung in der Hauswirtschaft zu formulieren. Anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse wurde außerdem aufgezeigt, dass Ausbildung sich lohnt und die Kosten durch Verbund, Kooperation und ein gutes Konzept gesenkt werden können.

Blick auf einen Monitor. Im Hintergrund unscharf Menschen an Tischen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich unter anderem in Murmelgruppen aus.

Fotografin: Daniela Katz-Raible

Verbundausbildung nutzen

Der Einführungsvortrag der regionalen Ausbildungsberaterinnen zeigte zunächst anhand von aktuellen Ausbildungszahlen auf, dass die Ausbildungszahlen in den letzten Jahren drastisch gesunken sind und der Fachkräftebedarf steigt. Die beste Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist selbst auszubilden. Betriebe, die nicht alle Inhalte des Berufs Hauswirtschafter/-in abdecken können, haben verschiedene Möglichkeiten. So können sie zum Beispiel im Verbund ausbilden und so ebenfalls eine hochwertige und umfassende Ausbildung durchführen. Die zuständige Stelle beim Regierungspräsidium Tübingen und die Ausbildungsberaterinnen an den Landratsämtern unterstützen Unternehmen dabei.

Ausbildung als Investition in die Zukunft

Die wohl am häufigsten genannten Hinderungsgründe für Betriebe auszubilden, sind der hohe Aufwand und die Kosten. „Aus einer Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) kann man von durchschnittlich 10,50 Euro Nettoausbildungskosten pro Tag bei einer dreijährigen Ausbildung ausgehen. Ich finde das ist günstig, wenn man diese Kosten als Investition in die Zukunft betrachtet“, erläuterte Daniela Katz-Raible, Mitarbeiterin beim JOBSTARTER plus-Projekt. Zusätzlich zu den Erträgen, die Azubis erwirtschaften, nutze die Ausbildung einem Betrieb auch an anderen Stellen: Azubis brächten frischen Wind ins Unternehmen, das Unternehmen zeige damit, dass es sich engagiere, sammele wichtige CSR-Punkte und sei dadurch weniger abhängig vom Arbeitsmarkt – so Katz-Raible weiter.

Qualifizierung als Kernelement

Für einen Dienstleistungsberuf wie die Hauswirtschaft ist auch die Qualifizierung enorm wichtig. Sie ist die Basis einer hohen Dienstleistungsqualität. Die Relevanz von gut ausgebildetem Fachpersonal benannte auch Teilnehmer Mehmed Ramic: „Gute Ausbildung bedeutet eine Qualitätssteigerung des Dienstleisters und steigert die Kundenzufriedenheit.“ Ramic will deshalb mit seiner Altenhilfe-Einrichtung wieder in die Ausbildung von Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern einsteigen. Frau Jörg, die zuständige Ausbildungsberaterin in Landkreis Biberach, bemerkte auch schon die Trendwende: „Es gibt eine rege Nachfrage von Betrieben, die die Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/-in neu oder wieder anbieten wollen.“

Autorin: Daniela Katz-Raible

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veröffentlicht am: 14. November 2018 

Projekt veranstaltet Fachforum zum 3D-Druck

Neue Verfahren wie der 3D-Druck können dazu beitragen, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene (wieder) stärker für Berufe der industriellen Fertigung interessieren. Um das Potential solcher neuen Technologien für die Azubigewinnung auszuloten, lud das JOBSTARTER plus-Projekt „proDIGIT“ am 18. September 2018 zum Fachforum „3D-Drucken und Themen der Digitalisierung in der Industrie 4.0“ nach Barleben in Sachsen-Anhalt ein. Dort diskutierten die Teilnehmenden über neuartige Anforderungen an künftige Facharbeiterinnen und Facharbeitern am Beispiel des 3D-Drucks. Die Expertinnen und Experten sowie die Teilnehmenden zeigten auf, welche Wege gegangen werden können, um diese Technologien für die Fachkräftesicherung noch nutzbarer zu machen – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Schwerpunkte des Fachforums

Das Fachforum lieferte Ansätze, wie ein technologieorientiertes Azubimarketing in der unternehmerischen Praxis wirkungsvoll gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Herausforderungen und Chancen das Fertigungsprinzip „3D-Druck“ für Unternehmen mitbringt. Daraus abgeleitet wurden die neuen Anforderungen an die Fachkräfte, insbesondere im Beruf Zerspanungsfacharbeiter/-in.

Expertinnen und Experten der TU Dresden und des Dresdner Fraunhofer-Instituts IWU stellten die aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Trends von der Verfahrensseite und von der Vielfalt an Werkstoffmöglichkeiten vor. Sie verdeutlichten, dass die neuen Verfahren nicht allein ein Thema für Ingenieure sind, sondern zunehmend auch in die Berufswelt einer Zerspanungsfacharbeiterin bzw. eines Zerspanungsfacharbeiters und anderer Berufe des verarbeitenden Gewerbes Einzug halten. Ein entsprechender Know-how-Aufbau auf der Facharbeiterebene ist damit zwingend erforderlich.

Weitere Referentinnen und Referenten sowie die Teilnehmenden stellten ihre Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis vor, wobei auch Fragen wie „Prozesssicherheit“ und „Kostentransparenz“ thematisiert wurden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem JOBSTARTER plus-Projekt zeigten zudem auf, wie Jugendliche eine Zusatzqualifizierung in „Additive Manufacturing“ und „Digitale Vernetzung“ noch vor Abschluss ihrer Facharbeiterausbildung erwerben können. Diese können sie dann später als Jungfacharbeiter/-in in ihren Betrieben anwenden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Führung durch die Fertigung des Unternehmens CITIM, das hinsichtlich der 3D-Druck-Technologien in Sachsen-Anhalt weit entwickelt ist.

Fazit

Das Forum konnte den Teilnehmenden aufzeigen, wie KMU die Industrie 4.0-Prozesse nutzen können, um Interesse und Spannung bei Jugendlichen aufzubauen. Was früher als „hohe Ingenieurkunst“ galt, kann heute teilweise in die Facharbeiterausbildung integriert werden. Der Diskurs hat ergeben, dass mit der Beherrschung der Verfahren die Fertigungsflexibilität in den Unternehmen erhöht werden kann.

Blonder Mann steht rechts neben einem großen Flachbildschirm. Er präsentiert eine Präsentation.

Julian Feinauer, Geschäftsführer der pragmatic minds Gmbh, war einer der Referenten, die ihre Erfahrungen teilten.

ACOD GmbH / Fotograf: Norbert Gottstein

Autor: Dr. Norbert Gottstein

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Kontakt

Dr. Felix Erler
ACOD GmbH
Tel.: 0341 / 30 38 25 35
E-Mail

veröffentlicht am: 12. November 2018 

Workshop zum Thema Ausbildungsmarketing

Ob geburtenschwache Jahrgänge, der Wettkampf mit anderen Ausbildungsbetrieben in der Region oder das begrenzte Interesse von Jugendlichen für gewerblich technische Ausbildungsbetriebe – die Gründe für den drohenden Fachkräftemangel sind vielfältig. Viele Ausbildungsbetriebe stehen daher aktuell vor der Herausforderung, ausreichend talentierte Fachkräfte für sich zu gewinnen. Welche neuen Wege können diese Betriebe gehen?

Zur Beantwortung dieser Leitfrage fand am 15. August 2018 ein Workshop unter der Organisation des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ statt. Unter dem Titel „Mit Technik für Technik begeistern“ diskutierten die Referenten und Teilnehmenden über innovative Methoden und konkrete Maßnahmen des modernen Azubimarketings.

„Wir wollen uns heute gegenseitig austauschen und voneinander lernen, um zu besseren Lösungen im Azubimarketing zu kommen“, erklärte Dr. Felix Erler, Projektleiter des JOBSTARTER plus-Projekts, den Teilnehmenden das Ziel des Workshops. Zur Veranstaltung gekommen waren unter anderem ausbildungsverantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Thüringer Automobilzulieferern sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und ortsansässige Lehrkräfte.

Prof. Dr. Frank Barthelmä, Geschäftsführer und Institutsleiter der GFE e.V., führte aus Sicht eines Experten in die bereits heute spürbaren Veränderungen von Anforderungen an Auszubildende und deren Kompetenzen in der Fabrik der Zukunft ein. Explizit machte er darauf aufmerksam, dass die vorgestellten Technologien bereits heute als Prototypen in der Anwendung sind und sich diese auf die Arbeitsaufgaben von Nachwuchsfachkräften auswirken.

Detailaufnahme: Frauenhände halten einen Mikrocontroller.

Der Mikrocontroller CalliopeMini führt spielerisch an Programmierung heran.

ACOD GmbH

Praxisnahe Berufsorientierungsmaßnahmen zur Begeisterung von Fachkräftenachwuchs stellte Caroline Hotze von der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) GmbH vor. Eine Azubi-Roadshow, bei der sich Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende auf Augenhöhe begegnen können, kann demnach ein erfolgreicher Weg sein. Exemplarisch stellte Hotze die Umsetzung von Schüler-Wettbewerben vor, bei denen Gruppen selbstorganisiert und kompetitiv technische Herausforderungen meistern. Beispiel für eine solche Maßnahme ist die „First Lego League“, bei der Schülerinnen und Schüler mit eigenen autonomen Robotern teilnehmen. Unternehmen können hier als Sponsor oder Mentoren teilnehmen und haben auf diesem Weg ersten Kontakt mit technikaffinem Nachwuchs. Als drittes Beispiel des im Projekt erarbeiteten Maßnahmenplans präsentierte Hotze Lernbausätze und Experimentierkoffer für den Unterricht. Hier gibt es bereits verschiedene Produkte zum Erleben und Erlernen von Technologie. Konkret sind das graphisch programmierbare Roboter wie „CalliopeMini“, „Lego Mindstorms“ und „mBots“. Mit diesen Lehrmitteln können Schülerinnen und Schüler spielerisch erste Erfahrungen mit Sensorik, Robotik und Programmierung sammeln. Weiterhin lassen sich diese Produkte auf Messen und bei der Bewerberauswahl nutzen.

Der Geschäftsführer der Rennsteige Werkzeug GmbH, Sascha Zmiskol, fasste im letzten Impuls treffend zusammen: Die frühzeitige Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für einen Ausbildungsberuf, die Darstellung der Vielfältigkeit dessen, die Erregung von Aufmerksamkeit als Unternehmen und die Darstellung der Möglichkeiten sind wichtige Bestandteile des Ausbildungsmarketings. Für ihn ist klar, dass die Begeisterung für gewerblich-technische Berufe bei einigen Firmen schon im kindlichen Alter beginnt - und damit vor der schulischen Berufsorientierung.

Technische Hilfsmittel und Kooperationen mit Wettbewerben und Schulen können Wege sein, um steigende Bewerbungszahlen zu erhalten.

Autor: Dr. Felix Erler

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veröffentlicht am: 5. November 2018 

Innovative Wege zur nachhaltigen Fachkräftegewinnung

Zum Thema Fachkräftesicherung und Azubimarketing fand am 24. Oktober 2018 im Rahmen des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ der Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) GmbH ein Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmerinnen und Unternehmern auf dem Gelände der Webasto Thermo & Comfort SE in Neubrandenburg statt.

Ziel der Veranstaltung war es, den regionalen Unternehmerinnen und Unternehmern einen Raum zu bieten, sich über die Herausforderungen in Bezug auf die Nachwuchsgewinnung für ihr Unternehmen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer berichteten über Probleme wie das sinkende Qualifikationsniveau der Bewerberinnen und Bewerber, Probleme beim Ersatz von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in Rente gehen, oder wachsende Anstrengungen bei der Stellenbesetzung. Kritisch wurde die theoretische Berufsausbildung gesehen. Die Berufsschulen sind im Bereich Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern teilweise weit weg von den Unternehmen und somit schwer für die Jugendlichen zu erreichen. Lehrermangel und Unterrichts­ausfall führen dazu, dass ganze Themenkomplexe unbehandelt bleiben, in der Prüfung aber dennoch eine Rolle spielen.

Blick in einen Raum, in dem ein Workshop stattfindet: Vor einer Leinwand steht ein Mann und präsebtiert. Im Stuhlkreis sitzen mehrere Personen und hören zu.

Neben Vorträgen bot die Veranstaltung auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

ACOD GmbH / Fotografin: Franziska Steiner

Bei der Webasto Thermo & Comfort SE werden dabei die Aufgabenprofile an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer komplexer. Hohes Spezialwissen sei erforderlich, ebenso ein globales Projektmanagement-Verständnis.

Die Lang Metallwarenproduktion GmbH Woldegk kommt Bewerberinnen und Bewerbern zum Beispiel mit Teilzeit-Optionen und familienfreundlichen Schichten entgegen. Im Rahmen des Azubimarketings wird „Regionales Lernen an regionalen Orten“ umgesetzt.

Nach dem Motto „Lernen von den Besten“ gab Dr. Felix Erler, Projektleiter der ACOD GmbH, einen Überblick über die Azubimarketing-Aktivitäten einiger sächsischer Unternehmen. Im Fokus des Beitrages von Franziska Steiner, Projektkoordinatorin Azubimarketing, stand das Thema Technologie­orientierung im Azubimarketing. Vorgestellt wurden Maßnahmen, die es ermöglichen, technologieaffinen Nachwuchs zu gewinnen: technologieorientierte Ganztagsangebote, AG Robotik mit LEGO® MINDSTORMS® Education EV3 oder Calliope mini, Schülerfirmen mit technischem Schwerpunkt, naturwissenschaftliche Wettbewerbe, Experimentierräume oder Technikmuseen.

Alle Beteiligten konnten viele neue Ideen für sich mitnehmen. Die Veranstaltung behandelte in der Region erstmalig das immer mehr an Bedeutung gewinnende Thema der Fachkräfte- und Nach­wuchs­sicherung. Die vorgestellten Azubimarketing-Materialien des ACOD sowie die Präsentation wurden den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Auch weiterführende Azubimarketing-Aktivitäten mit den teilnehmenden kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind denkbar.

Autorin: Franziska Steiner

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veröffentlicht am: 31. Oktober 2018  

KAUSA Servicestelle bringt Schüler und Betriebe zusammen

Unter dem Motto „3 Betriebe – 1 Bus“ organisierte die KAUSA Servicestelle Hamm/Kreis Unna am 27. September 2018 im Rahmen der TalentTage Ruhr 2018 eine Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern, darunter eine internationalen Förderklasse, sowie Arbeitgebern. Unterstützt wurde das Projekt durch die Stiftung TalentMetropole Ruhr. Die Jugendlichen sollten an einem Tag die Gelegenheit erhalten, verschiedene Berufe „live“ kennenzulernen, mit regionalen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen und den möglicherweise für sie passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Gruppenbild vor einem Gebäude

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem AWO Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum in Bergkamen.

Multikulturelles Forum e.V. / Fotograf: Dominik Donges

Zu Beginn begrüßte Silke Naruhn, Pflegedienstleiterin im Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum, die Schülerinnen und Schüler. In der Einrichtung werden zweimal im Jahr Pflegefachkräfte ausgebildet. Auch die verkürzte Ausbildung zur Pflege- oder Betreuungsassistenz wird angeboten. Silke Naruhn betonte, dass für den Pflegeberuf im Vorfeld ein Praktikum besonders wichtig sei.

Im Anschluss fuhren die Jugendlichen auf den Hof Freisfeld, wo neben dem Landwirt Heinrich Freisfeld rund 80 Kühe die Jugendlichen willkommen hießen. Zum Erstaunen der Jugendlichen kennt der Landwirt alle Kühe beim Namen. Man müsse eine gute Beziehung zu Tieren haben, um die Arbeit zu mögen, außerdem dürfe man kein Langschläfer sein, betonte Freisfeld. Das Tolle an seinem Beruf sei vor allem die Arbeit in und mit der Natur sowie die wechselnden Aufgaben während der Arbeit. Für das kommende Jahr biete er wieder eine Ausbildungsstelle an.

Ein ganz anderes Arbeitsumfeld erwartete die Schülerinnen und Schüler im Handelshof. Hier steht der Verkauf an erster Stelle und das erfordere laut Geschäftsleiter Jürgen Bringsken vor allem Soft Skills wie Empathie und Kommunikationsgeschick. „Ein guter Händler verkauft mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf“, sagte Bringsken. Wer daran Spaß habe, sei als Auszubildender im Handelshof genau richtig. Neben einem guten Gehalt versprach der Geschäftsleiter ein freundschaftliches Arbeitsklima und eine positive Work-Life-Balance.

Die Fahrten zwischen den Betrieben dienten vor allem zur Reflexion der erhaltenen Eindrücke sowie der Vorbereitung auf die nächste Station. Den Schülern wurden einerseits ausbildungs- und betriebsspezifische Informationen vermittelt und andererseits Tipps zum Verhalten während der Betriebsbesichtigung und in der Ausbildung gegeben.

Die Jugendlichen waren über die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten erstaunt und dass jeder einen passenden Beruf finden kann. Ihnen wurde deutlich, wie wichtig es ist, zunächst die persönlichen Stärken und Interessen zu finden, um sich im Anschluss für einen passenden Ausbildungsberuf entscheiden zu können. Ermutigt wurden sie durch die kulturelle Vielfalt des Betriebspersonals sowie die Gespräche mit engagierten Arbeitgebern.

Autor: Dominik Donges

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veröffentlicht am: 24.Oktober 2018 

Projekt prämiert Azubi-Ideen zur Digitalisierung

Das JOBSTARTER plus-Projekt „DigiVA“ aus Halle/Saale hat die Gewinner des Wettbewerbs AZUBI4ID ausgezeichnet. Das Projekt hatte Azubis aus Handwerksbetrieben und der Industrie in der Region Halle aufgerufen, Ideen zu entwickeln, mit denen Arbeitsabläufe und Prozesse im eigenen Ausbildungsbetrieb digital optimiert werden können.

20 Vorschläge gingen ein, 10 von ihnen wurden mit Sachpreisen ausgezeichnet. Den ersten Preis in der Kategorie Industrie erhielt die Idee eines angehenden Speditionskaufmannes. Er möchte mit einer App den Prozess der Auftragsabwicklung optimieren. Der erste Preis in der Kategorie Handwerk stammte von einer angehenden Malerin und Lackiererin. Sie schlägt vor, die Maschinen im Betrieb mit QR-Codes auszustatten, über die Beschäftigte die Bedienungsanleitung abrufen können. Die Ideen sollen nun innerhalb der Projektlaufzeit in den Unternehmen umgesetzt werden.

Urkundenübergabe: Drei Männer übergeben einem jungen Mann einen Preis.

Die Gewinner im Wettbewerb erhielten Sachpreise.

Handwerkskammer Halle

Schirmherr des Wettbewerbs war der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Armin Willingmann.

Das Projekt „DigiVA“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in der Branche Metall/Elektro und hilft, die Aus- und Weiterbildung an die Anforderungen der Digitalisierung anzupassen.

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veröffentlicht am: 25. September 2018 

Neue Zusatzqualifikationen vorgestellt

Das JOBSTARTER plus-Projekt „ZQ.net“ stellte beim 2. Ausbilderworkshop am 29. August 2018 in Chemnitz die neuen Zusatzqualifikationen „IT-gestützte Anlagenänderung“ und „Robotik“ vor. Das Projektteam hat diese aufgrund der Teilnovellierung der industriellen Metall- und Elektroberufe entwickelt und erprobt. Beim Workshop lernten die Teilnehmenden die Inhalte der Zusatzqualifikationen im Ausbildungsrahmenplan kennen und diskutierten über die fachpraktische Umsetzung im Unternehmen.

Insgesamt kommt für die elf Metall- und Elektroberufe eine neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ hinzu. Im Mittelpunkt dieser stehen fachübergreifende Fähigkeiten wie der Umgang mit digitaler Technik und das Verständnis für Informationssicherheit und Datenschutz. Diese Fähigkeiten können über Zusatzqualifikationen erworben werden. Für die industriellen Elektroberufe wurden daher drei Zusatzqualifizierungen, für die industriellen Metallberufe und den Mechatroniker jeweils vier Zusatzqualifikationen entwickelt und in die Ausbildungsordnung aufgenommen. Diese Zusatzqualifikationen dauern acht Wochen und werden über die IHK gesondert im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.

Zum Hintergrund: „ZQ.net“ entwickelt und erprobt vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung Zusatzqualifizierungen für Beschäftigte, Auszubildende und Ausbildungspersonal von kleinen und mittleren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Bei den Ausbilderworkshops informiert und sensibilisiert das Projekt Ausbildungspersonal für die Projektthemen und zu Inhalten industrieller Digitalisierung.

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veröffentlicht am: 24. September 2018 

Workshopreihe zur Digitalisierung gestartet

Die Workshopreihe zum Thema „Ausbildung digital managen und organisieren“ des JOBSTARTER plus-Projekt „A 4.0“ ist gestartet. Sie wird gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum der Technischen Universität Ilmenau durchgeführt. Beim Workshop-Auftakt in Gotha am 29. August ging es um die Herausforderungen, die sich durch die Digitalisierung für die Berufsausbildung und die dortigen Akteure ergeben. Schwerpunkt waren die Aktualisierungen der Ausbildungsordnung in den Metall- und Elektroberufen.

Interessierte können jederzeit noch in die Workshopreihe einsteigen – der nächste Workshop ist für Mitte November geplant. Aktuelle Informationen, auch zur Anmeldung, veröffentlicht das Projekt auf seiner Projektseite.

Zum Hintergrund: Das Projekt „A 4.0 – betriebliche Bildung für die Industrie 4.0“ unterstützt KMU in der Metall- und Elektrotechnik, die Ausbildung an die Anforderungen von digitalisierter Produktion anzupassen.

Digitalisierung in der Baubranche

Am 19. und 20. Juni 2018 fand das vierte überregionale Austauschtreffen der JOBSTARTER-Bauallianz in Erfurt statt. Gastgeber des Treffens war das JOBSTARTER plus-Projekt „Digitalisierung in der Baubranche“ des Bildungswerks BAU Hessen-Thüringen e.V.

Welche Anforderungen und Herausforderungen entstehen im Zuge der Digitalisierung für die Baubranche und wie handeln Unternehmen? Einen guten Einblick zu dieser Thematik erhielten die Teilnehmenden des Netzwerktreffens durch einen Unternehmensbesuch bei der UNIVERSAL BAU GmbH. Andreas Osterloh, Mitglied der Geschäftsführung, berichtete über die Entwicklung der Digitalisierung in dem Betrieb aus Mühlhausen mit etwa 150 Mitarbeitern. Das Unternehmen führte ein Dokumentenmanagementsystem, digitale Bauakten und ein Online-Bestellsystems ein und erzielte damit ein effektiveres Arbeiten sowie eine Produktivitätssteigerung. Wichtig sei bei diesem Veränderungsprozess der Rückhalt durch die Geschäftsführung, so Andreas Osterloh.

Detailaufnahme der Fertigung von Einkaufswagenchips durch eine Maschine

Personalisierte Einkaufschips für die Teilnehmenden der Bauallianz.

Manuela Zauritz

Zum Stand der Digitalisierung in der Ausbildung besuchten die Teilnehmenden des Treffens die Andreas-Gordon-Schule in Erfurt. Der Schulleiter der Berufsschule, Karsten Pohlemann, informierte über die Potenziale der Digitalisierung in der Berufsschule – zum Beispiel in der Informatik bei Hardware und Modellierung, in der Wirtschaftslehre bei der Angebotskalkulation, in Deutsch bei Handouts und Flyern. Die vielfältigen Facetten des 3-D-Druckverfahrens konnten die Teilnehmenden der Bauallianz selbst erleben und sich einen individuellen Einkaufschip erstellen.

In einem weiteren Programmpunkt stellte Ron Hoffmann von der IAD – Informationsverarbeitung und angewandte Datentechnik GmbH die Entwicklungen in den Bereichen virtual reality (VR) und augmented reality (AR) vor.

Er skizzierte verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung – beispielsweise in der Lernortkooperation. Es können Techniken erlernt werden, die sonst einen hohen Aufwand oder gewisse Gefahren bedeuten würden, wie z. B. im Handwerk oder Brandbekämpfungstraining. Speziell in der Baubranche kommen VR und AR auch bei Auswertungsplänen oder der Einbettung in Logistikprozesse zur Anwendung. Lern- und Entwicklungsprozesse können mithilfe der Technik anschaulich dargestellt und verschiedene Rollen eingenommen werden, so Hoffmann. Die Teilnehmenden der Bauallianz konnten schließlich selbst eine AR-Brille aufsetzen.

Ein Mann erklärt umstehenden Personen die Funktionsweise einer Drohne.

Gunnar Bock erläutert Einsatzmöglichkeiten der Drohne.

Manuela Zauritz

Abschließend erläuterte und demonstrierte Gunnar Bock Einsatzmöglichkeiten einer Flugdrohne in der Bauwirtschaft. Diese kann beispielsweise bei der Baustellendokumentation, der Vermessungen oder bei Fortschrittskontrollen der jeweiligen Baustelle unterstützen.

Das Netzwerktreffen konnte wieder neue Impulse für die Arbeit der Teilnehmenden im Bereich der Digitalisierung von Ausbildungsprozessen setzen. Beim nächsten Treffen im Herbst 2018 in Berlin wird es um Fragen und Umsetzung zum Azubimarketing für Betriebe in der Baubranche gehen. Zudem möchten die Mitglieder der Bauallianz ein gemeinsames Leitbild erstellen.

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Autorinnen und Ansprechpartnerinnen

Christina Rathmann, JOBSTARTER-Regionalbüro Süd
Tel.: 0911 / 27 77 96 18
E-Mail

Manuela Zauritz, JOBSTARTER-Regionalbüro Ost
Tel.: 030 / 32 66 91 91
E-Mail

veröffentlicht am: 11. September 2018 

KAUSA-Ausbildungsbotschafter in Sachsen-Anhalt aktiv

Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd macht seit Kurzem junge Geflüchtete zu Ausbildungsbotschaftern. Mit Hilfe der Ausbildungsbotschafter möchte die KAUSA Servicestelle bestimmte Zielgruppen besser erreichen und ansprechen können. So unterstützen die Ausbildungsbotschafter die Arbeit der KAUSA Servicestelle, indem sie beispielsweise in Berufsvorbereitungsklassen den Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen auf dem Weg in Ausbildung berichten. Sie gehen auch in Betriebe, um diese für die Ausbildung von jungen Geflüchteten zu gewinnen.

Junger Mann steht vor einer Klasse und erzählt etwas.

Sayed Azizi berichtet von seinen Erfahrungen in der dualen Ausbildung.

KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd

„Ohne die Unterstützung durch die KAUSA Servicestelle wäre ich nicht so schnell in eine Ausbildung gekommen.“

Sayed Azizi, KAUSA-Ausbildungsbotschafter

Aktuell sind vier Ausbildungsbotschafter im südlichen Sachsen-Anhalt aktiv. Bei den bisher ausschließlich männlichen Ausbildungsbotschaftern handelt es sich um junge Geflüchtete, die mithilfe der KAUSA Servicestelle einen Ausbildungsplatz fanden – und mit ihrem Engagement als Ausbildungsbotschafter nun Etwas zurückgeben wollen. So wie Sayed Azizi, der sich im zweiten Jahr seiner Ausbildung zum Dachdecker befindet.

Zum Hintergrund: Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd informiert und berät Selbstständige und Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie Geflüchtete zum Thema berufliche Bildung.

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veröffentlicht am: 7. September 2018

Neue Projektwebsite „Betriebliche Ausbildung 4.0“

Das Jobstarter plus-Projekt: „A 4.0 – Betriebliche Bildung für die Industrie 4.0“ aus Gotha hat eine umfangreiche Projektwebsite gelauncht. Sie bietet mit aktuellen Meldungen, Fachbeiträgen und einem Glossar zahlreiche Informationen zum Thema „Digitalisierung in der Ausbildung“. Außerdem werden die Aktivitäten des Projekts vorgestellt.

Zum Hintergrund: Ziel des Projekts ist es, kleine und mittlere Unternehmen in der Metall- und Elektrotechnik dabei zu unterstützen, die Ausbildung an die Anforderungen von digitalisierter Produktion anzupassen.

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veröffentlicht am 31. August 2018 

Projekt veröffentlicht Erklärfilm

Selbstverteidigung gegen den Fachkräftemangel – das ist das Motto des JOBSTARTER plus-Projekts „KungFu – Kunststoff goes future“ aus Lemgo. Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit hat das Projekt nun einen Erklärfilm gedreht, der die Ziele und Maßnahmen des Projekts anschaulich darstellt.

Zum Hintergrund: „KungFu“ entwickelt Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Betriebe der Kunststoffbranche in der Region Ostwestfalen-Lippe für die Anpassung der Aus- und Weiterbildung an die Anforderungen von Industrie 4.0.

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veröffentlicht am: 30. August 2018 

Ausbildungsplattform für Betriebe geht online

Das JOBSTARTER plus-Projekt „MEMA-Fachkraft plus“ aus Lingen hat die MEMA-Ausbildungsplattform konzipiert und gelauncht. Die Plattform richtet sich insbesondere an Ausbildungsbetriebe und bietet diesen einen Werkzeug- und einen Qualifizierungskatalog.

Der Werkzeugkatalog enthält Hilfsmittel und Maßnahmen, die Betriebe einsetzen können, um ihre Ausbildung zu strukturieren und effektiv durchzuführen. Zu jedem Werkzeug werden neben allgemeinen Informationen auch die Vor- und Nachteile genannt sowie eine Aufwandseinschätzung angegeben.

Der Qualifizierungskatalog bietet Betrieben eine Übersicht über regionale Qualifizierungen und Veranstaltungen für die Zielgruppen Auszubildende und Ausbildungspersonal. Außerdem können Bildungsträger ihre Angebote eigenständig auf die Plattform stellen.

Zum Hintergrund: Das Projekt „MEMA-Fachkraft plus“ zielt darauf ab, die Attraktivität der Ausbildung im Metall- und Maschinenbaucluster in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim zu steigern. Dazu unterstützt es u. a. regionale Betriebe dabei, ihr Ausbildungsengagement zu erhalten und auszubauen.

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veröffentlicht am 28. August 2018

Regionaler Fachtag für die Integration in Arbeit und Ausbildung

Unterstützung für junge Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten beim Weg in die Ausbildung – das war Thema des Regionalen Fachtags für die Integration in Arbeit und Ausbildung. Die Teilnehmenden systematisierten bestehende Unterstützungsangebote.

Die KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt Süd lud am 12 Juni 2018 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Regionen des südlichen Sachsen-Anhalts ein, um gemeinsam über praxistaugliche Hilfen für Unternehmen, Migrantinnen und Migranten und Geflüchtete zur Integration in Ausbildung und Arbeit zu diskutieren. In drei Arbeitskreisen wurden die Unterstützungsangebote auf dem Weg zur Ausbildungsreife, zur Ausbildung und zum Arbeitsvertrage systematisiert und in eine klare Struktur gebracht.

Dadurch sollen Akteure (vor allem Unternehmen, Migrant/-innen und Geflüchtete) in jeder Phase des Weges in den Arbeitsmarkt schnell die passenden Unterstützungsmöglichkeiten finden. Die Ergebnisse der Arbeitskreise sollen bis Herbst in mehreren Folgeberatungen in eine Fassung gebracht werden, die geeignet ist, die Netzwerke enger zu knüpfen und die Wege in Ausbildung und Arbeit planvoller zu gestalten. Alle Arbeitskreise erstellten außerdem eine Liste von Herausforderungen, die auf dem Weg der Integration in den Arbeitsmarkt zu bewältigen sind.

Blick vom Eingang aus in einem großen, opulenten Saal. Viele Menschen hören einem Vortrag zu.

Egon Preuß, Projektleiter der KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt, eröffnet den Fachtag im Stadthaus von Halle.

KAUSA Servicestelle Sachsen-Anhalt

Herausforderungen identifizieren

Im Arbeitskreis 1 (Thema: Ausbildungsreife) wurden beispielsweise Übergänge aus BVJ oder BVJS sowie die Bewältigung der großen Niveauunterschiede in den Integrationskursen als Herausforderungen benannt. Im Arbeitskreis 2 (Thema: Wege in Ausbildung) wurden die sogenannten „ungeklärte Identitäten“ als Hindernis thematisiert. Hier ist mit den Ausländerbehörden nach Lösungen zu suchen.

In den ländlichen Regionen sind Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Führerscheinerwerb zu bewältigen. Wegen der hohen Mobilitätsanforderungen ist dies oft ein Faktor, der über das Zustandekommen eines Ausbildungsvertrages entscheidet. Beim Arbeitskreis 3 (Thema: Vermittlung in Arbeit) steht weiter die Hebung des Niveaus der berufsbezogenen Sprachkenntnisse auf der Agenda: Als hinderlich erweist sich bei der Vielzahl der Berufe auch, dass berufsbegleitende Qualifikationen fördertechnisch an zu große Gruppen gebunden sind und dadurch nicht so differenziert gefördert werden kann, wie es notwendig wäre.

Handlungsplan entwickeln

Im Anschluss an den Fachtag beriet sich die KAUSA Servicestelle mit der Arbeitsagentur, dem Jobcenter und den Kammern zu den Ergebnissen des Fachtags. Geplant ist, einen Handlungsplan für die Ausbildungsintegration aus Unternehmersicht zu erstellen. Dieser Handlungsplan soll zunächst für die Region Halle/Saalekreis entwickelt und anschließend den Landkreisen Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und Dessau-Wittenberg zur Adaption zur Verfügung gestellt werden.

Autor: Dr. Egon Preuß

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veröffentlicht am 21. August 2018

Projekt „oikos“ auf der Landesgartenschau

Hauswirtschaft ist ein vielseitiger und sinnstiftender Beruf − davon konnten sich rund 300 Besucher/-innen der Landesgartenschau überzeugen. Während der Landesgartenschau in Lahr führte das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos“ eine Marketingaktion für den Beruf „Hauswirtschafter/-in“ durch: Vom 04. bis 11. Juli schnupperten, fühlten und schmeckten die Besucher/-innen in die Hauswirtschaft hinein und informierten sich über die Tätigkeitsfelder des Berufs.

Hauswirtschaft fühlen und riechen

Junger, dunkelhäutiger Mann erfühlt mit beiden Händen in der Box einen Gegenstand. Dabei sehen im mehrere Personen zu.

Anhand von Fühlboxen ertasteten die Besucher/-innen den Beruf Hauswirtschafter/-in.

Fotografin: Daniela Katz-Raible

Beherzt griffen viele Besucherinnen und Besucher in sogenannte Fühlboxen, ganze Familien rätselten bei einzelnen Gegenständen: „Was könnte das sein? Eine Fernbedienung? Aber was hat das mit Hauswirtschaft zu tun?“ „In der Fühlbox befindet sich ein Taschenrechner“, erklärte Daniela Katz-Raible, Referentin beim Projekt „oikos“, der Gruppe. „Rechnen und Kalkulieren ist ein wichtiger Part in der Ausbildung zum Hauswirtschafter oder zur Hauswirtschafterin, es steckt ja auch der Begriff Wirtschaft im Namen. Egal ob die richtige Rezeptberechnung, Nährwertberechnung oder die Kalkulation von Dienstleistungen – rechnen können muss man schon“, berichtete eine Hauswirtschafterin vor Ort.

Dass man Hauswirtschaft auch riechen kann, überraschte viele Besucher/-innen. In drei Riechdosen befanden sich unterschiedliche hauswirtschaftliche Gerüche. Der Kaffeegeruch stand dabei für die Zubereitung des Frühstücks für Gäste, Bewohner/-innen oder Kundinnen bzw. Kunden und wurde von den meisten Besucher/-innen direkt erkannt. Beim Curry wurde es schon schwieriger: „Das ist irgendein Gewürz,“ sagte eine Frau zu ihrem Begleiter, der als nächstes reinschnupperte. Das Currypulver symbolisierte bei der Aktion ein nachhaltiges und vollwertiges Mittagessen, das schmeckt und von der hauswirtschaftlichen Fachkraft kalkuliert ist. Der letzte Geruch war der schwerste. Daniela Katz-Raible gab den Teilnehmenden einen Tipp: „Hauswirtschaft begleitet die Klienten durch den ganzen Tag, bis sie sich abends in ein sauberes, frisch gewaschenes Bett legen können.“ Dann wird es den meisten klar: Die Box roch nach Waschmittel.

Hauswirtschafter/-in – ein Beruf mit Sinn und Zukunft

Von den Gerüchen und Gegenständen ausgehend kamen die Projektmitarbeiter/-innen schnell mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch, warum Hauswirtschaft ein Beruf ist, der auch zukunftssicher und sinnstiftend ist. Überall wo Menschen leben, wohnen oder zu Gast sind, können Hauswirtschafter/-innen arbeiten und den Menschen individuelle Lebensqualität ermöglichen: Ein schön eingerichteter sauberer Raum, eine gute Atmosphäre beim gemeinsamen Mittagessen und vieles mehr leisten Hauswirtschafter/-innen tagtäglich.

„Oikos“ zeigte den Besucher/-innen auch die Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Hauswirtschaft auf, bevor sie die Hauswirtschaft auch schmecken durften: Rund 300 professionell hergestellte und deklarierte Marzipankekse der Hauswirtschafts-Azubis wurden an interessierte und hungrige Gäste verteilt.

Die angehenden Hauswirtschafterinnen im ersten und zweiten Lehrjahr stellten jedoch nicht nur die Kekse her, sondern gaben bei der Berufsorientierungs-Rallye ihr Wissen an fünf Stationen an circa 60 Schüler/-innen weiter. Von der Karriereleiter in der Hauswirtschaft über das Thema Händehygiene, von Kräuterarten bis hin zur Entscheidung für die Reinigungsfaktoren mit dem Sinnerschen-Kreis erhielten die Schüler/-innen ein Bild von der Ausbildung und praktische Einblicke. Sabine Berszinski, Lehrerin an der HLS Offenburg war besonders stolz: „Ich bin richtig begeistert wie gut ihr den Beruf heute präsentiert habt“, lobte sie die Azubis.

Durch den Erfolg dieser Aktion konnte das Projekt „oikos“ das Berufsbild „Hauswirtschafter/-in“ in der Öffentlichkeit voranbringen. Bei der Aktion unterstützten das Regierungspräsidium Tübingen (zuständige Stelle) und die regionale Ausbildungsberaterin Maria Gille, die Haus- und Landwirtschaftliche Schule Offenburg und die Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft das Projekt.

Zwei junge Frauen stehen neben einem Aufsteller.

Die Projektmitarbeiterinnen stellen den Besuchern die Karriereleiter in der Hauswirtschaft vor.

Fotografin: Daniela Katz-Raible

Ermöglicht wurde die Aktion durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im Rahmen der Ausstellung: „Frauen bewegen das Land – Innovativ, qualifiziert, erfolgreich“.

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Kontakt und Materialien

Weitere Informationen, das Veranstaltungskonzept zum Nachmachen und Materialien zum Ausleihen erhalten Sie bei

Daniela Katz-Raible
Referentin im JOBSTARTER plus-Projekt „oikos – Ausbildungsoffensive Hauswirtschaft“
Diakonisches Werk Württemberg e. V.
Tel.: 0711 / 16 56 480

veröffentlicht am 25. Juli 2018

Projekt „Plan K.“ lud zum Branchendialog

Wie stehen Ausbilder/-innen und Auszubildende digitalen Medien in der Ausbildung gegenüber? Wie können sie genutzt werden und was ist zu beachten? Bilden wir modern aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Branchendialog zur Digitalisierung in der Kunststoff- und Chemiebranche“, zu der das JOBSTARTER plus-Projekt „Plan K.“ am 3. Juli nach Senftenberg-Brieske einlud. Dabei führten die Brandenburger Unternehmen der Kunststoff- und Chemiebranche die beim Workshop im Juni 2017 begonnene Diskussion zur „Berufsausbildung 4.0 – Digitalisierung der Berufsausbildung“ fort. Unterstützt und fachlich begleitet wurde das JOBSTARTER plus-Projekt durch die Wirtschaftsförderung Brandenburg und die IHK Cottbus.

Die Teilnehmer/-innen tauschten sich bei der Veranstaltung darüber aus, wie digitale Medien in der Ausbildung genutzt werden. Dazu wurde die Auswertung einer Befragung von Brandenburger Kunststoff- und Chemie-Unternehmen zum Stellenwert und zur Nutzung digitaler Medien in der Ausbildung vorgestellt. Ein hoher Prozentsatz der Befragten gab an, dass die Aus- und Weiterbildung in der Zukunft ohne Digitalisierung unmöglich sein werde. Es besteht außerdem unter den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie untern den Auszubildenden ein sehr großes Interesse an dem Thema, allerdings auch eine große Unsicherheit über das „Wie“.

Auf der Veranstaltung wurde auch die neue Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ erläutert. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmenden über die Dimensionen und Aspekte von Medienkompetenz in der Berufsausbildung, speziell über selbstständiges Lernen und die effektive, zielgerichtete Nutzung von Medien.

Mit Apps durch den Workshop

Der Austausch wurde gefördert durch die aktive Beteiligung der Teilnehmer/-innen an der Diskussion und durch die Auswertung von interessanten Fragen über verschiedene Apps (Mentimeter, Kahoot, polleverywhere). Die Vortragenden demonstrierten die praktische Verwendung der Apps.

Viele der Ausbilderinnen und Ausbilder probierten diese begeistert aus und konnten sich dadurch die Umsetzung in der Ausbildung plastisch vorstellen. Die Nutzung von elektronischen Ausbildungsnachweisen (Online-Berichtsheft) fand ebenso das besondere Interesse der Anwesenden. Eine der vorgestellten Varianten (BloK) wurde bereits von der IHK ausprobiert und sowohl von den Features als auch vom Preis her für die Nutzung durch KMU befürwortet.

Vernetzung zur besseren Unterstützung von KMU

Das JOBSTARTER plus-Projekt „PLAN K.“ nutzte mit diesem Branchendialog intensiv die Gelegenheit zur Vernetzung mit dem Projekt „Digital MKC“. „Digital MKC“ analysiert den Einsatz digitaler Medien in der Aus- und Weiterbildung in den Berufsfeldern Metall, Kunststoffe und Chemie in Südbrandenburg. Die Ergebnisse der Analysen und die daraufhin zu erarbeitenden Curricula zur Erhöhung der Medienkompetenz und des Einsatzes digitaler Medien in der Ausbildung stellen eine direkte praktische Unterstützung für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Kunststoffbranche dar, die im Mittelpunkt des Projektes „PLAN K“ stehen.

Autorin: Marina Scholz

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veröffentlicht am: 18. Juli 2018 

Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff und Kautschuktechnik

Die Kunststoffbranche ist auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen, aber hat ein Imageproblem. Mit diesem Thema beschäftigte sich die Veranstaltung des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Im Dialog mit Entscheidern: Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik unter der digitalen Lupe“ diskutierten am 20. Juni 2018 in Leipzig, welche Akzente in der Ausbildung gesetzt werden müssen, um qualifizierten Nachwuchs zu erhalten. Außerdem wurde erörtert, welche Wege es gibt, um Auszubildende für die Kunststoffbranche zu gewinnen.

Der Leiter des Leipziger Kunststoff-Zentrums (KUZ), Dr. Peter Bloß, stellte zunächst die Forschungsarbeit und Schulungsaktivitäten seiner Institution vor. Er betonte, dass die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere für die Kunststoffverarbeitung unerlässlich sei. Er begründet dies mit den steigenden Anforderungen in der Praxis, unternehmensspezifischen Wünschen und dem steigenden Bedarf nach neuem Wissen. Die Ausbildung muss dabei so zeitgemäß wie möglich sein. Er plädierte für eine Aktualisierung des Berufs Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff und Kautschuktechnik (VMKK) bis 2020. Im zweiten Impulsvortrag vertiefte Michael Weigelt, Sprecher der Geschäftsführung vom GKV/TecPart Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., die Zusammenhänge: „Es werden so lange Kapazitäten in den Unternehmen fehlen, solange die Menschen fehlen!“

​Das Image verbessern

Obwohl es in der Branche volle Auftragsbücher und vielseitige berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten gäbe, leide die Kunststoffbranche vor allem an einem Imageproblem. Berufe, wie zum Beispiel die Köchin/der Koch, erhalten im Fernsehen ganze Sendereihen. Dort wird ein positives Image des Berufs gezeigt. Die Kunststoffbranche hat so etwas leider nicht. Auch der Umgang einiger Länder bezüglich der schlechten Recyclingquote führt zu Imageproblemen, für welche die deutsche Kunststoffwirtschaft in der Wahrnehmung vieler junger Menschen mitverantwortlich gemacht wird. Erst wenn die Reputation steige, werden sich auch Arbeitskräfte finden. Hier sieht der Referent die gesamte Branche gefordert. „Es geht nicht primär um Ingenieure, wir müssen gemeinsam Jugendlichen und Quereinsteigern zeigen, wie vielfältig und innovativ unsere Industrie ist.“

Den Bogen zur Digitalisierung und den Herausforderungen der Zukunft schlug Dr. Felix Erler vom Automotive Cluster Ostdeutschland GmbH (ACOD) mit aktuellen Studienergebnissen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Dabei stellte er heraus, dass das Verständnis für Prozesse und Systeme für deutlich wichtiger eingeschätzt wird als Programmierkenntnisse. Er erläuterte im Zuge dessen beispielhaft das dynamische Verfahren zur Teilnovellierung der Metall- und Elektroberufe und die Integration des Schwerpunkts Digitalisierung in den Ausbildungsrahmenplan. Persönliche und soziale Kompetenzen gewinnen in der betrieblichen Kommunikation an Bedeutung.

​Digitalisierung bei der Ausbildung berücksichtigen

Die anschließende Diskussion festigte das Bild, dass die gesamte Branche mit den gleichen Herausforderungen zu tun hat. „Die Lebenswelten der Jugendlichen sind längst digital,“ betonte eine Teilnehmerin, „nun müssen gemeinsame Wege der Ansprache gefunden werden.“ Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen tauschten sich über konkrete Maßnahmen aus. Dabei kamen vor allem die Anwesenden der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu Wort. „Wir haben nicht die Kapazitäten, um alle Kanäle, wie Social Media, Azubi-Messen, Schulkooperationen bis hin zu Unterricht in den Schulen gleichermaßen abzudecken. Eine klare Systematisierung der Ansprache ist für uns hilfreich.“

Welche Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung die Digitalisierung ermöglicht, war ein zentrales Thema im zweiten Teil des Workshops. Roman Wolf, Key Account von N+P Informationssysteme GmbH, betonte, dass die Verarbeitung der „Maschinenrohdaten“ und insbesondere deren Visualisierung Transparenz und damit Mehrwerte für das Unternehmen schafft. Konkrete Beispiele der Einbindung von Augmented Reality bei der Maschinenbedienung,  in der computerbasierte Analyseoberflächen mittels Kameramodus auf Smartphones und Tablets in das reale Umfeld projiziert werden, waren dabei genauso Thema wie die Entwicklung von Prozessstrukturen.

Abschließend kann festgehalten werden, dass Daten und deren Nutzung insbesondere für kunststofftechnische Unternehmen relevanter werden. Dazu ist ein hohes Maß an Expertise nötig. Jedoch bleibt klar, die Lebenswelten der Jugendlichen sind längst digital. Daher bietet es sich an, diese explizit anzusprechen, zum Beispiel durch moderne Wege wie Augmented Reality. Weiterhin muss die Branche das Imageproblem lösen, damit die Wahrnehmung bei jungen Menschen für diesen attraktiven Beruf steigt.

Autor: Dr. Felix Erler

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veröffentlicht am 11. Juli 2018

Projekt veranstaltet Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende

Unternehmen sind an Studienabbrechenden als Auszubildende interessiert. Studienabbrecher streben häufig eine Ausbildung an. Dennoch kommen beide noch selten zueinander. Beim Speed-Dating führte das JOBSTARTER plus-Projekts „PereSplus“ sie zusammen.

Studienabbrechende und Unternehmen zusammenführen – das ist das Ziel des JOBSTARTER plus-Projekts „PereSplus“. Dazu führte das Projektteam in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Jena ein Azubi-Speed-Dating für Studienabbrechende und ausbildende Unternehmen durch. Innerhalb von 7-minütigen Gesprächen lernten sich beide Zielgruppen kennen. Überzeugte der Studienabbrechende, erhielt er die Möglichkeit für ein ausführlicheres Bewerbungsgespräch im Nachgang zur Veranstaltung. Unternehmen und Studienabbrechende wurden dadurch direkt zusammengeführt. Insgesamt trafen 22 Studienabbrechende auf 18 Unternehmen.

Das Format im Detail

Im Vorfeld wurde das Matching zwischen beiden Zielgruppen von dem Projektteam vorgenommen. So konnten sich die Studienabbrechenden auf die Unternehmen und deren Ausbildungsberufe einstellen. In einem Workshop wurden die Studienabbrechenden außerdem auf die kurzen Vorstellungsgespräche vorbereitet.

Die Personalverantwortlichen der Unternehmen erhielten im Vorfeld keine Informationen über die Bewerberinnen und Bewerber. So wurde ein unvoreingenommenes Gespräch ermöglicht. Die Unternehmen erhielten allerdings während des Gesprächs Kurzprofile der Studienabbrechenden, um bei Bedarf nochmals an diese herantreten zu können. Überzeugte der Studienabbrechende bereits im Gespräch, erhielt er einen „Recall“-Zettel und somit die Möglichkeit ein ausführlicheres Bewerbungsgespräch zu vereinbaren.

Die Vorteile des Formats

Entgegen dem eigentlichen Bewerbungsprozess erhalten Studienabbrechende die Möglichkeit, sich ohne vorherige Durchsicht der Bewerbungsunterlagen persönlich bei Unternehmen vorzustellen. Studienabbrechenden wird so ein leichterer und direkterer Zugang zu den Ausbildungsverantwortlichen eines Unternehmens ermöglicht. Auch Unternehmen können sich bei der schwer zu erreichenden, aber beliebten Zielgruppe präsentieren. Diese direkte Kontaktaufnahme zu den Studienabbrechenden wird von den Unternehmen sehr geschätzt.

Ausblick

Die Ergebnisse und Feedbacks der Teilnehmer/-innen zeigen, dass eine weitere Veranstaltung im Folgejahr in Betracht gezogen werden sollte. Die aus der Veranstaltung resultierenden Bewerbungsgespräche, Ausbildungsverträge etc., wird das Projektteam bei den Unternehmen und Studienabbrechenden in den Folgewochen erfragen und dokumentieren. Es unterstützt beide Parteien auch weiterhin bei der Zusammenführung. Für Folgeveranstaltungen diskutiert das Projektteam außerdem noch verschiedene Varianten für den Zeitpunkt des Azubi-Speed-Datings sowie die Länge der Gespräche.

Autorin: Julia Schott

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veröffentlicht am 27. Juni 2018

Projektworkshop zur Digitalisierung in der Kunststoffbranche

Die Lippe Bildung eG hat am 20. April 2018 in Lemgo die Auftaktveranstaltung des JOBSTARTER plus-Projektes „KungFu – Kunststoff goes Future“ durchgeführt. Über 120 Gäste wollten mehr über die Ergebnisse der Bedarfserhebung erfahren und interessierten sich für die Fach-Diskussionen, die im Fishbowl-Format durchgeführt wurden. Neben Dr. Jens Stuhldreier vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) und Julia André von der Körber-Stiftung kamen viele regionale Akteure zu Wort.

Die Ergebnisse der Bedarfserhebung

Umrahmt von Vorträgen und Diskussionen wurden die Ergebnisse der Bedarfserhebung vorgestellt. Die Erhebung hat das Projekt zusammen mit der matrix GmbH bei KMU in der Kunststoffbranche in Ostwestfalen-Lippe durchgeführt.

Ziel war es, herauszufinden, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Ausbildung in der Kunststoffbranche hat. Die zentralen Untersuchungsergebnisse der Befragung sind:

  1. Der Umfang der Digitalisierungsaspekte in der aktuellen Ausbildungspraxis bleibt hinter den bundesweiten Anforderungen an die digitale Transformation zurück.
  2. Während viele Prozesse im Betrieb im technologischen Bereich schon digitalisiert sind, spiegelt sich dies bei den KMU noch nicht in der Ausbildung wider.
  3. Auszubildende können viel stärker als bisher eine wichtige Kompetenzressource bei der Bewältigung des digitalen Wandels darstellen.

Digitale Affinität der Jugendlichen nutzen

Ein großes Thema war der stärkere Einbezug der Auszubildenden: Partizipation ist wichtig, weil die Lernenden am besten darüber Auskunft geben können, was sie brauchen und weil ihr Wissen und ihre Fähigkeiten eine wertvolle Ressource sind. Ihre digitale Affinität kann sehr gut genutzt werden – so ein Ergebnis der Befragung und gleichzeitig Tenor des Vortrags von Julia André. Dr. Jens Stuhldreier ergänzte: „Neben der Technologie sind die Köpfe bei der Digitalisierung unser großes Kapital. Ich freue mich, dass die Projektverantwortlichen die Bedeutung der beruflichen Ausbildung heute so deutlich dargestellt und erstmalig in NRW einen Nachwuchsbeirat Digitalisierung ins Leben gerufen haben.“

Gruppenbild von den Messeaufsstellern des Projekt „Kung Fu“

Der Nachwuchsbeirat Digitalisierung: Achim Gerling, Henrik Fischer, Markus Rempe, Landrat Dr. Axel Lehmann, Maurice Lepa, Jimmy Klassen, Benjamin Schneider

Lippe Bildung eG / Fotograf: Patrick Pantze images

Die Gesprächsteilnehmer/-innen der Diskussionsrunden waren sich auch einig, dass neue Wege in der Ansprache, Gewinnung und Begeisterung potenzieller Auszubildender für die Kunststoffbranche benötigt werden. Der Ausbilder wird zu einem Schlüssel der Digitalisierung in der Ausbildung, wenn das Unternehmen eine klare Digitalstrategie signalisiert.

Aktivitäten des JOBSTARTER plus-Projekts

Aus den Ergebnissen der Befragung und der bisherigen Projektarbeit sind bisher drei Aktivitäten entstanden: „KungFu“ hat einen Projektnachwuchsbeirat gegründet. Fünf aktuelle Auszubildende aus verschiedenen Berufsbildern stehen dem Projekt beratend zur Seite. Damit die Ausbilder/-innen und Personalverantwortlichen sich für die Folgen der Digitalisierung aufstellen können, wurde mit dem Verein Kunststoffe in OWL e.V. ein Arbeitskreis Qualifizierung ins Leben gerufen, der als regelmäßige Austausch-Plattform zur Verfügung steht. Damit die Unternehmen selbst einschätzen können, hat „KungFu“ zusammen mit der matrix GmbH zur Orientierung und zur individuellen Selbsteinschätzung der Unternehmen ein digitales Reifegradmodell entwickelt.

Autor: Achim Gerling

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veröffentlicht am 27. Juni 2018

Tag der ausbildenden Fachkraft

Digitalisierung in der Ausbildung – das war das Hauptthema des diesjährigen „Tag der ausbildenden Fachkraft“, der zum zweiten Mal vom JOBSTARTER plus-Projekt „fit für 4.0“ des Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum veranstaltet wurde.

Fokus auf einen vortragenden Mann bei einer Veranstaltung

Björn Radzko (saz) über Azubis, die Erklärfilme erstellen.

saz / Fotografin: Ellen-T. Kokaras

Am „Tag der ausbildenden Fachkraft“ können KMU sich über Neuerungen informieren und untereinander auszutauschen. In diesem Jahr stand die Teil-Novellierung der Ausbildungsordnungen in den Metall- und Elektro-Berufen im Mittelpunkt. Die Teil-Novellierung, die die Ausbildungsinhalte auf die Erfordernisse der Digitalisierung anpasst, wird ausbildende Betriebe und Auszubildende vor Herausforderungen stellen. Wie sehr die Teil-Novellierung hinsichtlich der Digitalisierung alle beschäftigen wird, machte Mathias Hofmann von der IHK zu Schwerin in seinem Vortrag deutlich. Dabei ging er auf die neue Berufsbildposition 5 und die optionalen Zusatzqualifikationen ein. Die IHK stellt eine Handreichung, die eingehend über die Neuerungen informiert, zur Verfügung. Auch das Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum (saz) unterstützt mit dem JOBSTARTER plus-Projekt „fit für 4.0“seine Verbundpartner und interessierten Unternehmen dabei, sich auf die aktuellen Anforderungen vorzubereiten.

Das Projekt entwickelt im Hinblick auf die voranschreitende Digitalisierung Unterstützungsangebote für Ausbildungsbetriebe und vernetzt die Partner in der Region. „Mit der Analyse unserer Verbundkurse und deren Anpassung an die veränderten Ausbildungsordnungen können wir mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres die Betriebe in ihren Ausbildungsaktivitäten unterstützen. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung inhaltlicher Aspekte, sondern auch um veränderte didaktisch-methodische Ansätze. Der Einsatz von digitalen Medien muss zur weiteren Verbesserung der Ausbildungsqualität beitragen“, so Ralf Marohn (Projektleiter im saz).

Digitale Medien in der Ausbildung

Björn Radzko (Projektmitarbeiter im JOBSTARTER plus-Projekt) stellte in diesem Zusammenhang beispielhaft vor, wie Digitalisierung in die Ausbildung eingebunden werden kann. In Begleitung der Ausbildenden erstellten Azubis „Erklärfilme“ über Arbeitsabläufe, die teilweise auch prüfungsrelevant sind. Diese Filme zeigten den Teilnehmenden, dass bereits vorhandene digitale Möglichkeiten – wie z.B. Handynutzung im Unterricht – einfach einsetzbar sind.

Beim vorgestellten Praxisbeispiel mussten sich die Auszubildenden mit dem Ablauf der Tätigkeit genauso beschäftigen wie mit filmischen Aspekten und rechtlichen Vorgaben, die z.B. die neue Datenschutzgrundverordnung vorschreibt. Diese vielseitige Anforderung an Azubis fördert das eigenständige Denken und Handeln.

Detlef Paleit (Verbundmanager und Betriebsberater des saz) informierte die rund 60 Teilnehmer/-innen außerdem über die Entwicklung und Planung der Verbundausbildung. Mit Blick auf die erzielten Ergebnisse waren sich alle Beteiligten einig, dass über die Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote für die Auszubildenden nachgedacht werden sollte. Grund dafür seien die sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Auch in diesem Kontext müsse gemeinsam erprobt werden, wie digitale Medien an den unterschiedlichen Lernorten zur Erreichung des Ausbildungsziels eingesetzt werden können – so der Tenor.

Fazit

Die überarbeiteten Ausbildungsordnungen zeigen auf, wo die Entwicklung in den nächsten fünf Jahren hingehen wird. Zurzeit sind viele Inhalte noch optional, aber in den Folgejahren werden sie sich von der Kür zur Pflicht entwickeln. Das saz setzt genau diese Anforderungen (u.a. mit dem im JOBSTARTER plus-Projekt entwickelten neuen Angebot „Digitale Kommunikation“) um und unterstützt so die Unternehmen in der Ausbildung. Die Digitalisierung wird sicher auch auf dem für 2019 geplanten Tag der ausbildenden Fachkraft ein Thema sein.

Autoren: Ralf Marohn/Ellen-T. Kokaras

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veröffentlicht am 25. Juni 2018

Virtual und Augmented Reality in der Automobilindustrie

Die Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze sinken in den letzten Jahren beständig. Selbst die Schwergewichte der Automobilindustrie beklagen sinkendes Interesse. Für regionale Zulieferer ist die Situation noch drastischer. Doch was tun?

Im Rahmen des JOBSTARTER plus-Projekts „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ lud die Volkswagen Sachsen GmbH am 17. Mai 2018 Personaler von Automobilherstellern und Automobilzulieferern zu einem Workshop ins Fahrzeugwerk Zwickau. Unter dem Motto: „Azubimarketing: Das Autoland Sachsen denkt um – Volkswagen Sachsen als Magnet für eine ganze Region.“ begrüßte Dirk Coers, Geschäftsführer Personal und Organisation der Volkswagen Sachsen GmbH, u.a. Gäste und Mitglieder des ACOD.

Der Expertenkreis tauschte sich über die zeitgemäße Ansprache von Jugendlichen aus und welche Erfahrungen sie mit neuen Technologien gesammelt haben. Neben Videos, VR-Anwendungen, Mitarbeiter-Apps, Instagram-Stories und Social Media-Erfahrungen wurden WhatsApp und Snapchat als Technologien diskutiert, um junge Menschen und Eltern sowie Lehrer/-innen für industrielle Berufe zu begeistern.

Die „Generation Z“ erreichen

Dirk Coers stellte Konzepte vor, mit denen geeigneter Nachwuchs in der Region angesprochen wird. Wie die klassische Automobilindustrie für junge Leute „attraktiv“ gemacht werden kann, zeigte er unter anderen anhand eines von jungen Menschen aus dem Unternehmen eigenständig entwickelten Standortvideos auf. Darüber hinaus brachte er zur Sprache, dass sich die Personalabteilungen der Automobilindustrie sowie die KMU-Landschaft insgesamt mit neuen Themen wie Arbeit 4.0, Mensch-Roboter-Kollaboration und agiles/mobiles Arbeiten auseinandersetzen müsse.

Nicole Enderlein, Referentin Berufsausbildung bei der Volkswagen Sachsen GmbH, knüpfte daran an und stellte aktuelle Aktivitäten vor, wie Volkswagen Sachsen die Generation Z anspricht. Sie zeigte dazu unter anderem die Erfolge aus Beratungslehrerabend und Familieninfoabend auf. Denn um Begeisterung für industrielle Berufe zu vermitteln, werden Eltern und Lehrer/-innen als Zielgruppe immer wichtiger. Beide Initiativen stellen das „Erleben statt nur reden“ in den Mittelpunkt.

Anschließend stellte Herr Krauß, stellvertretender Werkleiter bei MAGNA Meerane GmbH, heraus, wie Auszubildende für das Unternehmen begeistert werden. Er bekräftigte, dass der Erfolg bei MAGNA vor allem auf den Zusammenhalt in der Mitarbeiterschaft zurückzuführen sei. Dieser werde unter anderem durch Firmenläufe, Fußballturniere oder Familienfeste gefördert und wirke sich positiv auf die Azubisuche aus. Herr Krauß stellte des Weiteren eine eigene Mitarbeiter-App sowie die zielgruppengerechte Nutzung von Recruiting-Kanälen und YouTube vor.

Ausbildung virtuell erleben

Nach einem Werksrundgang präsentierte Nicole Enderlein das virtuelle und digitale Training mit der Virtual-Reality-Brille „HTC VIVE“. Die Teilnehmer/-innen durften mit der Brille unter Anleitung von Mike Kusche, technischer Sachbearbeiter Arbeitsorganisation, eine echte Baugruppe aus der Serienproduktion virtuell zusammenbauen.

Das virtuelle Training wird Schülerinnen und Schülern sowie Eltern und Lehrkräften vorgestellt, um auf die eigenen Berufe aufmerksam zu machen.  Diese (noch) nicht alltäglich zugängige Technologie fand bei den Gästen großen Anklang.

Das KMU Onkel Sax, Gewinner-Projekt „Ausbildungsass 2017“, stellte danach seinen Ansatz vor. Jana Pulwer-Simmat zeigte auf, dass Kooperationen mit Schulen sehr wichtig sind. Außerdem brauche man „die Eltern mit im Boot, ohne die geht es nicht.“ Jana Pulwer-Simmat bemängelte außerdem, dass KMU ihre Websites nicht für Smartphones optimiert anbieten.

Unter Leitung von Christin Schlender, Human Resources von thyssenkrupp System Engineering GmbH, wurde eine Expertendiskussion geführt. Es wurde über gemeinsame Herausforderungen bei der Azubigewinnung gesprochen und wie diesen zu begegnen sein könnte. Die Gruppenarbeit ergab, dass Instagram-Stories sinnvoll sein, hierbei aber Datenschutzprobleme auftreten können. Erfolgreiches Recruiting über Social Media sei kaum messbar, ebenso seien Erfahrungen mit WhatsApp und Snapchat bisher nicht wirklich vorhanden. Laut einer Studie aus Brandenburg haben nur 38 Prozent der jungen Menschen soziale Medien zur Bewerbung benutzt.

Fazit

Alle Beteiligten waren sich einig, dass der demographische Wandel in der Automobilindustrie angekommen ist. Zum ersten Mal können neben KMU auch die Großunternehmen aus der Region nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Das fordert die Aktivitäten im Personalwesen umso mehr, denn neben dem Auffinden der „Perlen“ kann der Zuzug aus dem Ausland eine Möglichkeit sein, dem drohenden Nachwuchsmangel zu begegnen.

Zunehmend muss die Verzahnung von Schulen der Region und Unternehmen intensiviert und Verbünde geschaffen werden, um Schüler/-innen für die Automobilindustrie zu begeistern. Darüber hinaus eröffnen moderne Technologien – insbesondere auch für KMU – Chancen im Azubimarketing, um junge Menschen für industrielle Berufe zu begeistern.

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veröffentlicht am 15. Juni 2018

Bundespräsident Steinmeier besucht KAUSA Servicestelle Essen

In Essen lernten der Bundespräsident und seine Frau das Pilotprojekt „Eine Chance für Geflüchtete“ kennen. Sie informierten sich bei insgesamt 13 Stationen in sechs Bundesländern über Stand, Qualität und Perspektiven der beruflichen Bildung.

Gruppenbild mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender besuchten die KAUSA Servicestelle Essen.

Fotograf: Jochen Rolfes

„Das ist so eindrucksvoll, dass man sich fragt, warum andere Berufsgruppen dem nicht schon gefolgt sind.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war ernsthaft beeindruckt davon, was die KAUSA Servicestelle Essen, die Ärztekammer Nordrhein, das Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit auf die Beine gestellt haben. Im gemeinsamen Pilotprojekt „Eine Chance für Geflüchtete“ gelang es in einem mehrstufigen Verfahren, 22 junge Geflüchtete in Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungen für Medizinische Fachangestellte bei niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern zu vermitteln.

Wie dies ablief, darüber informierten sich der Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender am 20. April 2018 bei der KAUSA Servicestelle Essen persönlich. Sie war eine von 13 Stationen in sechs Bundesländern, die der Bundespräsident und seine Frau in der Woche der beruflichen Bildung besuchten. Diese hatte zum Ziel, die Wertschätzung der beruflichen Bildung zu erhöhen.

Das Pilotprojekt „Eine Chance für Geflüchtete“ funktionierte so: Von 200 Bewerberinnen und Bewerbern aus den Datenbanken der KAUSA Servicestelle Essen, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit waren 90 Personen für eine Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung zu Medizinischen Fachangestellten geeignet. 60 von ihnen nahmen danach an Speed-Dating-Terminen zur Vorstellung bei den Arztpraxen teil. Am Ende des Auswahlverfahrens konnten sich 22 von Bewerberinnen und Bewerber sich über einen Vertrag für eine Einstiegsqualifizierung oder eine Ausbildung freuen.

„Ich habe den Eindruck, die Arbeitgeber und Azubis sind hoch zufrieden mit dem Matching-Prozess“, berichtete der Bundespräsident. Das Jobcenter Essen möchte „Eine Chance für Geflüchtete“ als Beispiel nehmen. So kündigte Bereichsleiter Bodo Kalveram an: „Wir wollen mit diesem Modell auch ins Handwerk gehen.“

In einer gemeinsamen Gesprächsrunde lernten Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender Auszubildende und weitere Projektbeteiligte kennen. Halas Daood, eine junge Syrerin, betonte: „Das Projekt ist wichtig und hilfreich für mich. Meine Sprache hat sich dadurch sehr gebessert, ich habe jetzt die Chance, eine Ausbildung zu machen. Durch diese Vermittlung haben wir Ausbildungsplätze gefunden.“

„Eine berufliche Ausbildung ist kein Abstieg, kein Ende, sondern ein Anfang, eine doppelte Chance, um den beruflichen Weg weiterzugehen.“

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Der Leiter der KAUSA Servicestelle Essen, Cem Şentürk, erklärte über die Arbeit mit Geflüchteten: „Im März 2016 haben wir angefangen. Aus unserer Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund wussten wir, was zu tun ist. Wir haben von Anfang an Beratungsangebote in Arabisch und Farsi zur dualen Ausbildung angeboten und seitdem 750 Personen beraten.“

Elke Büdenbender lobte die Arbeit der KAUSA Servicestelle: „Aus meiner Erfahrung als Richterin weiß ich: Junge Menschen müssen an die Hand genommen werden. Sie führen das zusammen und haben alles im Blick und das finde ich so gut.“

Gesprächsrunde mit Frank-Walter Steinmeier

In einer Gesprächsrunde lernten Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender Auszubildende und Projektbeteiligte kennen.

JOBSTARTER / Fotograf: Benjamin Dresen

Autor: Benjamin Dresen

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Interview mit Reta Abd Alwahab, die über „Eine Chance für Geflüchtete“ einen Ausbildungsplatz fand.

veröffentlicht am 23. April 2018

Startschuss zum Wettbewerb Roboter Azubi Battle

Am 27. Februar fiel der Startschuss zum „Roboter Azubi Battle (RAB) 4.0“ beim „A³ Wirtschaftsdialog“ des JOBSTARTER plus-Projekts „Cluster-KMU-Bildung 4.0“.

Bei dem Wettbewerb für Schüler/-innen aller schwäbischen Berufsschulen werden entscheidende Fähigkeiten für die Wirtschaft 4.0 vermittelt. Dazu gehören digitale Kompetenzen wie Programmierung und Sensorik genauso wie Kreativität und Arbeiten in interdisziplinären Teams. Am Ende treten die Teams in einem großen Battle gegeneinander an. Der Wettbewerb läuft bis zum 29. Juli 2018.

15 Teams sind für die erste Runde bereits angemeldet. „Wir setzen hier auf den Graswurzelansatz. Wir möchten Auszubildende für die Themen begeistern und sie so zu Botschaftern in ihren Unternehmen machen“, erklärt Knut Wuhler vom Projektpartner Eckert Schulen Augsburg.

Roboter vor rotem Hintergrund

Ziel des Wettbewerbs: Einen Roboter erschaffen.

Regio Augsburg Wirtschaft GmbH / Fotograf: Christian Strohmayr

Bei der Kick-Off-Party zum Roboter Azubi Battle am 2. März 2018 im Gasthaus der Eckert Schulen Augsburg waren rund 30 Auszubildende vor Ort. Hier lernten sie die Aufgabenstellung des Wettbewerbs und die Dozenten kennen. Nach der Theorie folgte die Praxis: Die Gruppen konnten sich gleich an einem bereits konstruierten Roboter ausprobieren. Begleitet und dokumentiert wird die Aktion auf der digitalen Lernplattform www.rab40.de. Hier können sich auch Ausbilder und Berufschullehrer informieren und austauschen.

Ab jetzt heißt es für die Teilnehmer des Wettbewerbs, sich regelmäßig zu treffen, Roboter zu bauen und die Aufgabenstellung zu lösen. Denn neben dem eigentlichen Wettbewerb fließen in die Bewertung weitere Faktoren, wie etwa innovative Ideen oder das Roboterdesign mit ein. Denjenigen Azubis, die diese Aufgabenstellung am besten meistern, winkt am Schuljahresende eine Reise nach Berlin.

Durch den A³ Wirtschaftsdialog zum Thema Ausbildung und Wirtschaft 4.0 und den Startschuss für den Roboter Azubi Battle ist es dem JOBSTARTER plus-Projekt gelungen, sowohl die Unternehmensseite als auch die Auszubildenden für das Projekt zu begeistern und für das Thema zu sensibilisieren.

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veröffentlicht am 22. März 2018

Ausbildungsmarketing mit Technologiefokus

Wie können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ihre Bewerberzahlen erhöhen? Diese und andere Fragen behandelte der Workshop „Erfolgreich technologieorientierte und -begeisterte Azubis für das eigene Unternehmen gewinnen“ des JOBSTARTER plus-Projekts „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“ am 8. Februar 2018 in Oppach. Die Veranstaltung der Automotive Cluster Ostdeutschland GmbH (ACOD) richtete sich an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit niedrigen Bewerberzahlen für ihre Ausbildungsplätze.

Gerade für KMU ist es wichtig, mittel- und langfristig strategisch zu planen, zu agieren und zu kommunizieren. Dies wurde in den vier Impulsvorträgen deutlich. Ronny Gutte, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der ATN Hölzel GmbH unterscheidet in drei Motivationsphasen, um Jugendliche langfristig für das eigene Unternehmen zu begeistern: Anreize zum Lernen, Bleiben und Anreize für Perspektive. Drei Jahre Zeit investierte das Unternehmen, um ein modernes systematisches Azubimarketing aufzubauen.

„Wir begleiten unsere Azubis in verschiedenen Phasen ihres Schaffens, bieten Mentoring-Programme während der Ausbildung und motivieren durch Vertrauen. Denn zufriedene Auszubildende sind das beste Marketing.“

Ronny Gutte, ATN Hölzel GmbH

Hans-Ulrich Kaiser, Leiter Personalwesen der Digades GmbH aus Zittau, setzt auf eine interessante und abwechslungsreiche Gestaltung der praktischen Ausbildung. Das bedeutet zum Beispiel, Azubis von Anfang an in Kundenprojekte einzubinden, denn dies steigere die Identifikation mit dem Job und dem Unternehmen, wie Kaiser berichtet. Auch junge Geflüchtete seien hoch motiviert, eine Ausbildung zu beginnen. Allerdings behinderten sowohl sprachliche als auch gesetzliche Hürden die Integration in die KMU. Viele KMU suchen zusätzlich im europäischen Ausland nach technologieinteressiertem Nachwuchs. Auch Hans-Ulrich Kaiser empfiehlt, die eigenen Azubis in die Nachwuchsgewinnung einzubeziehen.

Bernd Nebel, Geschäftsführer der plastic concept GmbH, ergänzte, dass auch finanzielle Anreize eine Rolle spielen können. Er stellte den Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmern seine firmeninterne Erfolgsbewertung einzelner Azubimarketingmaßnahmen und Instrumente vor. Hierfür wurden die Bewerberinnen und Bewerber befragt, wie sie auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind. Vor allem überregionale Azubimessen werden seiner Einschätzung nach immer unwichtiger, demgegenüber die Zusammenarbeit mit Schulen immer wichtiger. Dies bestätigten auch die Teilnehmenden weitestgehend.

Hartmut Pätzold von der Hochschule Zittau/Görlitz betonte in seinem Vortrag die Wichtigkeit der deutschen Ausbildung. „Das amerikanische System ohne Qualifikation, also reines „Training on the Job“ ist fatal für den Standort Deutschland.“ Er empfiehlt, Strukturen im Unternehmen wie Patenschaft für Azubis zu stärken. So könnten die motivierten Auszubildenden selbst zu Multiplikatoren des Unternehmens werden.

Franziska Steiner, Projektkoordinatorin Azubimarketing des ACOD, fasste zusammen, wie verschiedene Faktoren und Maßnahmen systematisch geordnet und umgesetzt werden können, und rundete so den Workshop mit einer übergreifenden Perspektive ab. Sie stellte einen Jahresplaner für die unternehmensspezifischen Azubimarketing-Aktivitäten vor, der es ermöglicht, die Maßnahmen mit den schulischen Projekten zu synchronisieren. Die Übersicht „Azubimarketing-Haus“ dient zudem der Erfassung des Status-Quo in Sachen Azubimarketing und veranschaulicht dem Unternehmen, welche Zielgruppen bereits gut einbezogen wurden und wo sich noch Optimierungsmöglichkeiten bieten.

Der Leiter des JOBSTARTER plus-Projektes „Kompetenzcluster Aus- und Weiterbildung“, Dr. Felix Erler, fasste zusammen: „In Zukunft wird es für keinen in der Branche einfacher, motivierte Auszubildende zu finden. Häufig ist es eine kontinuierliche Strategie, die mehr Erfolg verspricht als kurzfristige Maßnahmen.“

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veröffentlicht am 19. Februar 2018

Hauswirtschaft-Azubis werben für ihren Beruf

Um Auszubildende für die Hauswirtschaft zu gewinnen, muss ihr Interesse geweckt werden. Das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos“ schult Azubis als Ausbildungsbotschafter, die Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen und sie für die Ausbildung begeistern.

Zwölf Auszubildende der Hauswirtschaft aus Baden-Württemberg nahmen am 2. und 3. Februar 2018 in Stuttgart an der Schulung zu Ausbildungsbotschaftern teil. Die Auszubildenden lernten darin, wie sie Jugendliche in Schulen über ihren Beruf, den Weg dorthin sowie Karrieremöglichkeiten informieren und berichten, was ihnen daran Spaß macht. Das JOBSTARTER plus-Projekt „oikos“ kooperierte hierzu mit der Ausbildungskampagne „gut-ausgebildet.de“, die die Schulung durchführte und speziell auf den Beruf zuschnitt.

Am ersten Schulungstag bekamen die Auszubildenden von Winnie Moser (IHK Stuttgart, Initiative gut-ausgebildet.de) Handwerkszeug rund um die Präsentation ihres Berufs vor Schulklassen an die Hand. Nicht nur Grundlagen der dualen Ausbildung lernten die jungen Frauen kennen, sondern auch ganz praktische Übungen mit Feedback zur Kurzpräsentation. Nebenbei konnten die Teilnehmerinnen zwischen 17 und 27 Jahren ein erstes überregionales Berufsnetzwerk knüpfen.

Am zweiten Tag informierte Daniela Katz-Raible, die selbst eine Ausbildung und mehrere Weiterbildungen im Berufsfeld absolviert hat, über die mögliche „Karriere mit Lehre“.  Die Vorzüge, Weiterbildungs- und Verdienstmöglichkeiten in der Hauswirtschaft standen dabei im Mittelpunkt. Sie gab den Auszubildenden mit auf den Weg: „Seid selbstbewusst, ihr werdet Fachkräfte in einem tollen Beruf – und wenn ihr dafür keine Werbung machen könnt, wer dann?“

Argumente für den Beruf zu sammeln und in knackige Botschaften zu verpacken übten die Azubis mit Anne-Maria Sontheimer (Abteilung Freiwilliges Engagement, Diakonisches Werk) im sogenannten „Elevator-Pitch“. „Auf Berufsmessen hat man nur wenig Zeit sein Gegenüber anzusprechen und zu überzeugen, in etwa die Dauer einer Aufzugsfahrt“, erklärte Anne-Maria Sontheimer. Eine Teilnehmerin betätigte, dass diese Übung durchaus sinnvoll ist: „Es ist ganz schön schwer, sich selbst und seine Ausbildung mit Spaß in 60 Sekunden vorzustellen ohne den Faden zu verlieren, das muss man üben.“

Anfang nächsten Jahres soll die Schulung erneut angeboten werden, damit weitere Auszubildende in der Hauswirtschaft selbstbewusst und kompetent für sich, ihren Betrieb und den Beruf werben und sich nebenbei landesweit vernetzen können.

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veröffentlicht am 13. Februar 2018

Landesminister besucht Projekt „Fit für 4.0“

Der mecklenburg-vorpommerische Minister für Digitalisierung, Christian Pegel, besuchte das saz – Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V. und informierte sich über dessen JOBSTARTER plus-Projekt „Fit für 4.0“.

Wie weit ist die Digitalisierung bereits in der Berufsausbildung etabliert und wo wird sie bereits eingesetzt? Wo sind die Schwerpunkte für die Zukunft? Diese Punkte diskutierten der mecklenburg-vorpommerische Minister für Digitalisierung, Christian Pegel, und Frank Mecklenburg (Referatsleiter Digitalisierung und Wirtschaft) bei ihrem Besuch im saz – Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e.V. mit saz-Geschäftsführer Gerd Poloski und Ralf Marohn, dem Projektleiter des JOBSTARTER plus-Projektes „Fit für 4.0“.

Der Rundgang durch die Ausbildungshallen des saz beeindruckte den Minister: „Dass wir hier sozusagen Norddeutschlandweit bewusst mit der Wirtschaft gemeinsame Forschungsschwerpunkte für die Praxis haben, das finde ich schon etwas Beachtliches.“ Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Digitalisierung der Wirtschaft eine große nur gemeinsam zu meisternde Aufgabe ist. Das JOBSTARTER plus-Projekt „Fit für 4.0“ wird den Ausbildungsbetrieben Angebote unterbreiten, um sie bei der Umsetzung der veränderten Ausbildungsordnungen zu unterstützen und Kompetenzen der Auszubildenden und des Ausbildungspersonals für die digitale Arbeit zu entwickeln. Bildungsunternehmen müssen sich bereits heute auf die verändertet Anforderungen einstellen.

Zwei Männer im intensiven Dialog.

Landes-Digitalisierungsminister Pegel beim Rundgang durch die Ausbildungshallen.

Ellen-T. Kokaras / saz

Dass das saz in Aus- und Fortbildung bereits auf digitalisierte Wertschöpfungsprozesse in der Metall- und Kunststoffindustrie vorbereitet, beeindruckte auch den Referatsleiter Frank Mecklenburg. „Vorreiter für automatisierte Abläufe in der Berufsbildung ist auf jeden Fall der Kunststoffbereich“, erklärte saz-Geschäftsführer Gerd Poloski. Im Rahmen der Digitalisierung werde das saz seinen in der Verbundausbildung angeschlossenen 200 Industrieunternehmen unterstützend zur Seite stehen und Qualifizierungsangebote entwickeln und anbieten.

Die Erfahrungen aus den gewerblich-technischen Berufen sollen schnellstmöglich auch auf die kaufmännischen und weiteren Berufe übertragen werden. Hierbei unterstützt der Unternehmerverband Schwerin-Mecklenburg e.V., der sich bei der Vernetzung der KMU stark macht. Das saz wird im Rahmen der Projektarbeit weiterhin regelmäßig Unternehmer einladen, um sie für das Thema Digitalisierung zu sensibilisieren. Als weitere wichtige Gesprächspartner wird das Projekt sich auch an die Wirtschaftsausschüsse der Kreistage wenden und zum Austausch ins saz einladen.

Minister Pegel bezeichnete das saz als eines der „versteckten Juwelen“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er werde mit großem Interesse die weiteren Entwicklungen des JOBSTARTER plus-Projektes „Fit für 4.0“ und des gesamten saz verfolgen, sagte der Minister am Ende seines Besuchs.

Autoren: Ralf Marohn und Ellen-T. Kokaras

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veröffentlicht am 09. Februar 2018