Neue JOBSTARTER plus-Projekte helfen bei Berufsbildung 4.0

Im Juli und August starten 20 Projekte in der 3. Förderrunde, Teil B, des Programms JOBSTARTER plus. Sie unterstützen Betriebe dabei, ihre Ausbildung an die Herausforderungen der Wirtschaft 4.0 anzupassen.


Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant: In der Wirtschaft 4.0 werden Prozesse effizienter und es entstehen neue Geschäftsmodelle. Dies hat Auswirkungen auf die Personalentwicklung, denn in vielen Betrieben fehlt noch das Know-how für die Digitalisierung der Arbeits- und Geschäftsprozesse. Auch die duale Ausbildung wird sich zu einer Berufsbildung 4.0 entwickeln. JOBSTARTER plus unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), damit sie in der Ausbildung Schritt halten können. Für sie ist es schwieriger als für Großunternehmen, sich dem Thema Wirtschaft 4.0 zu nähern.

Die neuen JOBSTARTER plus-Projekte der Förderrunde 3 B beraten KMU, die methodisch-didaktische Gestaltung der Ausbildung mit Blick auf Wirtschaft 4.0 zu verändern. Sie unterstützen die Betriebe, die Berufsausbildung mit Wirtschaft 4.0 für Jugendliche attraktiver zu machen. Und sie entwickeln oder beraten beim Einsatz von Zusatzqualifikationen für Auszubildende, die über die klassischen Ausbildungsinhalte hinausgehen und diese ergänzen.

Die Projekte erarbeiten außerdem einen Überblick über regional bereits vorhandene Initiativen und Programme. Sie klären, wo Unternehmen Unterstützung benötigen, und entwickeln falls notwendig eigene, dauerhafte Beratungsangebote. Sie bilden außerdem die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Unternehmen weiter, initiieren und unterstützen bei Bedarf Verbundausbildung und stoßen regionale Branchen-Netzwerke an. Auch die Berufsschulen werden teilweise einbezogen.

Start der neuen Projekte ist im Juli und August. Sie sind zumeist auf eine Branche spezialisiert und decken die Bereiche Handwerk, Industrie und Handel ab. Jedes Projekt betreut eine Zielregion, etwa einen Landkreis, einen Arbeitsagentur- oder Kammerbezirk oder ein Bundesland. Träger sind berufliche Bildungszentren, Kammern, Innungen, Wirtschaftsnetzwerke und Gebietskörperschaften.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für die Förderung der Projekte bis zu 15 Millionen EURO aus eigenen Mitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit.

Das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER plus wird aus Mitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Bis 2020 stehen dafür Fördermittel in Höhe von 109 Millionen EURO zur Verfügung, davon 48 Millionen Euro vom BMBF. Durchgeführt wird das Programm von der Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Die neu gestarteten Projekte finden Sie auf der Projektlandkarte.