Überregional Azubis gewinnen

Umziehen, um woanders zu studieren: Das ist ganz normal. Umziehen für eine Ausbildung – eher ungewöhnlich. Wirbt ein Betrieb überregional um Azubis, kann er damit seinen Bewerberkreis deutlich erweitern.


Die 16-jährige Vera macht eine Ausbildung in ihrem Wunschberuf: Metallblas-Instrumentenbauerin. Weil der tägliche Weg in den Betrieb von ihrem 85 km entfernten Elternhaus aus zu weit wäre, ist sie nach Mainz in ein Jugendwohnheim gezogen.

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Gibt es zu wenige Bewerberinnen und Bewerber auf die Ausbildungsstelle im Betrieb? Oder fehlt für einen Jugendlichen die passende Stelle am Heimatort? Hier lohnt es sich, über den Tellerrand zu schauen: Vielleicht findet ein Betrieb den Wunschkandidaten außerhalb der eigenen Stadt; vielleicht findet der oder die Jugendliche woanders als zu Hause die richtige Ausbildungsstelle.

Gut zu wissen, wenn man um Azubis wirbt: Zieht ein junger Mensch in eine andere Stadt, um dort eine Berufsausbildung zu machen, hat er Anrecht auf finanzielle Unterstützung in Form der Berufsausbildungsbeihilfe der Bundesagentur für Arbeit. Diese ist, ähnlich wie das BAföG für Studierende, vom Einkommen der Eltern abhängig. Im Unterschied zum BAföG muss sie aber nicht zurückgezahlt werden.

In Deutschland gibt es über 550 Jugendwohnheime. Viele von ihnen haben sich in der Initiative Auswärts zuhause zusammengeschlossen.

Um noch mehr Betriebe und Jugendliche über regionale Grenzen hinweg zusammenzuführen, fördert JOBSTARTER ab 2015 Projekte mit dem Schwerpunkt „interregionale Mobilität“.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die nächste Ausgabe des Journals JOBSTARTER REGIONAL, die voraussichtlich im Juni 2015 erscheint.