Programm und Ansprechpartner

Das Förderprogramm JOBSTARTER plus stärkt die duale Berufsausbildung in Deutschland. Daneben koordiniert die Programmstelle JOBSTARTER weitere Initiativen am Übergang Schule-Ausbildung zur Steigerung der Attraktivität betrieblicher Ausbildung.


Gut ausgebildete Fachkräfte sind für alle von Vorteil. Mit einer dualen Ausbildung finden junge Menschen einen soliden Einstieg ins Berufsleben, und Unternehmen sichern ihren Fachkräftenachwuchs. Doch die berufliche Bildung in Deutschland steht vor einer großen Herausforderung: Nachdem viele Jahre zu wenige betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung standen, sinkt nun die Zahl der Schulabgänger deutlich. Grund hierfür ist der demografische Wandel. Die Folge: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt – besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). In manchen Branchen oder Regionen herrscht sogar bereits Fachkräftemangel.

Ihre Ansprechpartner bei JOBSTARTER

Die Programmstelle JOBSTARTER

Um den Herausforderungen eines sich wandelnden Ausbildungsmarktes zu begegnen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn eingerichtet. Sie ist verantwortlich für die Umsetzung des Programms JOBSTARTER plus mit einer umfangreichen Projektförderung und koordiniert darüber hinaus weitere Initiativen am Übergang Schule-Ausbildung, zur Steigerung der Attraktivität betrieblicher Ausbildung und zur Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen.

Das Programm JOBSTARTER plus

Das Förderprogramm „JOBSTARTER plus“ startete im Jahr 2014 im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014-2020 und löste das seit 2006 laufende Programm „JOBSTARTER“ ab. Die Themenschwerpunkte leiten sich u.a. aus der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015-2018 ab, die im Dezember 2014 von der Bundesregierung, den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, den Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit und den Ländern beschlossen wurde. Das BMBF und der Europäische Sozialfonds (ESF) stellen für das Programm rund 108 Millionen Euro bereit.

Das Programm JOBSTARTER plus trägt durch die Förderung von Konzepten im Bereich der regionalen Strukturentwicklungen zu Fortschritten im Übergang Schule-Ausbildung bei. Es verbindet aktuelle berufsbildungspolitische Themen mit den jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Entwicklungspotenzialen in der Wirtschaft und verfolgt eine wirtschaftsnahe Ausgestaltung der Ausbildungsstrukturförderung. Neben der Sicherung des Fachkräftenachwuchses und der Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen ist angesichts einer sinkenden Ausbildungsbetriebsquote der Erhalt der Ausbildungskompetenz und -bereitschaft von KMU ein zentrales Ziel des Programms. Die geförderten Projekte halten daher ein umfassendes Dienstleistungsangebot für KMU bereit, das bedarfsgerecht bei der Erst- oder Wiederaufnahme und bei der Ausweitung der betrieblichen Ausbildungsaktivitäten zum Einsatz kommt. Die Auswahl der zu fördernden Projekte trifft die JOBSTARTER-Programmstelle im Einvernehmen mit dem BMBF und dem JOBSTARTER-Begleitausschuss.

Die Projektförderung im Programm „JOBSTARTER plus“ wurde im Mai 2014 mit der ersten Förderbekanntmachung eingeläutet. Der Start der ersten 51 Projekte im Rahmen der neuen ESF-Förderperiode 2014-2020 erfolgte im Januar und Februar 2015. Am 6. Juli 2015 wurden die zweiten Förderrichtlinien im Programm JOBSTARTER plus im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die 34 Projekte der zweiten Förderrunde haben im Mai, Juni und Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen.

Von JOBSTARTER zu JOBSTARTER plus

Im Vorläuferprogramm „JOBSTARTER“ wurden seit 2006 insgesamt 287 innovative Projekte in fünf Förderrunden durch eine Zuwendung unterstützt. Das BMBF und der Europäische Sozialfonds (ESF, Förderperioden 2000-2006 und 2007-2013) haben dafür rund 96 Millionen Euro bereitgestellt. Jede Förderrunde setzte dabei neue inhaltliche Akzente zur Umsetzung der zentralen Programmziele. Aufgrund der damaligen Situation am Ausbildungsstellenmarkt standen neben der regionalen Strukturverbesserung die Schaffung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze und die Erprobung der Neuerungen des 2005 novellierten Berufsbildungsgesetzes (BBiG) im Zentrum. Diese Förderrunden sind mittlerweile beendet. Mit einer sechsten, aus Mitteln des BMBF in Höhe von rund 11,3 Millionen Euro finanzierten JOBSTARTER-Förderrunde und ihren im Herbst 2013 gestarteten 23 Projekten wurde der Übergang in die neue ESF-Förderperiode 2014-2020 mit neuen Zielen und Förderschwerpunkten gestaltet.