Zum Erfolg angestiftet – die Hamburger Stiftung für Migranten

Sie sind talentiert in der Praxis, haben aber Schwierigkeiten in der Berufsschule: die Hamburger Stiftung für Migranten finanziert ihren Stipendiaten ein Jahr lang Weiterbildungsmaßnahmen. Den Startschuss zur Stiftungsgründung gab JOBSTARTER.

Auszubildende mit Migrationshintergrund in der Ausbildung unterstützen – das ist die Idee der Hamburger Stiftung für Migranten. Susanne Dorn, Betreuerin des Stipendiatenprogramms, sowie die ehemalige Stipendiatin Marika Junker, berichten in unserer Audio-Video-Slidehow wie diese Idee umgesetzt wird.

Das Wichtigste in Kürze

Stiftungsgründung und Beteiligung JOBSTARTER
Eine Stiftung zu gründen – das war bereits 2002 eine Idee der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. (ASM). Die Stiftung sollte die berufliche und soziale Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie die Begleitung von Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund zum Ausbildungsbetrieb fördern.

2007 erhielt der ASM Förderung durch das Programm JOBSTARTER, das den Aufbau der Stiftung im Rahmen des Projekts „Weitblick“ im hohen Maße unterstützte. Das Stiftungskapital sammelte der ASM in erster Linie bei Hamburger Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Migrationsbereich. Bereits 2008 fand unter Einbindung der politischen und wirtschaftlichen Prominenz in Hamburg die Stiftungsgründung statt.

Seit 2009 setzt die Stiftung nun zusammen mit einem großen Netzwerk an Partnern (u.a. HSV, Audi, NDR) ein Stipendiatenprogramm, das Praktika-Programm „Praktisch gut“ und ein Mentorenbegleitprogramm um. Mittlerweile erhielten bereits 12 Auszubildende mit Migrationshintergrund ein Stipendium, mehr als 200 Jugendliche nahmen an „Praktisch gut“ teil.

Das Stipendium
Die Stiftung vergibt pro Jahr vier Stipendien im Umfang von 2000 Euro. Diese sollen für Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen eingesetzt werden. Die jungen Menschen, die sich für ein Stipendium bewerben, müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:
•Migrationshintergrund
•sehr gute Leistungen im Betrieb,
•schlechte Leistungen in der Berufsschule
•Ausbildung in einem dualen Ausbildungsberuf

Weitere Informationen

Ein Beitrag von Virginia Gerard
Freie Filmmusik von Cayzland Studio

veröffentlicht: März 2014